Kulturkolumne: ,,Elektra‘‘ an der Deutschen Oper Berlin

Die Oper ,,Elektra‘‘ von Richard Strauss findet an der Deutschen Oper Berlin nur in konzertanter Form statt, in Form eines Konzerts, das heißt ohne Bühnenbild, ohne Kostüme und auch ohne szenische Interaktion der Sänger*innen. Das gemeine Opernpublikum steht solchen Unterfangen oft kritisch gegenüber. Zurecht? – fragt sich der Verfasser der Kulturkolumne in dieser Woche.
My Salinger Year

Quiet emotional – „My Salinger Year” eröffnet die 70. Berlinale

Philippe Falardeau's „My Salinger Year" ist eine Hommage an die Literaturszene und das alte New York. Mit dem Eröffnungsfilm der 70. Berlinale ging niemand ein Wagnis ein. 

Neues Rammstein Album: Vergänglichkeit im Dauerlauf

Rammstein hat sich verändert - ob das besser ist, bleibt fraglich. Kontroverse lässt die Band in ihrem neuen Album „Zeit“ größtenteils vermissen. Stattdessen widmen sich die sechs Mitglieder für sie unkonventionellen Themen, die Rammstein völlig neue Möglichkeiten eröffnen. 
Kronleuchter

Drama, Baby: Jelinek

Unsere Kolumnistin Malin besucht die Mülheimer Theatertage und stellt fest, dass alle über die Jelinek reden, aber sie nirgends zu finden ist. Die Schriftstellerin...

Zahm und Ermüdend: „Irrwege. Analysen aktueller queerer Politik“ – Buchkritik

Kritik an linken, queerfeministischen und post-strukturalistischen Positionen gehört beim Querverlag zum Programm. Nun ist der neueste Sammelband erschienen.
Drei Männer vor einer weißen Leinwand

Kulturkolumne: ,,Kunst’’ im Berliner Ensemble

Das Stück ,,Kunst‘‘ von Yasmin Reza feierte schon am 31.12.2017 im Berliner Ensemble seine Premiere. Das Theater am Schiffbauerdamm zeigt es immer noch. Das kommt nicht von ungefähr – und doch: hat ein kontemporäres Stück nach vier Jahren nicht schon vollkommen an Aktualität verloren?

„Die Känguru-Verschwörung“ – Eine Schnapspraline?

Das Känguru ist für sein zweites Kinoabenteuer auf die große Leinwand zurückgehüpft. Dieses Mal geht es um alternative Fakten, Fake-News und die ganz große Verschwörungserzählung: dass Kängurus seit Jahrhunderten im Hintergrund die Strippen ziehen. Trotz einiger plumper Kalauer beweist der Film, dass sich deutsche Komödien auch mit gesellschaftlich relevanten Themen befassen können.

Moira Grohé: „Menschen ansprechen funktioniert am besten über Film, Kunst und Emotionen.“

Im August diesen Jahres ist Drehbeginn des feministischen Kurzfilmprojekts „Obsession“ der 24- jährigen Schauspielerin und Filmemacherin Moira Grohé. Mit UnAuf hat Moira über ihre Motivation hinter dem Projekt gesprochen, Film und Feminismus gesprochen.

Barbara

Geschrieben von Caspar Schwietering Berlin, 14. Februar 2012 In der ersten Szene von Christian Petzolds Film "Barbara" ist die Essenz des ganzen Films bereits enthalten. Die Kinderärztin Babara Wolf (Nina Hoss) steigt aus einem Bus und setzt sich auf eine Bank vor der kleinen Kinderklinik in der mecklenburgischen Provinz. Dabei wird sie von dem Chefarzt André (Ronald Zehrfeld) und dem Hauptmann der Staatssicherheit, Klaus Schütz (Rainer Bock), beobachtet. Dieser setzt André auf die aus Berlin strafversetzte Barbara an. Schütz findet es trotzig wie Babara da sitzt, doch der Zuschauer sieht in ihrem Verhalten nicht Trotz, viel eher Stolz und er sieht auch wie André dieser Stolz gefällt.
CS_001_0108789 Sidney Flanigan stars as Autumn in NEVER, RARELY, SOMETIMES, ALWAYS, a Focus Features release. Credit : Courtesy of Focus Features

„Never rarely sometimes always”

Eliza Hittman erzählt in ihrem mit dem Jury-Preis der Berlinale 2020 ausgezeichneten Film mit großer Sensibilität und ungezügelter Rohheit eine Abtreibungsgeschichte, die beispielhaft, aber niemals schablonenartig daherkommt.

„This is Water“ von David Foster Wallace: Mehr als Parabeln über Fische und lange...

2005 hielt David Foster Wallace auf eine Bitte eine Abschlussrede vor den Absolvent*innen des Kenyon College. 2009 druckte Little, Brown and Company die Rede ab und mittlerweile gehört sie zur Pflichtlektüre aller Abschlussklassen in den USA. Warum sie auch an deutschen Schulen breiter rezipiert werden sollte und welchen Mehrwert sie für mich frisch nach dem Abitur gehabt hätte.

„Schönheit und Schmerz” – Die Entdeckung der Langsamkeit

Leopold Federmair lebt seit Jahren in Japan. Mit Schönheit und Schmerz legt er eine Sammlung von Prosa-Miniaturen vor. Poetische Beschreibungen von Natur und Menschen, die die Zeit stillstellen. 
Kinos sind derzeit geschlossen. Die Leinwände und Sitze bleiben wegen der Corona-Pandemie leer. (Symbolfoto) Foto: Felix Mooneeram/Unsplash

Leere Leinwände, keine Zuschauer: Fünf Fragen an Berliner Kinos

Seit einem Monat sind wegen der Corona-Pandemie Filmvorführungen verboten. Wann und wie werden die Kinos nach dem Shutdown weitermachen? Drohen Schließungen? Die UnAuf hat bei drei Berliner Kinobetreiber*innen nachgefragt.
the salt of tears

Tränen der Enttäuschung bei „Le sel des larmes”

Lieben und Leiden eines jungen Mannes inszeniert von einer Ikone der Nouvelle Vague, Philippe Garrel - nichts Neues in Frankreich.

Kulturtipp: Den Zufall sehen und hören – eine Ausstellung des Projektseminars unter der Leitung...

Wie oft fragt Ihr Euch, ob ein bestimmtes Ereignis wirklich nur Zufall ist? Am 17. Juli eröffnet im Atrium des Pergamon-Palais die Ausstellung "Ist das noch Zufall? Wahrnehmung und Komplexität".
Illustration Netflix

„Live, Work, POSE!“ –  New Yorks Ball Culture auf Netflix

Zunehmend gewinnen Personen, die nicht weiß, heteronormativ oder Cisgenders sind, an Sichtbarkeit in Stremingdiensten und Online-Mediatheken. Heraus sticht dabei die Dramaserie Pose, die von der New Yorker Ballroom Community der späten 1980er bis 1990er Jahre handelt. Mit einem Cast aus mehrheitlich trans Personen überzeugt sie dabei durch Authentizität und starke Charaktere. 

Nackte Blicke aus der Ferne

Das C/O Berlin versammelt in der Ausstellung Love einen umfangreichen Nachlass des chinesischen Künstlers Reng Hang. Die provokanten, surreal, aber auch träumerischen Fotografien erzählen von einer Rebellion gegen das chinesische Regime.
©Fredrik Wenzel / Alamode Film

„Triangle of Sadness”: relativistisch statt realistisch

Gender-Clichés, ekelerregender Reichtum, Geldversessenheit, kapitalistische Denkmuster – das alles wird in den 140 minütigen Film „Triangle of Sadness“ gedrängt. Klingt ungemütlich? Ist es auch. Doch durch die Fülle an Themen geht Regisseur Ruben Östlund bei den jeweiligen Kategorien nicht in die Tiefe. 
eine rote Rose auf weißem Grund

Drama, Baby: Pollesch-Premiere

Eine Außerirdische verliebt sich in einen Wissenschaftler. Ist Liebe wirklich menschlich? Und wenn ja, wie sieht sie dann aus? Unsere Kolumnistin Malin hat im neuen Stück von Pollesch eine überraschende Antwort darauf gefunden. Sie lobt sogar den Kitsch. Vorhang auf für Folge 11: Pollesch-Premiere

Kulturkolumne: ,,Lohengrin‘‘ an der Staatsoper Unter den Linden

Eigentlich sollte die Neuinszenierung des ,,Lohengrin‘‘ am 13.12.2020 Premiere feiern, doch die Pandemie zog diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Nun, ein gutes Jahr später, wird uns ein ,,Lohengrin‘‘ zuteil, der – wie so viele kontemporäre Wagner-Inszenierungen – sein Für und Wider hat. Lohnt es sich hierfür wirklich, in die teuren Staatsoper-Karten zu investieren?