Das Erbe des Kolonialismus – Rezension zu „Palestine 36“

Der größtenteils im Westjordanland gedrehte Historienfilm könnte nicht zeitgemäßer sein; erzählerische Schwächen verhindern leider ein Meisterwerk. 

TikTok als Rebellion, Trump als Imperator – Andors Idee von Antifaschismus

Es war einmal vor relativ kurzer Zeit in einer gar nicht so weit, weit entfernten Galaxis. Diese Verschiebung wirkt nicht mehr wie Fiktion, sondern eine Diagnose.

Arco – Studio Ghibli aus Frankreich

Mit jeweils einer Oscar- und Golden Globe-Nominierung zählt Arco wohl zu den meisterwarteten Animationsfilmen des Jahres. Ugo Bienvenu lässt sich dabei für seinen ersten Spielfilm von den ganz Großen inspirieren.

Der Preis des Erfolgs – Rezension zu The Moment

Stroboskoplichter blitzen auf, Bässe wummern markerschütternd. Nach der unendlich scheinenden Erfolgsserie ihres Albums „brat“, meldet sich Charli xcx nun mit einer Mockumentary zurück. 

Allegro Pastell – ein Film ohne Berlinalequalitäten

Adagio gedeckt wäre vielleicht der bessere Titel gewesen. Das zweite Regieprojekt Anna Rollers glänzt hauptsächlich durch seine Beleuchtung. Für einen guten Film reicht das leider nicht.

The Testament of Ann Lee – Ganz viel Potential und ein trauriges Ergebnis

Mona Fastvolds historisches Drama erzählt die „wahre Legende” von Ann Lee, der Gründerin der christlichen Shaker-Sekte. Zwischen kraftvollen Ritualen, Gesang und ganz viel Trauer und Leid gibt es dann aber doch dieses eine große Problem.

In der Querdenker*innen Kommune – Rezension zu Im Umkreis des Paradieses 

In der Nähe der kleinen Stadt Caazapá im Süden Paraguays hat sich eine Gruppe von ausländischen Siedlern niedergelassen. Im El Paraiso Verde leben Europäer*innen, die als Reaktion auf die Corona-Pandemie ihre Heimat verlassen haben.

Die Schatten der Vergangenheit – Rezension zu Nina Roza

Verdrängte Vergangenheit und abgebrochene Beziehungen. Im Berlinale-Film Nina Roza lässt die kanadische Regisseurin Geneviève Dulude-De Celles einen alternden Kurator zu seinen Wurzeln zurückfinden.

Familienfeier und Schwestermord – Kurzrezension zu Günyüzü: Hear the Yellow

Hütten stürzen ein und Katzen verschwinden mysteriös. Alles, was bleibt, ist die Erinnerung an die in Kindstagen verstorbene Schwester. Die Ausgangsbasis von Banu Sivacis neuem Film lädt zum meditativen Spekulieren ein.

Widerstand als Erbe – Eine Rezension zu „When you were young, were you afraid...

Neta ist israelische Jüdin - ihr Partner palästinensischer Moslem. Phoebe Cottam begleitet die älteste Tochter bei ihrem Umzug von Palästina nach Berlin.

Ritualisierter Gehorsam einer suizidalen Nation – Rezension zu AnyMart

Scannen. Verpacken. Einsortieren. Das sind die täglichen Aufgaben des Supermarktkassierers Sakai. Ob diese Monotonie der Menschenseele guttut?

Zwischen Therapie und Kinosessel – Rezension zu „Geheimnisse einer Seele“

Im Jahre 1926 war das bewusste Umsorgen der eigenen „Mental Health“ noch nicht gesellschaftlich verankert. Filmregisseur Georg Wilhelm Pabst wollte dem entgegenwirken und stellt dem Publikum erstmals Methoden der Psychoanalyse vor. 

No Good Ideas – Rezension zu „No Good Men“

Mit einer unausgereiften „All men bad“-Parabel eröffnet die diesjährige Berlinale. Warum die implizierten Themen der eigentlichen Love-Story in den Weg kommen.

Marty Mediocre

Dream Big! Das tut jedenfalls Marty Mauser in Josh Safdies neuem Film Marty Supreme. Die Geschichte interpretiert den American Dream neu, ist aber auf vielen Ebenen leider enttäuschend. 

Hamnet – Die Geschichte hinter dem Meisterwerk

In ihrem neuesten Werk verfilmt die Regisseurin Chloé Zhao die Entstehungsgeschichte des Stückes Hamlet. Dabei erzählt sie von Liebe, Verlust, Natur und der unermesslichen Kraft der Kunst.

Mord aus Mangel an Alternativen: Rezension zu Park Chan-wooks „No Other Choice” 

Park Chan-wook verwandelt die Krise der Arbeitswelt und das brüchige Ego seines Helden in eine zunächst leichtfüßig wirkende, schwarze Komödie, die zunehmend ins Verstörende kippt.

Literarischer Widerstand – Rezension zu Lolita lesen in Teheran

In Lolita lesen in Teheran erzählt Eran Rikli die Geschichte der Professorin Azar Nafisi, die im Iran der 1990er Jahre einen geheimen Lesekreis gründet.

The party must go on! Rezension zu dem israelischen Film „Yes”

Der Film „Yes” präsentiert die Gesellschaft Israels nach dem Schicksalsschlag des 7. Oktober. Die Behandlung des Themas lässt den europäischen Zuschauer dennoch kalt.

Sentimental Value – Wenn Worte nicht weiterhelfen

Was ist Zuhause für uns? Kann es ein Ort sein, oder ist es nicht vielmehr ein Gefühl? Es sind eben jene Fragen, die Joachim Triers neuen Film Sentimental Value unbegreiflich gut machen.

Zwischen Abschiebung und Lieferdiensten – Rezension zu „Souleymanes Geschichte“

Mit dem Drama „Souleymanes Geschichte” beweist der französische Regisseur Boris Lojkine, dass Migration auch menschlich erzählt werden kann.