Familienfeier und Schwestermord – Kurzrezension zu Günyüzü: Hear the Yellow

Hütten stürzen ein und Katzen verschwinden mysteriös. Alles, was bleibt, ist die Erinnerung an die in Kindstagen verstorbene Schwester. Die Ausgangsbasis von Banu Sivacis neuem Film lädt zum meditativen Spekulieren ein.

Widerstand als Erbe – Eine Rezension zu „When you were young, were you afraid...

Neta ist israelische Jüdin - ihr Partner palästinensischer Moslem. Phoebe Cottam begleitet die älteste Tochter bei ihrem Umzug von Palästina nach Berlin.

Ritualisierter Gehorsam einer suizidalen Nation – Rezension zu AnyMart

Scannen. Verpacken. Einsortieren. Das sind die täglichen Aufgaben des Supermarktkassierers Sakai. Ob diese Monotonie der Menschenseele guttut?

Zwischen Therapie und Kinosessel – Rezension zu „Geheimnisse einer Seele“

Im Jahre 1926 war das bewusste Umsorgen der eigenen „Mental Health“ noch nicht gesellschaftlich verankert. Filmregisseur Georg Wilhelm Pabst wollte dem entgegenwirken und stellt dem Publikum erstmals Methoden der Psychoanalyse vor. 

No Good Ideas – Rezension zu „No Good Men“

Mit einer unausgereiften „All men bad“-Parabel eröffnet die diesjährige Berlinale. Warum die implizierten Themen der eigentlichen Love-Story in den Weg kommen.

Hamnet – Die Geschichte hinter dem Meisterwerk

In ihrem neuesten Werk verfilmt die Regisseurin Chloé Zhao die Entstehungsgeschichte des Stückes Hamlet. Dabei erzählt sie von Liebe, Verlust, Natur und der unermesslichen Kraft der Kunst.

Mord aus Mangel an Alternativen: Rezension zu Park Chan-wooks „No Other Choice” 

Park Chan-wook verwandelt die Krise der Arbeitswelt und das brüchige Ego seines Helden in eine zunächst leichtfüßig wirkende, schwarze Komödie, die zunehmend ins Verstörende kippt.

Literarischer Widerstand – Rezension zu Lolita lesen in Teheran

In Lolita lesen in Teheran erzählt Eran Rikli die Geschichte der Professorin Azar Nafisi, die im Iran der 1990er Jahre einen geheimen Lesekreis gründet.

The party must go on! Rezension zu dem israelischen Film „Yes”

Der Film „Yes” präsentiert die Gesellschaft Israels nach dem Schicksalsschlag des 7. Oktober. Die Behandlung des Themas lässt den europäischen Zuschauer dennoch kalt.

Sentimental Value – Wenn Worte nicht weiterhelfen

Was ist Zuhause für uns? Kann es ein Ort sein, oder ist es nicht vielmehr ein Gefühl? Es sind eben jene Fragen, die Joachim Triers neuen Film Sentimental Value unbegreiflich gut machen.

Zwischen Abschiebung und Lieferdiensten – Rezension zu „Souleymanes Geschichte“

Mit dem Drama „Souleymanes Geschichte” beweist der französische Regisseur Boris Lojkine, dass Migration auch menschlich erzählt werden kann.

Der Ehemann, der nie war: Rezension zur neuen Stiller-Verfilmung

Es ist eine Mammutaufgabe, Max Frischs Stiller zu verfilmen. Das zeigt sich einmal mehr in Stefan Haupts neuestem Versuch, den Roman auf die große Leinwand zu bringen. Leider enttäuscht die Adaption.

Von Vampiren, Leichen und Hexen – Die UnAufgefordert Halloween Film- und Serienempfehlungen

Es ist Herbst, das bedeutet, es wird kalt und regnerisch und das wohlig warme Zuhause immer gemütlicher. Eine nette Serie oder ein guter Film als Abendprogramm kommt da gerade recht.

Kafka im deutschen Kino – Der freie Markt verschlingt einen depressiven Autor

Am 23.10. startet Franz K. von Agnieszka Holland bundesweit in den deutschen Kinos. Ein Film, der funktioniert, weil er sich seiner Perversion bewusst ist.

Materialists – Content statt Kunst

2023 schaffte es Celine Song mit Past Lives nicht nur, ein interessantes Beziehungsgespann zwischen ihren drei Hauptfiguren zu erzählen, sondern zudem auch mit Fingerspitzengefühl zwischenmenschliche Interaktionen darzustellen. Zwei Jahre später, am 21. August 2025, kommt Songs zweiter Film Materialist.

Familiäre Hassspirale in Anatolien: Rezension zu „The Things You Kill“

Doppelgänger, vertuschte Geheimnisse und Traumata, welche tief in die Vergangenheit hineinreichen. Narrative Zutaten des Thrillers, an denen sich bereits Genre-Größen wie Brian De Palma oder Roman Polanski abgearbeitet haben. Böse Zungen könnten meinen, der „psychological thriller“ sei auserzählt. Glücklicherweise kommt ab und an ein Film wie „The Things You Kill“ um die Ecke.

„Rave On“: Der schöne Schein der Clubnacht

Beats, Ballern und Berlin. Der deutsche Kinofilm „Rave On“ versucht, eine fiktive Nacht in einem Technoclub auf die Leinwand zu bringen und das Cluberlebnis zu simulieren, mit vielen Höhen und Tiefen.

Einsam Zusammen – der anhaltende Einfluss von „Himmel über Berlin“

Wim Wenders 80. Geburtstag nehmen viele Berliner Kinos zum Anlass, sein Oeuvre rauf und runter zu spielen. „Himmel über Berlin“ ist unwiderruflich mit der Hauptstadt verflochten. Auch nach über 35 Jahren hat der Film seinen Hang zum Kitsch nicht verloren. 
Quelle: a24films.com

Ne Zha 2 – Der Blockbuster, den niemand kennt

Über 2,2 Milliarden US-Dollar Einspielergebnis, der fünfterfolgreichste Film aller Zeiten, der erfolgreichste Animationsfilm überhaupt — diese und noch deutlich mehr Rekorde hat erst dieses...
Quelle: foylefilmfestival.org

Die erdrückende Macht des Vertrauten: Rezension zu „Vermiglio“

„Vermiglio“ erzählt eindringlich und intim vom Alltag einer Südtiroler Familie in den letzten Kriegsmonaten – fernab gängiger Weltkriegsdramen, aber voller subtiler Wucht.