Filmrezension: Hotel Jugoslavija

Hotel Jugoslavija ist ein Film über ein Phantom, das eine ganze Region noch bis heute beschäftigt. Eine Idee, die im Albtraum endete und deren brutales Ende bis heute nicht aufgearbeitet ist - die sozialistische Republik Jugoslawien. Der Film nähert sich diesem Phantom anhand seines Gegenstandes, dem Hotel Jugoslavija

„The other side of the river“ – Ein zutiefst feministischer Film

Der Dokumentarfilm „The other side of the river” erzählt die Geschichte der 19-jährigen Hala, die, um einer arrangierten Ehe zu entfliehen, aus ihrer syrischen...

BERLINALE-KRITIK Zentralflughafen THF: Zwei Welten bekommen Risse

Zentralflughafen THF – Zwei Welten bekommen Risse Der Flughafen – Ein Ort der Durchreise, das Tor zur Welt, zu Orten weit weg von Zuhause. Der...

Rolex, Waffen, Motorroller – Die “Paranzini” erobern Berlin

Die „Paranzini“ von Neapel sind fiktiv und doch real. Für seinen Erfolgsfilm steht Roberto Saviano in der Kritik: Neapels Bürgermeister zufolge ist er unfähig, die Stadt und die Mafia vollständig zu analysieren. Doch obliegt es nicht ihm, über das Phänomen Mafia aufzuklären

„Die Känguru-Verschwörung“ – Eine Schnapspraline?

Das Känguru ist für sein zweites Kinoabenteuer auf die große Leinwand zurückgehüpft. Dieses Mal geht es um alternative Fakten, Fake-News und die ganz große Verschwörungserzählung: dass Kängurus seit Jahrhunderten im Hintergrund die Strippen ziehen. Trotz einiger plumper Kalauer beweist der Film, dass sich deutsche Komödien auch mit gesellschaftlich relevanten Themen befassen können.

Allegro Pastell – ein Film ohne Berlinalequalitäten

Adagio gedeckt wäre vielleicht der bessere Titel gewesen. Das zweite Regieprojekt Anna Rollers glänzt hauptsächlich durch seine Beleuchtung. Für einen guten Film reicht das leider nicht.

Der Ehemann, der nie war: Rezension zur neuen Stiller-Verfilmung

Es ist eine Mammutaufgabe, Max Frischs Stiller zu verfilmen. Das zeigt sich einmal mehr in Stefan Haupts neuestem Versuch, den Roman auf die große Leinwand zu bringen. Leider enttäuscht die Adaption.

Erinnerung gegen die Resignation – politische Biografien in einer dringlichen Gegenwart

Act now – aber wie? Neue Fragen erfordern neue Antworten, doch die Erinnerung an bedeutende Stimmen der Umwelt- und Friedensbewegungen des 20. Jahrhunderts kann auch eine emotionale Funktion erfüllen. Die Figur Petra Kelly verkörperte im Extrem, was heute vielen fehlt.

Angststörung im Friesland

Der kauzig-komische Krimi der ARD „Sörensen hat Angst“ fürchtet sich nicht vor Tristesse und überzeugt vor bedrückender Dorfkulisse.

BERLINALE-KRITIK: Toppen av ingenting

Toppen av ingenting In einem Fitnessstudio irgendwo in Stockholm trainiert eine Frau ihren Bizeps. Auch beim Sport legt Nojet wert auf ihr Äußeres. Ihre Fingernägel...

Ritualisierter Gehorsam einer suizidalen Nation – Rezension zu AnyMart

Scannen. Verpacken. Einsortieren. Das sind die täglichen Aufgaben des Supermarktkassierers Sakai. Ob diese Monotonie der Menschenseele guttut?

Fallende Blätter: Romantische Melancholie im Spiegel der Zeit

Gegenwart und Vergangenheit, Märchen und Realismus, Melancholie und Romantik. Aki Kaurismäkis „Fallende Blätter“ überzeugt mit trockenem Humor, großartiger Chemie zwischen den Hauptdarsteller*innen, klarer Bildsprache...

Paterson – eine Ode an die Poesie des Alltags

Der Regisseur Jim Jarmusch erzählt in seiner Tragikomödie „Paterson“ von dem Leben eines dichtenden Busfahrers und erinnert uns vor allem daran, dass unser Alltag auch Schönheit und Lyrik besitzt.
The Assistant

Abschied von der Work-Life-Balance – Kitty Greens „The Assistant“

Kitty Green nimmt uns in The Assistant mit in das Herz der Finsternis der patriarchalen Unternehmenskultur. Einer der ganz heißen Tipps der diesjährigen Panorama-Sektion!

„Die Chimäre“ von Alice Rohrwacher: Der rote Faden

Das Leben in der Stadt ist für die italienische Regisseurin Alice Rohrwacher nicht so interessant wie das Leben von Menschen auf dem Land. Mit ihrem Film „Die Chimäre“ präsentiert sie eine meditative Reise durch ein fantastisches Italien der Vergangenheit. Was für eine Freude!

Alle Jahre wieder – die 68. Berlinale

Es ist wieder soweit – Vorhang auf für die 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Knapp 400 Filme aus aller Welt erleben in den nächsten 10 Tagen ihre Welt- oder Europapremiere. Ein Überblick zur diesjährigen Berlinale.

Die Wütenden – Les Misérables bei der Französischen Filmwoche

Die französische Auswahl für den Oscar ist ein explosives Sozialdrama, dessen realistische Intensität man nicht so schnell vergessen kann.
CS_001_0108789 Sidney Flanigan stars as Autumn in NEVER, RARELY, SOMETIMES, ALWAYS, a Focus Features release. Credit : Courtesy of Focus Features

„Never rarely sometimes always“

Eliza Hittman erzählt in ihrem mit dem Jury-Preis der Berlinale 2020 ausgezeichneten Film mit großer Sensibilität und ungezügelter Rohheit eine Abtreibungsgeschichte, die beispielhaft, aber niemals schablonenartig daherkommt.

Marty Mediocre

Dream Big! Das tut jedenfalls Marty Mauser in Josh Safdies neuem Film Marty Supreme. Die Geschichte interpretiert den American Dream neu, ist aber auf vielen Ebenen leider enttäuschend. 
©Fredrik Wenzel / Alamode Film

„Triangle of Sadness“: relativistisch statt realistisch

Gender-Clichés, ekelerregender Reichtum, Geldversessenheit, kapitalistische Denkmuster – das alles wird in den 140 minütigen Film „Triangle of Sadness“ gedrängt. Klingt ungemütlich? Ist es auch. Doch durch die Fülle an Themen geht Regisseur Ruben Östlund bei den jeweiligen Kategorien nicht in die Tiefe.