Materialists – Content statt Kunst

2023 schaffte es Celine Song mit Past Lives nicht nur, ein interessantes Beziehungsgespann zwischen ihren drei Hauptfiguren zu erzählen, sondern zudem auch mit Fingerspitzengefühl zwischenmenschliche Interaktionen darzustellen. Zwei Jahre später, am 21. August 2025, kommt Songs zweiter Film Materialist.
CS_001_0108789 Sidney Flanigan stars as Autumn in NEVER, RARELY, SOMETIMES, ALWAYS, a Focus Features release. Credit : Courtesy of Focus Features

„Never rarely sometimes always“

Eliza Hittman erzählt in ihrem mit dem Jury-Preis der Berlinale 2020 ausgezeichneten Film mit großer Sensibilität und ungezügelter Rohheit eine Abtreibungsgeschichte, die beispielhaft, aber niemals schablonenartig daherkommt.

BERLINALE KRITIK: Gewinnerfilm Touch Me Not

BERLINALE KRITIK: Gewinnerfilm Touch Me Not Am Sonntag ging die Berlinale zu Ende: Zehn Tage facettenreichen Kinoprogramms im Stundentakt sind vorüber und die Jury hat ihren...

Einsam Zusammen – der anhaltende Einfluss von „Himmel über Berlin“

Wim Wenders 80. Geburtstag nehmen viele Berliner Kinos zum Anlass, sein Oeuvre rauf und runter zu spielen. „Himmel über Berlin“ ist unwiderruflich mit der Hauptstadt verflochten. Auch nach über 35 Jahren hat der Film seinen Hang zum Kitsch nicht verloren. 

BERLINALE-KRITIK „Damsel“: Leicht feministisch im Abgang

Damsel: Leicht feministisch im Abgang Eine felsige Küste, die Wellen toben und die Sonne versinkt im Nebel. Am Horizont kämpft sich ein kleines hölzernes Paddelboot...
Foto: Davon MacKay/unsplash

Filmkritik „Exil“: Vor dem Gartenzaun ein fremdes Land

Tote Ratten im Briefkasten und ein brennender Kinderwagen vor der Haustür – mysteriöse Vorfälle bringen Xhafers Leben in der deutschen Vorortidylle aus dem Takt. Hat es etwas damit zu tun, dass er Albaner ist? Oder wird er paranoid?

Paterson – eine Ode an die Poesie des Alltags

Der Regisseur Jim Jarmusch erzählt in seiner Tragikomödie „Paterson“ von dem Leben eines dichtenden Busfahrers und erinnert uns vor allem daran, dass unser Alltag auch Schönheit und Lyrik besitzt.

The Testament of Ann Lee – Ganz viel Potential und ein trauriges Ergebnis

Mona Fastvolds historisches Drama erzählt die „wahre Legende” von Ann Lee, der Gründerin der christlichen Shaker-Sekte. Zwischen kraftvollen Ritualen, Gesang und ganz viel Trauer und Leid gibt es dann aber doch dieses eine große Problem.

Angststörung im Friesland

Der kauzig-komische Krimi der ARD „Sörensen hat Angst“ fürchtet sich nicht vor Tristesse und überzeugt vor bedrückender Dorfkulisse.

Netflix Kolumne: Ginny & Georgia – zwischen Rassismuskritik und Highschool

Die Netflix-Serie Ginny & Georgia erzählt - nicht immer frei von Stereotypenreproduktion - die Geschichte von einer jungen Mutter und ihrer jugendlichen Tochter und von den Ups & Downs, die das Leben bereit hält.

Allegro Pastell – ein Film ohne Berlinalequalitäten

Adagio gedeckt wäre vielleicht der bessere Titel gewesen. Das zweite Regieprojekt Anna Rollers glänzt hauptsächlich durch seine Beleuchtung. Für einen guten Film reicht das leider nicht.

BERLINALE-KRITIK: Las Herederas

Las Herederas (übers. „Die Erbinnen“) – Ein Blick auf die Frauen Paraguays oberer Mittelschicht   Dass Rauchen ihr stehen würde, meint Angy zu Chela. Sie antwortet,...

Sentimental Value – Wenn Worte nicht weiterhelfen

Was ist Zuhause für uns? Kann es ein Ort sein, oder ist es nicht vielmehr ein Gefühl? Es sind eben jene Fragen, die Joachim Triers neuen Film Sentimental Value unbegreiflich gut machen.

Fallende Blätter: Romantische Melancholie im Spiegel der Zeit

Gegenwart und Vergangenheit, Märchen und Realismus, Melancholie und Romantik. Aki Kaurismäkis „Fallende Blätter“ überzeugt mit trockenem Humor, großartiger Chemie zwischen den Hauptdarsteller*innen, klarer Bildsprache...

Rezension: „Call me by your name“

Der 4-fach Oscar-nominierte Film, unter anderem in der Kategorie ,,Bester Film" brilliert mit Tiefgang und Weisheit, vor allem aber mit Emotionen. Warum sich dieser Coming- Of-Age-Film lohnt, lest ihr hier.
© Black Bear | Edith Productions | Marfa Peach Company

Neuer Film „Sing Sing“: Die Gedanken sind frei

„Sing Sing“ erzählt eindringlich, wie eine Gefängnistheatergruppe im US-Strafsystem durch Kunst und Gemeinschaft Würde, Hoffnung und Freiheit im Kopf bewahrt – ein berührendes Plädoyer für Menschlichkeit hinter Gittern.

Der Ehemann, der nie war: Rezension zur neuen Stiller-Verfilmung

Es ist eine Mammutaufgabe, Max Frischs Stiller zu verfilmen. Das zeigt sich einmal mehr in Stefan Haupts neuestem Versuch, den Roman auf die große Leinwand zu bringen. Leider enttäuscht die Adaption.

In der Querdenker*innen Kommune – Rezension zu Im Umkreis des Paradieses 

In der Nähe der kleinen Stadt Caazapá im Süden Paraguays hat sich eine Gruppe von ausländischen Siedlern niedergelassen. Im El Paraiso Verde leben Europäer*innen, die als Reaktion auf die Corona-Pandemie ihre Heimat verlassen haben.

Father, Mother, Sister, Brother: Vertraute Fremdheit & Träume vom Skaten

Mit Father, Mother, Sister, Brother hat Jim Jarmusch einen Goldenen Löwen in Venedig eingesackt. Als dramaturgisches Verbindungsglied zwischen drei Erzählsträngen dienen Jarmusch auf den ersten Blick bedeutungslos erscheinende Motive. Sieht ein zweiter Blick vielleicht mehr?

Das Erbe des Kolonialismus – Rezension zu „Palestine 36“

Der größtenteils im Westjordanland gedrehte Historienfilm könnte nicht zeitgemäßer sein; erzählerische Schwächen verhindern leider ein Meisterwerk.