Die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin

Geschrieben von Simon Grimm Berlin, 3. Februar 2012 Kultur, Goldener Bär, roter Teppich und natürlich Prominente: Wie auch in den vergangenen Jahren werden wir an dieser Stelle über die Berlinale berichten. Die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 9. bis zum 19. Februar statt. Als kleinen Vorgeschmack stellten Festivaldirektor Dieter Kosslick und die Leiter der verschiedenen Filmkategorien ihr Programm im Bundespresseamt vor.

Dystopie-Theater an der Charité – Angehende Ärzt*innen prognostizieren eine kranke Zukunft

Dystopien über Gesundheit, Kontrolle und Einheit gibt es wie Sand am Meer. Am 11. Juli hat die Theater-AG der Charité ihr selbstgeschriebenes Stück „Newtopia“ uraufgeführt. Reizvoll, wenn man bedenkt, dass in dieser Dystopie 20 angehende Ärzt*innen auf der Bühne stehen. 

Bento Lamento – Kathrin Weßlings Roman „Nix passiert“

In Kathrin Weßlings zweiten Roman „Nix passiert"  ist der Titel Programm. Die Anlage für ein gelungenes Generationenporträt versumpft im Klischee.

Konklave – Der neue Papst ist Intersex

„Konklave“: Der Thriller des deutschen Regisseurs Edward Berger über einen intergeschlechtlichen Papst trifft den Zeitgeist und könnte damit bei den Oscars abräumen.
Transistion aus Selbstliebe: Gilt für Staaten wie für Menschen

Transition aus Selbstliebe. „Ich bin Linus“ – Buchkritik

Linus Giese und unser Autor haben einiges gemeinsam. Ein Unterschied zwischen ihnen ist jedoch, dass Giese ein Buch geschrieben hat: Über sein Leben als trans Mann.

Familiäre Hassspirale in Anatolien: Rezension zu „The Things You Kill“

Doppelgänger, vertuschte Geheimnisse und Traumata, welche tief in die Vergangenheit hineinreichen. Narrative Zutaten des Thrillers, an denen sich bereits Genre-Größen wie Brian De Palma oder Roman Polanski abgearbeitet haben. Böse Zungen könnten meinen, der „psychological thriller“ sei auserzählt. Glücklicherweise kommt ab und an ein Film wie „The Things You Kill“ um die Ecke.
Kinos sind derzeit geschlossen. Die Leinwände und Sitze bleiben wegen der Corona-Pandemie leer. (Symbolfoto) Foto: Felix Mooneeram/Unsplash

Leere Leinwände, keine Zuschauer: Fünf Fragen an Berliner Kinos

Seit einem Monat sind wegen der Corona-Pandemie Filmvorführungen verboten. Wann und wie werden die Kinos nach dem Shutdown weitermachen? Drohen Schließungen? Die UnAuf hat bei drei Berliner Kinobetreiber*innen nachgefragt.

Samtsessel, Neonlicht, Sudan-Afrikamera 2024: „BELIEVE“

Unter dem diesjährigen Motto „BELIEVE“ lud die Afrikamera an verschiedenen Orten in Berlin mit einer vielseitigen Auswahl an Kurzfilmen, Dokumentationen sowie Kinofilmen aus Afrika dazu ein, globale Narrative zu hinterfragen.

Kulturkolumne: Barrie-Kosky-Revue an der Komischen Oper

Nach zehn äußerst produktiven Jahren beendet der Star-Regisseur Barrie Kosky seine Tätigkeit als Intendant der Komischen Oper. Es wird ein Umbau und das Exil des Ensembles im Schiller-Theater in Charlottenburg folgen. Die Kosky-Ära endet mit einer rasanten Revue, die unter dem Titel ,, Barrie Kosky’s All-Singing, All-Dancing Yiddish Revue‘‘ die Massen an die Behrensstraße lockt. Ein Bericht über einen unvergesslichen Abend.

„Civil War“: Die Jagd nach dem einen Money-Shot

Das aufstrebende Indie-Studio A24 hat es mal wieder geschafft: Civil War ist ein faszinierender, beängstigender Film – inszeniert in einem im Krieg versinkenden Amerika.
First Cow

Da steht ‘ne Kuh auf ‘nem Floß – Kelly Reichardts „First Cow“

Nach ihrem Triptychon Certain Women erforscht Kelly Reichardt in First Cow den einsetzenden Kapitalismus des amerikanischen Westens anhand einer Männerfreundschaft.

Zu Gast im Gefängnis

Im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals (ILB) gab es dieses Jahr auch Lesungen in Berliner Justizvollzugsanstalten. Dort stellte unter anderem die Autorin Ronya Othmann ihren für den Deutschen Buchpreis 2024 nominierten Roman „Vierundsiebzig“ vor.
Kronleuchter

Drama, Baby: Rote Rosen

Unsere Autorin Malin hat sich mit Maria Stuart einen Theaterklassiker am Düsseldorfer Schauspielhaus angeschaut. Laura Linnenbaums Inszenierung wirft bei ihr die Frage auf, was der Klassikerstatus von Theaterstücken eigentlich heute noch bedeutet. Vorhang auf für Folge 7: Rote Rosen
Mittwochspils in Norwegen (Bergen). Foto: Nora Therese Witt

Kolumne: In einem Wort

Trotz einer Vielzahl von Möglichkeiten fehlen im Deutschen manchmal die Worte. Glücklicherweise finden sich noch 6.000 anderen Sprachen auf der Welt, um sie zu suchen – die Worte, die in einem alles sagen. Diesmal: Onsdagspils.

Georg Schareggs „Kulturrevolution“ im Theaterdiscounter

Wohin bewegt sich eine Gesellschaft der im Zuge der Digitalisierung die Arbeit ausgeht? Das fragt sich im Theaterdiscounter Georg Scharegg und ruft in seinem neuen Stück die „Kulturrevolution" aus.

Feminist Friday Periode 11: Glatt und glücklich?

Auch wenn der Friday ja mittlerweile themenpolitisch anders besetzt ist - der Feminist Friday der UnAuf ist zurück! Diese Woche geht es um glatte Frauenbeine und einen kleinen Selbstversuch
the salt of tears

Tränen der Enttäuschung bei „Le sel des larmes“

Lieben und Leiden eines jungen Mannes inszeniert von einer Ikone der Nouvelle Vague, Philippe Garrel - nichts Neues in Frankreich.

Silent Sun of Russia – ein Film über die junge Generation in Russland

Silent Sun of Russia ist ein erschütternd ehrlicher Film, ein Film voller visueller Metaphern und ästhetischer Aufnahmen, die beinahe vergessen lassen, dass es sich...

Kultur-Kolumne: „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen

Das Publikum freut sich nach langer Wartezeit und ist gespannt für einen großen Klassiker in eindrücklicher Atmosphäre: der "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal vor dem Salzburger Dom.

Moira Grohé: „Menschen ansprechen funktioniert am besten über Film, Kunst und Emotionen.“

Im August diesen Jahres ist Drehbeginn des feministischen Kurzfilmprojekts „Obsession“ der 24- jährigen Schauspielerin und Filmemacherin Moira Grohé. Mit UnAuf hat Moira über ihre Motivation hinter dem Projekt gesprochen, Film und Feminismus gesprochen.