Drama, Baby: Brüste und Eier
Wann geht es denn los? Das Licht ist noch an und die Schauspielerin auf der Bühne hinterfragt den Kinderwunsch. Warum das und die Anspielung auf Brustimplantate ein wiederhallendes intimes Moment beim Publikum schafft, erfuhr unsere Kolumnistin Malin in der Bühnenfassung von Mieko Kawakamis Roman Brüste und Eier.
„Die Känguru-Verschwörung“ – Eine Schnapspraline?
Das Känguru ist für sein zweites Kinoabenteuer auf die große Leinwand zurückgehüpft. Dieses Mal geht es um alternative Fakten, Fake-News und die ganz große Verschwörungserzählung: dass Kängurus seit Jahrhunderten im Hintergrund die Strippen ziehen. Trotz einiger plumper Kalauer beweist der Film, dass sich deutsche Komödien auch mit gesellschaftlich relevanten Themen befassen können.
Tender is the Steel: the oppressive beauty of SLVA’s brutalist vision of tomorrow’s fashion
Man and machine share an undeniable bond of creator and creation. Though modern inventions, such as the enigma that AI represents for many, blur the lines of this once self-evident relationship. The emerging, sustainable fashion-brand SLVA/Selva Huygens tackles these questions by envisioning one version of our future, in which we wear our broken-down cars and technology.
Über Nasen und unsere Furcht vor der Hässlichkeit
Hilal Moshtaris Buch “Hässlichkeit” ist erschienen. Darin setzt sie sich mit gesellschaftlichen Normen der Ästhetik auseinander. Eine Lesung dieses Werkes fand am 13. September...
Leben im Zwiespalt: Normalität und Verfolgung
In der Ausstellung des Museums in Schöneberg wird die jüdische Erfahrung zwischen Alltag und der drückenden Realität der Verfolgung behandelt. Ein Spagat zwischen Normalität und zunehmender Ausgrenzung.
Spiel um Teilhabe: Inklusion und das Gesellschaftsstück
Wer spielt hier eigentlich mit wem? Menschen mit Beeinträchtigung erobern die Bühnen des ersten Arbeitsmarktes. Und richten den Scheinwerfer auf ein scheinheiliges Publikum.
Kulturkolumne: Grisebach, Gauguin und Grosz
Eine Stärke der Berliner Kulturlandschaft ist zweifelsohne ihre Vielfalt. Wo in anderen Städten die großen staatlichen Museen den Ton des Kunst-Diskurses angeben, gibt es in Berlin Kunst auch in vielen anderen und unterschiedlichen Konstellationen zu sehen. In der dieswöchigen Kulturkolumne geht es um Kunst, genauer um drei verschiedene Ausstellungen, die mindestens eins miteinander gemeinsam haben: alle drei fangen mit ‚G‘ an.
Das Ganze ist das Überarbeitete
Seit eineinhalb Jahren zeigt die Berliner Schaubühne „Bad Kingdom“ von Regisseur Falk Richter und füllt damit immer noch den Saal. Dabei bekommt man darin wirklich nichts anderes zu sehen als schlechte Szenen. Dass es inhaltlich um die Unmöglichkeit geht, heute gute Kunst zu machen und ein schlechtes Schauspiel nur die performative Konsequenz ist, macht es nicht automatisch gut. Statt sich wirklich an den Bruchlinien unserer Zeit abzuarbeiten, bietet das Stück nur geistloses Gejammer und statt guter Fragmente einen schlechten Aufruf zur Besinnung aufs Ganze.
Filmkritik: Booksmart
Mit Booksmart liefert Olivia Wilde eine tolle Teenie-Komödie, in der es um mehr geht als die erste Liebe. Eine rasante Fahrt durch eine Nacht, die man so schnell nicht mehr vergessen wird
„This is how the news should sound.“ – „The Daily“ von NYT
Nachdem er den ersten Podcast der Welt ausgegraben hat, macht sich unser Autor nun auf die Suche nach dem erfolgreichsten. In den USA wird er vermeintlich fündig. Was macht „The Daily“ von der New York Times so besonders?
Mord aus Mangel an Alternativen: Rezension zu Park Chan-wooks „No Other Choice”
Park Chan-wook verwandelt die Krise der Arbeitswelt und das brüchige Ego seines Helden in eine zunächst leichtfüßig wirkende, schwarze Komödie, die zunehmend ins Verstörende kippt.
Kulturkolumne: ,,Kunst’’ im Berliner Ensemble
Das Stück ,,Kunst‘‘ von Yasmin Reza feierte schon am 31.12.2017 im Berliner Ensemble seine Premiere. Das Theater am Schiffbauerdamm zeigt es immer noch. Das kommt nicht von ungefähr – und doch: hat ein kontemporäres Stück nach vier Jahren nicht schon vollkommen an Aktualität verloren?
Arbeiten und nicht verzweifeln – Heiner Müllers „Herzstück“ am Gorki-Theater
14 Zeilen ist das „Herzstück“ von Heiner Müller nur lang. Sebastian Nübling inszeniert am Gorki-Theater daraus eine absurd-komische Inszenierung über Arbeit in der modernen Gesellschaft. Das ist hochunterhaltsam und kurzweilig, auch wenn die Erkenntnisse über den Menschen im kapitalistischen System vorhersehbar bleiben.
Back to Black: Amy Winehouse – Sex, Drugs and Jazz
Mikrofon, dicker Eyeliner und extravagante Hochsteckfrisur. Seit dem 11. April gewährt das zuvor schon kontrovers diskutierte Amy Winehouse-Biopic „Back to Black“ von Sam Taylor-Johnson...
Elena Dorn von Art Aid Auction: „Es kommt nie genug Geld für humanitäre Initiativen...
Elena Dorn studiert Kunst in Berlin und möchte mit ihren Bildern und denen ihrer Mitstudierenden einen Spendenanreiz schaffen. Dafür hat sie 2021 via Instagram die Pop-Up-Auktion „Art Aid Auction“ ins Leben gerufen, um Geld für humanitäre Zwecke zu sammeln: Erst Afghanistan – jetzt Ukraine – und dann wer weiß? Mit UnAuf hat sie über ihr Projekt gesprochen.
„Whose Is This Song?“ – erstaunliche Geschichte eines Liedes aus Südosteuropa
Musik kann Menschen zusammenbringen, aber kann sie sie auch teilen? Am 3. August organisierte die Sprach- und Kulturbörse der TU Berlin eine Filmvorführung von „Whose Is This Song?“. Danach folgte eine Diskussion mit Experten aus dem Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO).
GNTM 2021: Auch Sexismus wird diverser
In der neuen Staffel von Germany’s next Topmodel sind die Kandidatinnen wie jedes Jahr noch schöner, noch diverser und noch selbstbewusster. Fragt sich, wann endlich nur noch die Begleitgetränke hochprozentig sind – und nicht mehr die Quoten. Eine Glosse
Silent Sun of Russia – ein Film über die junge Generation in Russland
Silent Sun of Russia ist ein erschütternd ehrlicher Film, ein Film voller visueller Metaphern und ästhetischer Aufnahmen, die beinahe vergessen lassen, dass es sich...
Horrorthriller „Speak No Evil”: Warum Filmfestivals das Beste sind
Bereits vor zwei Jahren lief die dänische Vorlage mit gleichem Titel auf dem in mehreren deutschen Städten stattfindenen Fantasy Filmfest. Dieses Jahr eröffnet die...
Transformation zum Täter
Am 24. April begehen alljährlich weltweit Menschen den Tag des Gedenkens an den Völkermord von 1915 an den Armeniern im damaligen Osmanischen Reich. In Deutschland geschieht dies nahezu unbemerkt vom Großteil der Bevölkerung.






















