Turbulence in deep space

New wavex _ vakuum mag

New wavex widmet sich ganz der zeitgenössichen Kunst und Subkultur. Unsere Autorin Natalia stellt euch vibrierende, inspirierende und talentierte junge Künstler:innen, Kollektive und andere freie und unabhängige Kunstschaffende vor — die new wave.
Illustration Netflix

„Live, Work, POSE!“ –  New Yorks Ball Culture auf Netflix

Zunehmend gewinnen Personen, die nicht weiß, heteronormativ oder Cisgenders sind, an Sichtbarkeit in Stremingdiensten und Online-Mediatheken. Heraus sticht dabei die Dramaserie Pose, die von der New Yorker Ballroom Community der späten 1980er bis 1990er Jahre handelt. Mit einem Cast aus mehrheitlich trans Personen überzeugt sie dabei durch Authentizität und starke Charaktere. 

Elena Dorn von Art Aid Auction: „Es kommt nie genug Geld für humanitäre Initiativen...

Elena Dorn studiert Kunst in Berlin und möchte mit ihren Bildern und denen ihrer Mitstudierenden einen Spendenanreiz schaffen. Dafür hat sie 2021 via Instagram die Pop-Up-Auktion „Art Aid Auction“ ins Leben gerufen, um Geld für humanitäre Zwecke zu sammeln: Erst Afghanistan – jetzt Ukraine – und dann wer weiß? Mit UnAuf hat sie über ihr Projekt gesprochen.

Spiel um Teilhabe: Inklusion und das Gesellschaftsstück

Wer spielt hier eigentlich mit wem? Menschen mit Beeinträchtigung erobern die Bühnen des ersten Arbeitsmarktes. Und richten den Scheinwerfer auf ein scheinheiliges Publikum.

Immersive Ausstellungen – Eine instagramable Konstellation der Kunst

Darüber, welchen Sinn Kunst verfolgt, kann lange diskutiert werden. Bei immersiven Ausstellungen kommt diese Frage aus einer neuen Perspektive auf. Denn anders als in Kunstmuseen werden hier keine Originalwerke vorgestellt. Stattdessen liegt hier der Fokus auf die Neuinterpretation der alten Werke und auf der Selfiekultur.

Von Masken und Menschen

Mit „Deine kalten Hände“ liegt nun der dritte Roman der Südkoreanerin Han Kang, Autorin des Meisterwerks „Die Vegetarierin“, auf Deutsch vor. Sie erzählt von einem Künstler, der hinter die Oberfläche der Menschen dringt, indem er Gipsabdrücke ihrer Körper nimmt.
Quelle: foylefilmfestival.org

Die erdrückende Macht des Vertrauten: Rezension zu „Vermiglio“

„Vermiglio“ erzählt eindringlich und intim vom Alltag einer Südtiroler Familie in den letzten Kriegsmonaten – fernab gängiger Weltkriegsdramen, aber voller subtiler Wucht.

Kulturkolumne: Silvesterkonzert des DSO im Tempodrom

Zum Jahreswechsel sieht sich jede Kulturinstitution der Stadt in der Pflicht, dem musik-, theater- und opernhungrigen Publikum ein Angebot zu machen, das an Strahlkraft mit dem Feuerwerk dieser Nacht konkurrieren kann. Gewonnen hat bei dem Wettkampf um die beste Veranstaltung in diesem Jahr das Deutsche Sinfonieorchester, das zusammen mit Artisten und Artistinnen des Circus Roncalli im Tempodrom eine mitreißende und liebenswürdige Weihnachtsrevue dargeboten hat.

Kulturkolumne: Rückblick auf ein kulturelles Wochenende

Es gibt Wochenenden, da ballen sich in den Terminkalendern der Kulturinteressierten der Hauptstadt die Termine auf ganz besondere Weise. Eins dieser Wochenenden war das vorvergangene, an dem sich nicht nur an Schaubühne und Berliner Ensemble die Vorhänge hoben, sondern auch die Paper Positions Messe mit dem Gallery Weekend zusammenfiel. Ein Rückblick.

Moira Grohé: „Menschen ansprechen funktioniert am besten über Film, Kunst und Emotionen.“

Im August diesen Jahres ist Drehbeginn des feministischen Kurzfilmprojekts „Obsession“ der 24- jährigen Schauspielerin und Filmemacherin Moira Grohé. Mit UnAuf hat Moira über ihre Motivation hinter dem Projekt gesprochen, Film und Feminismus gesprochen.
Kronleuchter

Drama, Baby: Der schlechte Ruf

Die Kolumne unserer Autorin Malin Kraus wirft einen Blick auf und hinter die Kulissen der Gegenwartsdramatik. In der heutigen Folge: Der schlechte Ruf
First Cow

Da steht ‘ne Kuh auf ‘nem Floß – Kelly Reichardts „First Cow“

Nach ihrem Triptychon Certain Women erforscht Kelly Reichardt in First Cow den einsetzenden Kapitalismus des amerikanischen Westens anhand einer Männerfreundschaft.

„Das Haus Dazwischen“- Gentrifizierung trifft auf junges Musiktheater

Die Problematik rund um Gentrifizierung und Wohnraummangel ist aktueller denn je. Doch die Debatte rund um den urbanen Lebensraum ist nicht nur ein modernes Phänomen. Das sieht man im Musiktheaterstück „Das Haus Dazwischen“, komponiert von Spoliansky und unter der Regie von Anna Weber.
©Fredrik Wenzel / Alamode Film

„Triangle of Sadness“: relativistisch statt realistisch

Gender-Clichés, ekelerregender Reichtum, Geldversessenheit, kapitalistische Denkmuster – das alles wird in den 140 minütigen Film „Triangle of Sadness“ gedrängt. Klingt ungemütlich? Ist es auch. Doch durch die Fülle an Themen geht Regisseur Ruben Östlund bei den jeweiligen Kategorien nicht in die Tiefe. 

„Schönheit und Schmerz“ – Die Entdeckung der Langsamkeit

Leopold Federmair lebt seit Jahren in Japan. Mit Schönheit und Schmerz legt er eine Sammlung von Prosa-Miniaturen vor. Poetische Beschreibungen von Natur und Menschen, die die Zeit stillstellen. 
Springen für den Chef: Herzstück am Gorki-Theater. © Ute Langkafel MAIFOTO

Arbeiten und nicht verzweifeln – Heiner Müllers „Herzstück“ am Gorki-Theater

14 Zeilen ist das „Herzstück“ von Heiner Müller nur lang. Sebastian Nübling inszeniert am Gorki-Theater daraus eine absurd-komische Inszenierung über Arbeit in der modernen Gesellschaft. Das ist hochunterhaltsam und kurzweilig, auch wenn die Erkenntnisse über den Menschen im kapitalistischen System vorhersehbar bleiben. 

Buchrezension: „Vom Glück zu reisen“

Für viele gilt: Reisen ist der Inbegriff von Freiheit und Glück. Nie zuvor stand uns die Welt so offen wie heute und doch fällt es zunehmend schwerer, uns zu entscheiden, was wir von ihr sehen wollen – oder sogar müssen. In seinem Buch „Vom Glück zu reisen“ berichtet Philipp Laage von der Suche nach dem Paradies, Selbstfindungstrips und der lauernden Gefahr der Einsamkeit

Kulturkolumne: ,,Der fliegende Holländer‘‘ an der Staatsoper Unter den Linden

Zum Ende der gegenwärtig laufenden Spielzeit legt die Staatsoper Unter den Linden ihre Holländer-Inszenierung aus dem Jahr 2013 wieder auf. Zehn Jahre nach der Uraufführung befriedigt diese Inszenierung die heimlichsten Wünsche des Berliner Opernpublikums auf bisher ungekannte Weise.

Der Ehemann, der nie war: Rezension zur neuen Stiller-Verfilmung

Es ist eine Mammutaufgabe, Max Frischs Stiller zu verfilmen. Das zeigt sich einmal mehr in Stefan Haupts neuestem Versuch, den Roman auf die große Leinwand zu bringen. Leider enttäuscht die Adaption.

Nackte Blicke aus der Ferne

Das C/O Berlin versammelt in der Ausstellung Love einen umfangreichen Nachlass des chinesischen Künstlers Reng Hang. Die provokanten, surreal, aber auch träumerischen Fotografien erzählen von einer Rebellion gegen das chinesische Regime.