Endstation: Tramlinie 12

Wir machen uns auf den Weg ans Ende unserer Welt. Zurückbleiben bitte! Heute: Mit der Tram 12 nach Weißensee, Pasedagplatz. Alle 20 Minuten rattert die...

Hardcore – kein besonders guter Film

Hardcore war kein besonders guter Film. Aber er war ab 18, und ich war es nicht. Was also machen? Nachdem ich bei Django Unchained als 15-Jähriger mit Mamas Erlaubniszettel kläglich gescheitert war, musste diesmal ein anderer Plan her. Nur blöd, dass es Sommer und 20 Grad im Schatten war - mit Verkleidung wäre ich zerflossen. Meine geheime Hoffnung: in der Menge meiner drei volljährigen Freunde ginge ich schon unter, da vermutet doch keiner einen kleinen 17-Jährigen, der auch cool sein möchte. An der Kinokasse angekommen hatte ich bereits einen Plan B im Kopf. So oder so würde es heute zum Regelbruch kommen.
Feminist Friday

Feminist Friday Periode 16: Das Patriarchat im digitalen Seminarraum

"Wir schaffen die Zoom-Hand ab und reden einfach drauflos!", lädt uns der Dozent ein. Was einfach klingt, ist es in Wahrheit aber gar nicht. Am Versuch, eine freiere Diskussion zu schaffen, werden die patriarchalen Strukturen sichtbar, die Frauen* schweigen lassen.

Non-binär: „Ich bin alles auf einmal, und gleichzeitig nichts davon”

Während seines Erasmus Auslandsaufenthalts in Paris hat Neo seine wahre Identität entdeckt. Von Nichtbinarität und davon, wie es ist, sich als trans Mann zu identifizieren, erzählt er im Interview mit UnAuf:

Berlin für Uncoole #5: Der Vulva-Abdruck

Ich bin neu in Berlin und höchstens mittelmäßig cool. Ich möchte die weniger betont lässigen Seiten der Stadt erkunden. Diesmal: Ein Vulva-Abdruck

Der Sound der Gastarbeiter*innen: „Liebe, D-Mark und Tod”

Von Protestliedern aus den 60ern bis zu wütenden Rap-Songs der Enkelgeneration: Cem Kaya nimmt  in seinem Dokumentarfilm „Liebe, D-Mark und Tod“ einen Abriss über die Musik türkischen Gastarbeiter*innen vor.  Bemerkenswert an dem Film ist die gekonnte Verbindung zu Fragen rund um Identität, Protest und Solidarität.

Einfach göttlich

Die Geschichte um Thebens betrogenen Feldherr Amphitryon und dessen Gemahlin Alkmene ist mindestens so alt, wie erfolgreich. Im Laufe der Zeit wurde sie vielfach adaptiert, unter anderem von Rotrou und Kleist. Sie bietet sowohl Raum für tragische, als auch komische Formen der Inszenierung.

Warten und Träumen und dann einfach tun

Filme begleiten uns durchs Leben und wer kennt ihn nicht: Diesen einen Film, der einen nach Jahren immer noch verfolgt. Ganz im Zeichen der Berlinale erzählen unsere Redakteur*innen ihre Lieblingsfilmgeschichten. Den Anfang macht Annika mit dem Film "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty", der ihr eine Lebensphilosophie mitgegeben hat.
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„Stress ist eine Illusion“ – Eine Heilerin im Porträt

Elia arbeitet in einem Berliner Verlag. Doch schon bald wird sich alles ändern. Denn: Sie möchte sich als Heilerin selbstständig machen.
Doppelmoral Sprache

Doppelmoral von Sprache: Do you speak English?

Unsere Autorin stellte früh fest, der Wert ausländischer Sprachen bemisst sich oft an dem ökonomischen Kapital, das Ausländer nach Deutschland bringen. Gedanken über die Doppelmoral, die an Sprachen angelegt wird
Foto: George Pagan/ unsplash.com

Shadowbanning: Die Schattenseiten von Instagram

Neben Urlaubsfotos sind auf Instagram immer öfter auch Aktivistinnen zu finden. Doch diese sind oft von Shadowbanning betroffen. Darüber und ob man die Plattform wieder verlassen kann hat UnAuf mit Elli, Aktivistin und Gründern von @blackinwhitefamily, gesprochen.

Schneeballsysteme: Ich bin ein Millionär!

In unter einem Jahr eine Million Euro verdienen, das scheint bei Schneeballsystemen möglich. Unsere Autorin hat sich eine solche Veranstaltung angeschaut und war einen Abend lang Millionärin

Der Kampf um das Recht zum Studieren in Frankreich: Das „Sans-facs“ (dt. „ohne-Fakultät“) Kollektiv...

„Studieren ist ein Recht und kein Privileg“ – so lautet der Protest-Slogan des „Sans-facs“ Kollektivs, das zusammen mit dem französischen Studierendenverband „UNEF“ vor dem Hauptgebäude der Université Paris Nanterre für ihr Recht zum Studieren kämpft. In ganz Frankreich demonstrieren Studienanwärter*innen seit 2020 vor zahlreichen Unis für ihr Bildungsrecht. Ihnen geht es um den Anspruch auf Studienbildung, der seit 2018, durch die Einführung des selektiven Bewerbungsportals Parcoursup, erschwert bis verhindert wird. Woran richtet sich die Kritik der „Sans-facs“ und worin unterscheidet sich das französische zu dem deutschen Universitätssystem? 
Feminist_Friday

Feminist Friday: Prismen unter Beleuchtung

Der Begriff Intersektionalität wird mittlerweile in feministischen Diskursen und den Sozialwissenschaften regelrecht jongliert. Was dahinter steckt und welches Potenzial intersektionaler Feminismus hat. 
Migrantischer Arbeitsethos

Kapitalismus: Migrantischer Arbeitsethos

Viele Menschen mit Migrationsgeschichte lernen von klein auf, dass sie nur dann ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft sind, wenn sie ihr durch ihre Produktivität nützlich sind. Viele entwickeln davon ausgehend ein ungesundes Verhältnis zu Arbeit und beruflichem Erfolg. Ein Essay
Illustration: Jens Jeworutzki

Podiumsdiskussion: „World Wide Rechts – Wie Rechte in sozialen Netzwerken agieren“

Am 7.12.2020 findet im Rahmen unseres Inlandsprojektes eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „World Wide Rechts - Wie Rechte in sozialen Netzwerken agieren" statt. Mit dabei sind u.a. Natascha Strobl, Till Eckert und Janine Patz. Alle wichtigen infos findet Ihr hier.

„Letzte Generation”: Krisensitzung an der HU

Während am 25. Januar manche HU-Student*innen sich ab 19 Uhr eher Richtung Feierabend bewegten, besuchten einige von ihnen den Vortrag der „Letzten Generation“. Unsere Autorin Pia Wieners war vor Ort, um sich einen Eindruck zu verschaffen. 
Foto: Christian Wiediger/ unsplash.com

Kidfluencer: Wenn die Eltern die Chefs sind

Bei Kidfluencer werden schon im jungen Alter oft große Teile des Lebens preisgegeben. Die Kinder haben oft wenig bis keinen Einfluss auf die Inhalte und befinden sich in einem gefährlich geschäftlichen Verhältnis zu ihren Eltern.

T2 Trainspotting – Nicht mehr ganz so junge Helden

„Chose life. Entscheide dich für das Leben, für Facebook, Twitter, Instagram und hoffe, dass es irgendwen irgendwo interessiert. Entscheide dich dafür, alte Flammen zu suchen und wünsche dir, du hättest damals alles anders gemacht. Entscheide dich dafür zuzusehen, wie die Geschichte sich wiederholt. Entscheide dich für deine Zukunft. Chose life.“

Kaygı – Basierend auf einem türkischen Albtraum

Was Sie sehen ist die Wahrheit. Was Sie hören ist die Wahrheit.“ ist das Motto des türkischen Nachrichtensenders, für den die junge Hasret arbeitet. Ab dem Moment, in dem sie das moderne Bürogebäude betritt, sind Zweifel und Kritik verboten. „Wenn du kritisieren willst, dann solltest du vielleicht lieber Kolumnen schreiben“, ist die Antwort auf ihre wiederkehrende Skepsis. Aber Hasret schreibt keine Kolumnen, sie editiert und schneidet die Voiceovers der Reden der einflussreichsten Politiker des Landes und hat damit die Macht, die Wahrheit neu zu erfinden.