Körperwelten-Ausstellung: Das Geschäft mit dem Tod
Rurik von Hagens Arbeit fängt da an, wo das Leben anderer aufhört. Er leitet die Körperwelten-Ausstellung und erweckt Tote zum Leben
Universalsprachen: „Can everybody hear me?“
Geschrieben von Benjamin Knödler
Berlin, 23. Januar 2013
Der kleine Raum im Lichthof der Humboldt-Universität ist voll und heiß. Viele Menschen haben am Abend des 7. Januars 2013 den Weg zur Ausstellung der Kleinen Humboldt Galerie gefunden. Die Ausstellung trägt den Titel "Universalsprachen“. Es ist ein erstaunlich bunt gemischtes Publikum, das sich an diesem Abend zusammen gefunden hat: ältere und jüngere Typen von Künstlern und auch Freunde von Kunst und Künstlern.
Yusuf, der Slammer
Yusuf Rieger ist noch recht neu an der HU und in Berlin, aber fast schon ein alter Hase beim Poetry Slam. Neben seinem Studium schreibt er täglich an seinen Texten für die Bühne.
Die Sprache der Nazis begleitet uns bis heute
Die Deutschen sind stolz auf ihre Erinnerungskultur. Dabei wird ihr seit längerer Zeit vorgeworfen, dass sie das Gedenken lediglich inszeniert. Hat die Erinnerungskultur in Deutschland versagt, oder weisen diese Vorfälle nur auf eine wichtige Baustelle der deutschen Erinnerungskultur hin, die lange Zeit vernachlässigt wurde: die Sprache?
Viceroy’s House – Liebe im geteilten Indien
1947, Delhi. Indien hat sich friedlich in die Unabhängigkeit gekämpft und doch scheint es sich nicht einen zu können. Das Vereinte Königreich entsendet einen Vizekönig, Lord Mountbatten und seine Familie, um das Land schrittweise in die Selbstherrschaft zu übergeben. Die muslimische Minderheit will jedoch nicht friedlich mit den Hindus und Sihks zusammenleben. Viele von ihnen wollen ihren eigenen Staat, Pakistan – das „Land der Reinen“.
Helsinki, die Sonne geht auf
Ein alter Finne und ein junger Syrer sitzen in einem Sushi-Restaurant in Helsinki. Das ist nicht der Anfang eines schlechten Witzes. Das ist eine Szene aus einem Film, mehr noch, aus einem Meisterwerk. „Toivon tuolla puolen“ von Aki Kaurismäki ist der beste Film der diesjährigen Berlinale.
„Stress ist eine Illusion“ – Eine Heilerin im Porträt
Elia arbeitet in einem Berliner Verlag. Doch schon bald wird sich alles ändern. Denn: Sie möchte sich als Heilerin selbstständig machen.
Return to Montauk – Der Ort ganz am Ende
Für die Premiere seines neusten Buches reist der Autor Max Zorn nach New York. Seine Lebensgefährtin Clara hat die Veröffentlichung in den USA mit vorbereitet und wartet dort bereits auf ihn. In seinem Roman geht es um das Scheitern einer Liebe zu einer anderen Frau. In New York angekommen, erinnert sich Max an die Frau von damals. Rebecca ist mittlerweile erfolgreiche Anwältin und erst nach einigem Zögern stimmt sie einem Wiedersehen mit Max zu. Zusammen fahren sie nach Montauk, der Ort, an dem sie damals „Weltmeister im Glücklichsein“ waren.
Erasmus bei den Sch’tis: Chaleur humaine
Für meine Wohnungssuche in Lille wende ich mich an eine flüchtige Partybekanntschaft. Kann sich daraus eine Freundschaft entwickeln?
Berlin für Uncoole #2: Beim Fesselworkshop die Seele baumeln lassen
Ich bin neu in Berlin und höchstens mittelmäßig cool. Ich möchte die weniger betont lässigen Seiten der Stadt erkunden. Diesmal: Ein Fesselworkshop.
Leben in zehn Metern Höhe
Der Protest der Aktivist*innen im Hambi hat sich ausgezahlt: Der Wald darf bleiben, zumindestvorerst. Die erfolgreichen Besetzer*innen sagen: Reichtum und Besitz dürfen keine Rechtfertigung für Umweltzerstörung sein. Unser Autor hatte sie bereits im Juni in ihren Baumhäusern im Hambacher Forst besucht
Kaygı – Basierend auf einem türkischen Albtraum
Was Sie sehen ist die Wahrheit. Was Sie hören ist die Wahrheit.“ ist das Motto des türkischen Nachrichtensenders, für den die junge Hasret arbeitet. Ab dem Moment, in dem sie das moderne Bürogebäude betritt, sind Zweifel und Kritik verboten. „Wenn du kritisieren willst, dann solltest du vielleicht lieber Kolumnen schreiben“, ist die Antwort auf ihre wiederkehrende Skepsis. Aber Hasret schreibt keine Kolumnen, sie editiert und schneidet die Voiceovers der Reden der einflussreichsten Politiker des Landes und hat damit die Macht, die Wahrheit neu zu erfinden.
Die neuen Leiden des jungen K.
Kevin ist 31 Jahre alt und hatte noch nie eine Beziehung: Er sucht Hilfe bei den „Absoluten Beginnern”. Und wie gehen andere Männer mit dem Gefühl um, Zurückweisung zu erfahren?
On Body and Soul – Was haben wir heute Nacht geträumt?
Nacht für Nacht treffen sich Hirsch und Hirschkuh mitten im Wald. Er, der nur selten aufschaut und sonst sein prächtiges Geweih senkt, um an das Gras unter dem Eis zu gelangen. Sie, scheu und fast starr im Schnee. Außer der Stille ist da nur ihr behutsames Atmen. Nacht für Nacht treffen sich Mària und Endre am selben Ort und im selben Traum.
Ein (unscheinbares) Zeichen gegen den Terror: Der Goldene Riss des Breitscheidplatzes
Ein unauffälliger, goldener Riss zwischen grauen Granitplatten. Was es mit dem Mahnmal am Breitscheidplatz auf sich hat und warum dieses einen Diskurs um eine...
Schatten ins Licht: Bildung dekolonisieren
Die Stundenpläne sind voll und wir werden immer wissender, vermeintlich sogar zu Wissenden. Doch unsere Bildung entspricht lediglich einer Perspektive: einer europäischen. Das muss sich dringend ändern.
Feminist Friday: Gefährliche Selbstoptimierung im Selfcare-Mantel
Das Streben nach Verbesserung ist ein fester Bestandteil der menschlichen Existenz – auf Social Media verliert die kollektive Darstellung von stetiger Selbstoptimierung in den letzten Jahren jedoch immer mehr an Realitätsbezug. Wie irreführend und überzogen solche Ansprüche schnell werden können, und wie vor allem Frauen unter dem Druck dieser Erwartungen leiden, zeigt der neueste virale Hashtag.
Lunchbox
Mit einem speziell zubereiteten Gericht will Ila (Nimrat Kaur) das Interesse ihres untreuen Ehemanns zurückgewinnen. Wie viele andere Mumbaier Ehefrauen kocht sie ihrem Mann jeden Tag ein Mittagessen, das in Lunchboxen quer durch die Stadt transportiert und an seinen Arbeitsplatz geliefert wird.
Freier Fluss der Ideen im House of Workshops
Yoga, Conscious Dance, veganes Dinner und Wein - ein elitäres Berliner-Bubble-Klischee. Das junge Kollektiv openflowstudios arbeitet für zwischenmenschliche Verbundenheit statt Profit und Profilierung.
Hier ist viel...
Endstation: Tramlinie 12
Wir machen uns auf den Weg ans Ende unserer Welt. Zurückbleiben bitte! Heute: Mit der Tram 12 nach Weißensee, Pasedagplatz.
Alle 20 Minuten rattert die...




















