Sterben: Womöglich einer der besten aktuellen Filme aus Deutschland
Der Berlinale-Wettbewerbsfilm „Sterben“ handelt, anders als es sein vielleicht etwas provokanter Titel vermuten lässt, eigentlich genauso vom Leben in aller seiner Tragik und Hoffnungslosigkeit....
BERLINALE-KRITIK: Die defekte Katze – „Perfekt ist scheiße, Maman“
Die defekte Katze – „Perfekt ist scheiße, Maman“
Der Film „Die defekte Katze“ von Regisseurin Susan Gordanshekan aus der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ handelt von...
Tu me abrasas auf der Berlinale: Pavese, Sappho und die Kettensäge
In dem mit einfachsten Mitteln produzierten Essayfilm Tu me abrasas (You burn me) des argentinischen Regisseurs Matías Piñeiro geht es an der Oberfläche um die antike lesbische Lyrikerin Sappho und den italienischen Schriftsteller Cesare Pavese. Untergründig ist er ein Lehrstück über die Komplexität von Leben, Lieben und Literatur – und gegen die Verlockung der allgegenwärtigen Simplifizierungen.
Josef Hader im Interview mit der UnAufgefordert
„Immer wenn ich sage, was ich denke, ist schlechte Stimmung.” Der österreichische Kabarettist, Autor, Schauspieler und neuerdings auch Regisseur Josef Hader feiert im diesjährigen Berlinale Wettbewerb mit „Wilde Maus“ sein Regiedebüt. Er selbst spielt die Hauptrolle Georg Endl. Mit der UnAuf sprach Josef Hader über seine Studienzeit, Leidenschaften, die Komik und den Wahnsinn in die „Wilde Maus“.
Viceroy’s House – Liebe im geteilten Indien
1947, Delhi. Indien hat sich friedlich in die Unabhängigkeit gekämpft und doch scheint es sich nicht einen zu können. Das Vereinte Königreich entsendet einen Vizekönig, Lord Mountbatten und seine Familie, um das Land schrittweise in die Selbstherrschaft zu übergeben. Die muslimische Minderheit will jedoch nicht friedlich mit den Hindus und Sihks zusammenleben. Viele von ihnen wollen ihren eigenen Staat, Pakistan – das „Land der Reinen“.
Quiet emotional – „My Salinger Year“ eröffnet die 70. Berlinale
Philippe Falardeau's „My Salinger Year" ist eine Hommage an die Literaturszene und das alte New York. Mit dem Eröffnungsfilm der 70. Berlinale ging niemand ein Wagnis ein.
Es war einmal in Deutschland – Humor hilft
Frankfurt am Main, 1946. Hitler ist tot, aber sie leben noch. David Bermann und seine jüdischen Freunde träumen vom Leben in Amerika. Um das nötige Geld für die Überfahrt zu besorgen, brauchen sie eine gute Idee. Was benötigen die Deutschen jetzt am dringendsten? Wäsche. Zusammen wollen sie das Wäsche-Geschäft von Davids Eltern wiederbeleben. Mit sehr viel Einfallsreichtum wickeln sie ihre Kundschaft um den Finger. Das Geschäft läuft. Doch die Vergangenheit ist nicht vergessen.
Easy Love #berlinalekritik
Regisseur Tamer Jandali setzt in „Easy Love“ den Biografien seiner Laiendarsteller*innen ein Denkmal – ein großes Problem seines Kinodebüts. 88 Minuten werden die Probleme seiner Millenialprotagonist*innen erörtert, leider nicht mit der nötigen Distanz, die „Easy Love“ zu einem kritischen Porträt der Generation Y gemacht hätte
Der Alman in dir (und mir?) – Visar Morinas „Exil“
Visar Morinas Exil bietet einen spannenden Beitrag zur ‘Alman’-Debatte, spielt dabei aber gewaltig mit dem Feuer.
Matt and Mara: Akademiker ohne Ausdruck
Matt (Matt Johnson) und Mara (Deragh Campbell) sind beide Autoren und Freunde aus Studienzeiten. Ihre Wege kreuzen sich wieder, als sie an einer Universität in Kanada, vermutlich in Toronto, zufällig zu Arbeitskollegen werden.
Da steht ‘ne Kuh auf ‘nem Floß – Kelly Reichardts „First Cow“
Nach ihrem Triptychon Certain Women erforscht Kelly Reichardt in First Cow den einsetzenden Kapitalismus des amerikanischen Westens anhand einer Männerfreundschaft.
Hao Ji Le – Von der Schönheit eines betonierten Frühlings
Nur noch die Kräne künden von einem Fortschritt, an dem hier niemand mehr glaubt. Der Regen hat sämtliches Leben aus dieser namenlosen Millionenstadt irgendwo im Süden Chinas gewaschen. Inmitten von streunenden Hunden, leeren Straßen und lieblos hochgezogener Betonbauten nehmen sich die Neonlichter der Internet-Cafés und Clubs wie Irrlichter aus. In dieser von Liu Jian geradezu spröde gezeichneten Welt ist es da nicht verwunderlich, von welchem Licht sich die Menschen, wie Fliegen angelockt, verbrennen lassen: Ein Koffer mit Geld.
BERLINALE-KRITIK Zentralflughafen THF: Zwei Welten bekommen Risse
Zentralflughafen THF – Zwei Welten bekommen Risse
Der Flughafen – Ein Ort der Durchreise, das Tor zur Welt, zu Orten weit weg von Zuhause. Der...
Extremely Loud and Incredibly Close (Extrem laut und unglaublich nah)
Geschrieben von Sara Schurmann
Berlin, 12. Februar 2012
Oskar Schell begibt sich auf eine Aufklärungsmission. Der Neunjährige sucht in ganz New York nach dem Schloss für einen Schlüssel, den er in einem Umschlag bei den Sachen seines verstorbenen Vaters gefunden hat. Und hofft dabei, eine letzte Verbindung zu ihm zu finden. Sein Vater kam am 11. September 2001 bei den Terroranschlägen auf das World Trade Center ums Leben.
Die Berlinale: Zahlen, Fakten, Daten
Geschrieben von Caspar Schwietering
Berlin, 11. Februar 2012
Immer mehr Sektionen mit unterschiedlichen Preisen, prämiert von verschiedenen Jurys - Mit den Jahren ist das System der Festspiele recht unübersichtlich geworden. Wir stellen Euch die verschiedenen Sektionen vor und informieren darüber, wie man an Karten kommt.
Berlinale: Die Kraft der universellen Mütterlichkeit in „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush”
Eine besorgte Mutter will ihren Sohn befreien, der in Guantánamo einsitzt. Die Frau aus Bremen Hemelingen schließt sich mit einem Anwalt zusammen und zieht bis vor den Supreme Court der Vereinigten Staaten. Andreas Dresen erzählt in seinem vierten Berlinale-Film die wahre Geschichte um Murat Kurnaz, um staatliche Willkür und politisches Kalkül. Das hierbei Humor eine zentrale Rolle spielt, funktioniert erstaunlich gut.
Das Ringen um Macht in „High Ground“
Australischer ‘Western’ verhandelt Perspektiven von Aborigines und weißen Siedlern mit viel Gewalt und Emotionen. Die schwierige Thematik wird zum Spiel um Loyalität zwischen komplexen Protagonisten.
Das Beste zum Schluss
Geschrieben von Franziska Sedlbauer
Berlin, 19. Februar 2012
Am gestrigen Abend fand die feierliche Abschlussgala der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt. Anke Engelke war Gastgeberin der Veranstaltung im Berlinale Palast am Potsdamer Platz. Zum Finale der Berlinale wurden unter anderem die Gewinner des Goldenen und der Silbernen Bären in der Sektion Wettbewerb bekanntgegeben.
Berlinale: „Sonne“ – ein Coming-of-Age-Film, der tiefer geht?
Yesmin ist in Österreich geboren und trägt Hijab. Als sie und ihre Freunde ein Musikvideo in Burkas drehen, wächst aus einem anfänglichen Spaß die Frage nach Identität und toxischer Aneignung. Kurdwin Ayubs Film Sonne zeigt die schwere Zerreißprobe einer jungen Österreicherin mit Migrationshintergrund, die zwischen ihrem Traditionsbewusstsein und der scheinbaren Offenheit ihrer Freundinnen zerrieben wird.
Berlinale: Danke für das Glitzersakko – Ulrich Seidls „Rimini“
In den Hotelburgen Riminis stapeln sich Stühle. Der Saal ist freigeräumt für Richie Bravo, seines Zeichens Schlagerstar. Sein Glitzersakko mag ein bisschen angestaubt sein, aber eigentlich ist doch alles cool beim Richie. Er trinkt zu viel und bringt ältere Frauen nach dem Gelegenheitssex um ihr Geld. Wäre da nicht noch seine Tochter, die ihn mit seinem miserablen Leben konfrontiert.




















