Von Caligari zu Hitler
Kinofilme in den „Goldenen Zwanzigern“ handelten von Tyrannei, Manipulation und Gewalt. Zeichnete sich auf der Leinwand ab, was keine zehn Jahre später im Nationalsozialismus Realität wurde? „Von Caligari zu Hitler“ ist der filmische Versuch einer Aufarbeitung des deutschen Kinos und der Frage „Hat es Hitler vorhergesehen?“
Die Ungehaltenen
Die Eltern sind vor vielen Jahren nach Deutschland eingewandert, die Kinder hier geboren und aufgewachsen. Eine Generation, die nicht weiß, wo sie hingehört und auf ihrer Suche danach keine Ruhe findet. Das Theaterstück „Die Ungehaltenen“ nach dem gleichnamigen Roman bringt die Wut und Ängste dieser Menschen auf die Bühne.
Die Besonderheit des Durchschnittlichen
"Stoner" ist ein außergewöhnlicher Roman – und das nicht nur, weil er ursprünglich schon 1965 veröffentlicht wurde. Autor John Williams macht aus einem durchschnittlichen Menschen einen ganz besonderen. Eine Leseempfehlung für alle, die auf der Suche nach einem Buch über das Leben sind.
Junge Filmemacher suchen Europas Grenzen
Aufbrechen, Ankommen, Mobilität, Migration – es sind diese flüchtigen Themen, die die Kurzfilme des Europe-Unlimited-Filmfestivals zu fassen versuchen. Junge Filmemacher zeigten Mitte November in...
Diplomatie
Volker Schlöndorffs "Diplomatie" lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Befehl, Disziplin, Pflicht, Verantwortung. Schlöndorffs cineastische Inszenierung des gleichnamigen Theaterstücks von Cyril Gély ist mitreißend und schlüssig. Doch am Ende des Films erfolgen gleich zwei Befehlsverweigerungen.
20.000 Days on Earth
Es ist Morgen - der Wecker klingelt. Ein Tag im Leben von Nick Cave beginnt. Es ist der fiktive zwanzigtausendste. Der Musikpoet blickt in den Spiegel. Wer ist er? Wer sind wir?
L‘ enlèvement de Michel Houellebecq
Wo war der französische Schriftsteller Michel Houellebecq im September 2011? Damals war der Skandalautor - er machte sich nicht zuletzt einen Namen durch islamophobe Aussagen und stark sexualisierte Passagen in seinen Romanen - für einige Tage nicht auffindbar. Die Presse rätselte über seinen Verbleib: Hatten Islamisten ihn geschnappt, weil er sagte „die dümmste Religion ist der Islam?“ War ihm der Trubel um seine Person zu viel, brauchte er einfach einige Tage eine Auszeit? Hatte er sich umgebracht?
The Monuments Men
Die Aufgabe, vor der George Clooney bei der Verwirklichung seines nun auf der Berlinale präsentierten Filmes stand, war ebenso monumental, wie dessen Titel schon vermuten ließ: Für "The Monuments Men" schrieb Clooney als Co-Autor das Drehbuch, führte Regie, wirkte als Co-Produzent und war zugleich Hauptdarsteller. Der Film, der in Zusammenarbeit mit den Filmstudios Babelsberg größtenteils in Deutschland gedreht und produziert wurde, basiert auf wahren Gegebenheiten und greift die Geschichte von rund 350 ganz besonderen alliierten Soldaten im Zweiten Weltkrieg auf.
Love Is Strange
George (Alfred Molina) und Ben (John Lithgow) sind seit 39 Jahren ein Paar. Als die beiden Männer nach Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe in New York heiraten, verliert George seinen Job als Musiklehrer an der katholischen Saint Grace Academy. Wenig später muss das Paar die gemeinsame Wohnung in Chelsea verlassen. Auf der Suche nach einem neuen Zuhause bezieht George das Sofa eines befreundeten Polizistenpaares, während „Uncle Ben“ sich in dem Zimmer seines pubertierenden Großneffen Joey (Charlie Tahan) einquartiert.
The Grand Budapest Hotel
“The Grand Budapest Hotel“ eröffnet die 64. Berlinale mit einem Paukenschlag. Wes Anderson entwirft ein märchenhaftes Kuriositätenkabinett mit Schauspielern, die auf einzigartige Art und Weise Tragik und Komik so zu vereinigen wissen, dass der Zuschauer mit einem melancholischen Schmunzeln zurückbleibt.
Lunchbox
Mit einem speziell zubereiteten Gericht will Ila (Nimrat Kaur) das Interesse ihres untreuen Ehemanns zurückgewinnen. Wie viele andere Mumbaier Ehefrauen kocht sie ihrem Mann jeden Tag ein Mittagessen, das in Lunchboxen quer durch die Stadt transportiert und an seinen Arbeitsplatz geliefert wird.
Liebesbriefe an Adolf Hitler
Die Briefe beginnen meist mit einem zärtlichen "Lieber Adili..." und enden mit einem treuen "Heil Hitler!". Ist es Wahn? Paranoia? Liebe? Viele Fragen wirft die ca. 90-minütige szenische Lesung "Liebesbriefe an Adolf Hitler. Briefe in den Tod" auf.
Humboldt Lab Dahlem Probebühne 3
Museen sind häufig langweilig. Das Ethnologische Museum in Dahlem bildet da leider keine Ausnahme. Die meisten Besucher gehen an den Ausstellungsstücken vorbei, wie man üblicherweise die BZ durchblättert: Man schaut sich die Bilder an, streift die Überschriften und wenn man fertig ist, kann man sich eigentlich an nichts erinnern. Das soll anders werden.
Hamlet
Hamlets Welt ist aus den Fugen geraten: Der Vater, König von Dänemark, ist vor Kurzem gestorben, die Mutter schon wieder neu vermählt, ausgerechnet mit Hamlets Onkel. Er selbst ist erbost über diese Heirat und vollkommen überwältigt von der Trauer um seinen Vater.
Einfach göttlich
Die Geschichte um Thebens betrogenen Feldherr Amphitryon und dessen Gemahlin Alkmene ist mindestens so alt, wie erfolgreich. Im Laufe der Zeit wurde sie vielfach adaptiert, unter anderem von Rotrou und Kleist. Sie bietet sowohl Raum für tragische, als auch komische Formen der Inszenierung.
Die Bücherverbrennung in Berlin 1933
Die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 lässt sich nicht so einfach in die großen Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes einordnen. Vielmehr waren es die Studierenden selbst, die das tragische historische Ereignis vom 10. Mai 1933 durchführten. Am 8. Mai 2013 um 19 Uhr wurde im Foyer der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin die Ausstellung “Die Bücherverbrennung in Berlin 1933. Voraussetzungen, Wirkungen, Folgen“ unter dem Motto “Wer weiterliest, wird erschossen...“ eröffnet.
Nachtzug nach Lissabon
Geschrieben von Anna Balmes
Berlin, 18. März 2013
Melancholische Klaviermusik erklingt gleich zu Beginn von "Nachtzug nach Lissabon“. Sie untermalt eine Szenerie, wie sie klischeebehafteter nicht sein könnte: Ein Mittfünfziger in einem form- und farblosen, schlecht sitzenden Sakko starrt durch die Gläser seiner klobigen Brille angestrengt auf ein Schachbrett- allein der Gegner fehlt in diesem Spiel. Als der Protagonist mit den etwas zu langen, bereits ergrauten Haarsträhnen durch sein tristes Apartment schlurft, dessen einziges herausstechendes Merkmal die zahllosen überfüllten Bücherregale sind, ist dem aufmerksamen Zuschauer längst klar: Dieser Mensch ist einsam.
Don Jon’s Addiction
Geschrieben von Susanna Ott
Berlin, 16. Februar 2013
Jon Martello ist ein Aufreißer. Wenn er in einen Club geht, begrüßen seine Freunde ihn mit "Don", für Frauen hat er eine Bewertungsskala von eins bis zehn. Regelmäßig nimmt er eine Acht oder Neun mit nach Hause – nur eine Zehn ist ihm noch nicht begegnet.
Die Wohnung
Geschrieben von Sandra Malter
Berlin, 15.Februar 2013
70 Jahre lang hat Gerda Tuchler mit ihrem Ehemann in einer Wohnung in Tel Aviv gelebt, nachdem sie im Zweiten Weltkrieg vor dem Holocaust aus Deutschland geflohen waren. Die Wohnung gleicht einem Stück Berlin mitten in Israel. Sie ist zugleich Anfangs- als auch Endpunkt des Dokumentarfilms "Die Wohnung" (The Flat).
Les Misérables
Geschrieben von Miriam Nomanni
Berlin, 08. Februar 2013
,,Do you hear the people sing? Singing the song of angry men?" - Ja, man hört sie laut und deutlich, die Elenden aus ,,Les Misérables". Die neueste filmische Adaption des Musicals, das auf dem historischen Roman ,,Die Elenden" von Viktor Hugo aus dem Jahr 1862 beruht, glänzt auf der Berlinale 2013 durch eine brillante Überführung des Bühnenstoffs auf die Leinwand.












