Junge Filmemacher suchen Europas Grenzen

Aufbrechen, Ankommen, Mobilität, Migration – es sind diese flüchtigen Themen, die die Kurzfilme des Europe-Unlimited-Filmfestivals zu fassen versuchen. Junge Filmemacher zeigten Mitte November in...

„Schönheit und Schmerz“ – Die Entdeckung der Langsamkeit

Leopold Federmair lebt seit Jahren in Japan. Mit Schönheit und Schmerz legt er eine Sammlung von Prosa-Miniaturen vor. Poetische Beschreibungen von Natur und Menschen, die die Zeit stillstellen. 

Back to Black: Amy Winehouse – Sex, Drugs and Jazz

Mikrofon, dicker Eyeliner und extravagante Hochsteckfrisur. Seit dem 11. April gewährt das zuvor schon kontrovers diskutierte Amy Winehouse-Biopic „Back to Black“ von Sam Taylor-Johnson...

Don Jon’s Addiction

Geschrieben von Susanna Ott Berlin, 16. Februar 2013 Jon Martello ist ein Aufreißer. Wenn er in einen Club geht, begrüßen seine Freunde ihn mit "Don", für Frauen hat er eine Bewertungsskala von eins bis zehn. Regelmäßig nimmt er eine Acht oder Neun mit nach Hause – nur eine Zehn ist ihm noch nicht begegnet.

Lots of Pictures und mehr – Eduardo Paolozzi in der Berlinischen Galerie

Lots of Pictures – Lots of Fun lautet der Titel der großen Einzelschau in der Berlinischen Galerie des in Edinburgh geborenen Eduardo Paolozzi (geb. 1924 – 2005). Dieser mag hierzulande nicht so ein populärer Vertreter des Pop Art wie Andy Warhol oder der Brite Richard Hamilton sein, dennoch ist er kein unbekannter Name der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

„Auf der Suche nach der gestohlenen Zeit”: Ole Nymoen stellt sein neues Buch vor

Wer stiehlt unsere Zeit? Der Kapitalismus, sagt Ole Nymoen. Bei der Lesung von “Auf der Suche nach der gestohlenen Zeit” diskutiert er die Frage, wie Menschen ihre Zeit verbringen und wer daran verdient.

Get Well Soon – The Scarlet Beast O‘ Seven Heads

Geschrieben von Philipp Sickmann Berlin, 15. September 2012 Es kommt nicht oft vor, dass Musiker auf ihren Alben Weltuntergang, Melancholie und Klassik neben Diskomusik der achtziger Jahre, Roland Emmerich und italienische Horrorfilme stellen. Noch seltener ist es, dass sich eine solch abenteuerliche Mischung aus Pop- und Hochkultur auf nur ein Konzeptalbum komprimiert wird. Multiinstrumentalist und Komponist Konstantin Gropper hat einen solchen Versuch im neuen Album seiner Ein-Mann-Gruppe "Get Well Soon" unternommen – und wem ist dies eher zuzutrauen als jemandem, den die britische Musikzeitschrift New Musical Express einst als "German wunderkind" betitelte, der so sagenhafte Alben wie die EP "Against the Glaciation" ablieferte und der selbst einem Roxette-Song Tiefe verleihen konnte?

Marty Mediocre

Dream Big! Das tut jedenfalls Marty Mauser in Josh Safdies neuem Film Marty Supreme. Die Geschichte interpretiert den American Dream neu, ist aber auf vielen Ebenen leider enttäuschend. 

Zwischen den Gängen ist es dunkel

Am Abend, wenn die letzten Kunden gehen, dimmt Vorarbeiter Rudi (Andreas Leupold) das Licht, legt Johann Strauss‘ "An der schönen blauen Donau" in den CD-Player und wünscht eine schöne Nachtschicht. Guten Abend, Großmarkt. Die ersten Takte erklingen aus den Lautsprechern und die Gabelstapler beginnen ihre Pirouetten zu drehen wie Eiskunstläufer. Es ist ein Genuss zu sehen, wie Regisseur Thomas Stuber dem scheinbar Banalen berührende Bilder abverlangt.
Shirley

Der Wahnsinn der Normalität „Shirley“ – von Josephine Decker

Nach dem hervorragenden Madeline’s Madeline legt Josephine Decker mit „Shirley" nochmal eine Schippe drauf. Schon jetzt eines der Highlights des Kinojahres 2020. 
Persian Lessons

Ein Jude und ein Nazi plaudern Kauderwelsch – „Persian Lessons“

Humor und Drama halten sich gekonnt die Waage. „Persian Lessons" ist ein starker Film über den unglaublichen Überlebenswillen in einem NS-Arbeitslager.

Die Bücherverbrennung in Berlin 1933

Die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 lässt sich nicht so einfach in die großen Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes einordnen. Vielmehr waren es die Studierenden selbst, die das tragische historische Ereignis vom 10. Mai 1933 durchführten. Am 8. Mai 2013 um 19 Uhr wurde im Foyer der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin die Ausstellung “Die Bücherverbrennung in Berlin 1933. Voraussetzungen, Wirkungen, Folgen“ unter dem Motto “Wer weiterliest, wird erschossen...“ eröffnet.

Hamlet

Hamlets Welt ist aus den Fugen geraten: Der Vater, König von Dänemark, ist vor Kurzem gestorben, die Mutter schon wieder neu vermählt, ausgerechnet mit Hamlets Onkel. Er selbst ist erbost über diese Heirat und vollkommen überwältigt von der Trauer um seinen Vater.

Rezension: „The Florida Project“

„The Florida Project“ erzählt von Menschen, die am Rande des Existenzminimums leben. Nicht von oben herab, sondern von ganz nah dran, aus den Augen der kleinen Moonee, herausragend gespielt von Brooklynn Price. Sie alle leben im Magic Castle, einem heruntergekommenen Motel, dessen fliederfarbene Pastelligkeit selbst vor den Bordsteinkanten keinen Halt macht.

Liebesbriefe an Adolf Hitler

Die Briefe beginnen meist mit einem zärtlichen "Lieber Adili..." und enden mit einem treuen "Heil Hitler!". Ist es Wahn? Paranoia? Liebe? Viele Fragen wirft die ca. 90-minütige szenische Lesung "Liebesbriefe an Adolf Hitler. Briefe in den Tod" auf.

Jugend ohne Gott – Die Bühne wird zur Echokammer

Horváths Jugend ohne Gott lädt zu stumpfen Parolen ein. Eine Einladung, die das Deutsche Theater dankend annimmt. Hier steht das Stück auch diese Spielzeit wieder auf dem Programm und rührt die Werbetrommel gegen Faschismus.
Exil

Der Alman in dir (und mir?) – Visar Morinas „Exil“

Visar Morinas Exil bietet einen spannenden Beitrag zur ‘Alman’-Debatte, spielt dabei aber gewaltig mit dem Feuer.

Fallende Blätter: Romantische Melancholie im Spiegel der Zeit

Gegenwart und Vergangenheit, Märchen und Realismus, Melancholie und Romantik. Aki Kaurismäkis „Fallende Blätter“ überzeugt mit trockenem Humor, großartiger Chemie zwischen den Hauptdarsteller*innen, klarer Bildsprache...

Rolex, Waffen, Motorroller – Die “Paranzini” erobern Berlin

Die „Paranzini“ von Neapel sind fiktiv und doch real. Für seinen Erfolgsfilm steht Roberto Saviano in der Kritik: Neapels Bürgermeister zufolge ist er unfähig, die Stadt und die Mafia vollständig zu analysieren. Doch obliegt es nicht ihm, über das Phänomen Mafia aufzuklären
Quelle: foylefilmfestival.org

Die erdrückende Macht des Vertrauten: Rezension zu „Vermiglio“

„Vermiglio“ erzählt eindringlich und intim vom Alltag einer Südtiroler Familie in den letzten Kriegsmonaten – fernab gängiger Weltkriegsdramen, aber voller subtiler Wucht.