Einfach göttlich

Die Geschichte um Thebens betrogenen Feldherr Amphitryon und dessen Gemahlin Alkmene ist mindestens so alt, wie erfolgreich. Im Laufe der Zeit wurde sie vielfach adaptiert, unter anderem von Rotrou und Kleist. Sie bietet sowohl Raum für tragische, als auch komische Formen der Inszenierung.

Junge Filmemacher suchen Europas Grenzen

Aufbrechen, Ankommen, Mobilität, Migration – es sind diese flüchtigen Themen, die die Kurzfilme des Europe-Unlimited-Filmfestivals zu fassen versuchen. Junge Filmemacher zeigten Mitte November in...
Cupertino Silicon Valley

„Was das Valley Denken nennt“: Sie lieben nur sich selbst

Der Literaturwissenschaftler Adrian Daub in seinem im Suhrkamp-Verlag erschienenen Sachbuch "Was das Valley Denken nennt" den Versuch unternehmen, das Silicon Valley auf sein philosophisches Fundament hin zu untersuchen. In welcher Welt leben die Macher von Paypal, Uber und Co?

Gespenster aus Deutschland

Enttäuschte Geister und verzweifelte Doktoren: Die „Handliche Bibliothek der Romantik“ im Secession Verlag öffnet mit einer Auswahl deutscher Gespenstergeschichten. Jede Erzählung ist eine Heimsuchung, eine Stimme, die nicht verstummen kann.

Der Ehemann, der nie war: Rezension zur neuen Stiller-Verfilmung

Es ist eine Mammutaufgabe, Max Frischs Stiller zu verfilmen. Das zeigt sich einmal mehr in Stefan Haupts neuestem Versuch, den Roman auf die große Leinwand zu bringen. Leider enttäuscht die Adaption.

Lektüre für dunkle Stunden – Die UnAufgefordert-Buchtipps für den Herbst

Wenn das Laub von den Bäumen fällt und der Regen gegen die Fensterscheiben klopft, ist es vielleicht mal wieder Zeit, ein (gutes) Buch in die Hand zu nehmen.

Marty Mediocre

Dream Big! Das tut jedenfalls Marty Mauser in Josh Safdies neuem Film Marty Supreme. Die Geschichte interpretiert den American Dream neu, ist aber auf vielen Ebenen leider enttäuschend. 

Humboldt Lab Dahlem Probebühne 3

Museen sind häufig langweilig. Das Ethnologische Museum in Dahlem bildet da leider keine Ausnahme. Die meisten Besucher gehen an den Ausstellungsstücken vorbei, wie man üblicherweise die BZ durchblättert: Man schaut sich die Bilder an, streift die Überschriften und wenn man fertig ist, kann man sich eigentlich an nichts erinnern. Das soll anders werden.

Das Spiel der Massen

Gamescom 2018 Wenn die gamescom ruft, herrscht Ausnahmezustand. Bahnen platzen aus allen Nähten und Hotels sind bereits Wochen im Voraus ausgebucht. Mehrere hunderttausend Gamer*innen aus...
Copyright: Koch Films

Suburra – Rambazamba in Rom

Morgens geht Filippo Malgradi ins Parlament. Er trägt dann einen dunklen Anzug und er geht schnell, schneller als alle anderen, als die Touristen und Journalisten, die an dem kleinen Hügel gemächlich über das krumme Kopfsteinpflaster spazieren. Malgradi (Pierfrancesco Favino) muss an ihnen vorbei in den Palazzo Montecitorio. Malgradi ist hier eine wichtige Persönlichkeit. Er ist Politiker. Er hat einen klaren Auftrag und der kommt vom Volk.

Die Liebe des Peter Trawny

Der Geliebte ist immer ein Anderer. In seinem neuen Buch „Philosophie der Liebe” erkundet der Philosoph Peter Trawny das größte aller Gefühle. Atemlos, staunend und ohne den Anspruch jemals anzukommen.

„Sorry, Baby”: Ein Traumafilm, der nicht ins Schema passt

In ihrem Debütfilm „Sorry, Baby” erzählt Eva Victor von einem sexuellen Übergriff und der mühsamen Rückkehr in den Alltag.

Humboldt-Galerie: Eine Ausstellung auf Namenssuche

Welcher Titel wird am Ende stehen? Das überlässt die Kleine Humboldt-Galerie den Besuchern, die angehalten sind, den gemeinsamen Nenner der Arbeiten von insgesamt vier Künstlerinnen zu finden. Bis zum 25. Juli können die Besucher die Ausstellung im Hauptgebäude besuchen und ihre Titelvorschläge hinterlegen

Barbara

Geschrieben von Caspar Schwietering Berlin, 14. Februar 2012 In der ersten Szene von Christian Petzolds Film "Barbara" ist die Essenz des ganzen Films bereits enthalten. Die Kinderärztin Babara Wolf (Nina Hoss) steigt aus einem Bus und setzt sich auf eine Bank vor der kleinen Kinderklinik in der mecklenburgischen Provinz. Dabei wird sie von dem Chefarzt André (Ronald Zehrfeld) und dem Hauptmann der Staatssicherheit, Klaus Schütz (Rainer Bock), beobachtet. Dieser setzt André auf die aus Berlin strafversetzte Barbara an. Schütz findet es trotzig wie Babara da sitzt, doch der Zuschauer sieht in ihrem Verhalten nicht Trotz, viel eher Stolz und er sieht auch wie André dieser Stolz gefällt.
The Batman Plakat

Der neueste Eintrag ins DC-Filmuniversum – Matt Reeves’ „The Batman“

Superheld*innenfilme haben bereits seit Jahren Hochkonjunktur. Zumeist muss die Welt vor irgendeiner großen Bedrohung gerettet werden, was in der Regel in einer riesigen CGI-Schlacht mündet. Da ist es umso erfreulicher, wenn zur Abwechslung ein Experiment gewagt wird.

Female Pleasure – Rezension

Barbara Millers rückt in ihrem Dokumentarfilm #Female Pleasure die unterschiedlichsten Arten sexueller Unterdrückung in den Fokus. Leider bleibt es dabei, die Unterdrückung und nicht die tatsächliche Auslebung weiblichen Vergnügens zu besprechen
Foto: Davon MacKay/unsplash

Filmkritik „Exil“: Vor dem Gartenzaun ein fremdes Land

Tote Ratten im Briefkasten und ein brennender Kinderwagen vor der Haustür – mysteriöse Vorfälle bringen Xhafers Leben in der deutschen Vorortidylle aus dem Takt. Hat es etwas damit zu tun, dass er Albaner ist? Oder wird er paranoid?

Die Antike ist wieder zurück – Der Antiquity Slam im Neuen Museum

Im Neuen Museum präsentierten erstmals Wissenschaftler aus altertumswissenschaftlichen Disziplinen wie der Kunstgeschichte, Archäologie oder Philologie im Rahmen des Antiquity Slams einem Publikum auf unterhaltsame Weise ihre Forschungsergebnisse.

Zwischen den Gängen ist es dunkel

Am Abend, wenn die letzten Kunden gehen, dimmt Vorarbeiter Rudi (Andreas Leupold) das Licht, legt Johann Strauss‘ "An der schönen blauen Donau" in den CD-Player und wünscht eine schöne Nachtschicht. Guten Abend, Großmarkt. Die ersten Takte erklingen aus den Lautsprechern und die Gabelstapler beginnen ihre Pirouetten zu drehen wie Eiskunstläufer. Es ist ein Genuss zu sehen, wie Regisseur Thomas Stuber dem scheinbar Banalen berührende Bilder abverlangt.

Buchrezension: „Vom Glück zu reisen“

Für viele gilt: Reisen ist der Inbegriff von Freiheit und Glück. Nie zuvor stand uns die Welt so offen wie heute und doch fällt es zunehmend schwerer, uns zu entscheiden, was wir von ihr sehen wollen – oder sogar müssen. In seinem Buch „Vom Glück zu reisen“ berichtet Philipp Laage von der Suche nach dem Paradies, Selbstfindungstrips und der lauernden Gefahr der Einsamkeit