Diplomatie
Volker Schlöndorffs "Diplomatie" lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Befehl, Disziplin, Pflicht, Verantwortung. Schlöndorffs cineastische Inszenierung des gleichnamigen Theaterstücks von Cyril Gély ist mitreißend und schlüssig. Doch am Ende des Films erfolgen gleich zwei Befehlsverweigerungen.
SSIO will „Alles oder Nix“ – Ein selbsternannter maskuliner Rap-Gott steigt zur linken Ikone...
Alle hören SSIO. Dabei pisst der Goldkettenträger mit maskuliner Attitüde auf unser aller Köpfe – entgegen jeglicher Moral. Oder?
Barbara
Geschrieben von Caspar Schwietering
Berlin, 14. Februar 2012
In der ersten Szene von Christian Petzolds Film "Barbara" ist die Essenz des ganzen Films bereits enthalten. Die Kinderärztin Babara Wolf (Nina Hoss) steigt aus einem Bus und setzt sich auf eine Bank vor der kleinen Kinderklinik in der mecklenburgischen Provinz. Dabei wird sie von dem Chefarzt André (Ronald Zehrfeld) und dem Hauptmann der Staatssicherheit, Klaus Schütz (Rainer Bock), beobachtet. Dieser setzt André auf die aus Berlin strafversetzte Barbara an. Schütz findet es trotzig wie Babara da sitzt, doch der Zuschauer sieht in ihrem Verhalten nicht Trotz, viel eher Stolz und er sieht auch wie André dieser Stolz gefällt.
„Der Junge und der Reiher“ – Miyazakis letzter Film für das Studio Ghibli?
Am 04. Januar startet der, in Japan und Nordamerika auf Platz eins der Kinocharts eingestiegene, Film “Der Junge und der Reiher” auch in Deutschland...
Humboldt-Galerie: Eine Ausstellung auf Namenssuche
Welcher Titel wird am Ende stehen? Das überlässt die Kleine Humboldt-Galerie den Besuchern, die angehalten sind, den gemeinsamen Nenner der Arbeiten von insgesamt vier Künstlerinnen zu finden. Bis zum 25. Juli können die Besucher die Ausstellung im Hauptgebäude besuchen und ihre Titelvorschläge hinterlegen
Buchrezension: „Hütten. Obdach und Sehnsucht“
Vor den Palästen standen die Hütten. Ein neues Buch aus der Reihe Naturkunden beim Berliner Verlag Matthes & Seitz widmet sich der Phänomenologie und Kulturgeschichte der Hütte – als Ort, an dem Menschen sein können
Quiet emotional – „My Salinger Year“ eröffnet die 70. Berlinale
Philippe Falardeau's „My Salinger Year" ist eine Hommage an die Literaturszene und das alte New York. Mit dem Eröffnungsfilm der 70. Berlinale ging niemand ein Wagnis ein.
In the Rearview: eine Spiegelung des Krieges in der Ukraine
Was ist im Rückspiegel zu sehen? In In the Rearview spiegeln sich die wahren Lebensgeschichten von Ukrainer*innen wieder, die das Land wegen des Krieges...
Backrooms – Im endlosen Labyrinth des Internet-Mythos
Kane Parsons und A24 bringen nun das Mysterium der Backrooms als atmosphärischen Horror auf die Leinwand. Will man ihr Geheimnis überhaupt entschlüsseln?
„One Piece“: Die berühmteste Piratencrew
Auf die Verfilmung des erfolgreichen Anime OnePiece wurde lange gewartet. Warum die Serie trotz Kritik gut gelungen ist.
Ein Jude und ein Nazi plaudern Kauderwelsch – „Persian Lessons“
Humor und Drama halten sich gekonnt die Waage. „Persian Lessons" ist ein starker Film über den unglaublichen Überlebenswillen in einem NS-Arbeitslager.
Alpha – Mehr Puzzle als Film
Julia Ducournau neuestes Werk scheint in der Filmlandschaft unterzugehen. Leider hat das auch gute Gründe.
Filmkritik: Porträt einer jungen Frau in Flammen
Céline Sciammas gelingt ein anrührender wie intellektueller Historienfilm über eine Malerin und ihr Sujet, die Liebe und die Kunst.
„Challengers“: Game, Sex und Match
„Call Me by Your Name“-Regisseur Luca Guadagnino hat mit „Challengers“ einen neuen sinnlichen und komplexen Sommerfilm geschaffen. Mit Zendaya (spätestens seit „Dune“ der größte aktuelle...
Lektüre für dunkle Stunden – Die UnAufgefordert-Buchtipps für den Herbst
Wenn das Laub von den Bäumen fällt und der Regen gegen die Fensterscheiben klopft, ist es vielleicht mal wieder Zeit, ein (gutes) Buch in die Hand zu nehmen.
Romnja* Power Month: Kraft der kleinen Mehrheiten
Am 06.04. kamen Künstler*innen und die Community der Romnja* und Sintizze* zusammen, um das Ende des Romnja* Power Month zu feiern. Jedes Jahr im...
Liebesbriefe an Adolf Hitler
Die Briefe beginnen meist mit einem zärtlichen "Lieber Adili..." und enden mit einem treuen "Heil Hitler!". Ist es Wahn? Paranoia? Liebe? Viele Fragen wirft die ca. 90-minütige szenische Lesung "Liebesbriefe an Adolf Hitler. Briefe in den Tod" auf.
Der erste Podcast der Welt
Er ist in keiner Podcast-App zu finden. Er liegt so tief im Internet vergraben, nur AOL-CDs weisen den Weg zu seinem Versteck. Er hört sich an, wie schon lange keine Sprachnotiz mehr klingt: Er knarzt, hallt und schnarrt, wie ich es nicht mehr knarzen, hallen und schnarren gehört habe – der erste Podcast der Welt
Der Leidensweg des erfolgsverwöhnten Maestro – Rezension zu „Bitteres Fest“
Pedro Almodóvar zählt zweifellos zu den beliebtesten Autorenfilmern unserer Zeit. Sein neuestes Werk enttäuscht zwar in einigen Aspekten, ein Blick darauf lohnt sich allerdings trotzdem.
Angststörung im Friesland
Der kauzig-komische Krimi der ARD „Sörensen hat Angst“ fürchtet sich nicht vor Tristesse und überzeugt vor bedrückender Dorfkulisse.





















