„The other side of the river“ – Ein zutiefst feministischer Film

Der Dokumentarfilm „The other side of the river” erzählt die Geschichte der 19-jährigen Hala, die, um einer arrangierten Ehe zu entfliehen, aus ihrer syrischen...

Von der Suche nach ekstatischer Wahrheit: Werner Herzog im Gespräch

Anderthalb Stunden lang sprach Werner Herzog auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin mit Jan Brandt über das Thema Landschaft in Trance. Nicht als Regisseur stand Werner Herzog dabei im Mittelpunkt. Das Gespräch verschob den Fokus vielmehr auf dessen literarisches Werk und fand in der Suche nach „ekstatischer Wahrheit“ das poetologische Fundament, das die filmischen und literarischen Werke Herzogs miteinander verbindet.

Sühne für Russland: Mikhail Zygar und sein neues Buch

Der Putin-Kritiker Mikhail Zygar ist zu Gast beim Internationalen Literaturfestival Berlin. Im Gespräch erzählt er von Russland und wie er die Geschichte seines Landes verändern will. Kritik kam vor allem von der Moderation.

Stadt der Siegerinnen: Rushdie und Kehlmann beim ILB

Ein Jahr nach dem entsetzlichen Anschlag tritt Salman Rushdie (“Die satanischen Verse”) wieder bei öffentlichen Veranstaltungen auf. Die Lesung beim 23.  Internationalen Literaturfestival in Berlin ist dementsprechend restlos ausverkauft. Eine vitale Diskussion über melancholischen Feminismus und rosa Affen. 

„Jetzt kommen Sie mir nicht mit der Schweiz!“ Demokratie in der Krise

Die Klimakrise stand nicht im Titel, doch das Panel sprach kaum über etwas anderes. Neubauer, Nassehi und Lora Ann Viola debattierten am Sonntag beim Internationalen Literaturfestival Berlin über die Demokratie. Es wurde viel gesprochen, Hoffnung und Pessimismus hielten sich die Waage.

„Whose Is This Song?“ – erstaunliche Geschichte eines Liedes aus Südosteuropa

Musik kann Menschen zusammenbringen, aber kann sie sie auch teilen? Am 3. August organisierte die Sprach- und Kulturbörse der TU Berlin eine Filmvorführung von „Whose Is This Song?“. Danach folgte eine Diskussion mit Experten aus dem Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO).

IRAN inside out – ein weibliches Porträt

Seit dem 23. Juni und bis zum 27. August 2023 ist die Ausstellung «IRAN inside out» im Willy-Brandt-Haus in Berlin zu sehen. Darin zeigen fünf Fotografinnen ihre Fotografie- und Videoserien aus Iran. Kuratiert wurde die Ausstellung von Andy Heller und Mirja Linnekugel.

6 Bücher, die mich zur Feministin gemacht haben

Wir haben die UnAuf Redaktion im Rahmen der Feminist Friday Kolumne nach Büchern gefragt, die sie feministisch geprägt haben. Zustande gekommen ist eine Auflistung von Buchempfehlungen, die wir auch unseren Leser*innen nicht vorenthalten möchten. 

Kulturkolumne: ,,Der fliegende Holländer‘‘ an der Staatsoper Unter den Linden

Zum Ende der gegenwärtig laufenden Spielzeit legt die Staatsoper Unter den Linden ihre Holländer-Inszenierung aus dem Jahr 2013 wieder auf. Zehn Jahre nach der Uraufführung befriedigt diese Inszenierung die heimlichsten Wünsche des Berliner Opernpublikums auf bisher ungekannte Weise.

Kulturkaufhaus mit Kultstatus

Unsere Universität liegt mitten in Berlin – und gleichzeitig an einem seltsamen Ort für einen Campus. Denn die Friedrichstraße und ihre Umgebung sind grau und überteuert. Zwischen Bürogebäuden, Touri-Restaurants und ganz viel Lärm bleibt wenig Platz für Gemütlichkeit,  Ruhe und Zuflucht. Doch es gibt Oasen- wie das Kulturkaufhaus Dussmann. 

Kulturkolumne: ,,Tannhäuser‘‘ an der Staatsoper Unter den Linden

An der Staatsoper Unter den Linden kann man gegenwärtig die Oper ,,Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg‘‘ sehen. Einerseits ist es ein herrliches Werk, das zu Tränen rührt, andererseits war die Oper in der letzten Spielzeit auch an der Deutschen Oper zu sehen. Wem gelingt dieses Werk besser?

Immersive Ausstellungen – Eine instagramable Konstellation der Kunst

Darüber, welchen Sinn Kunst verfolgt, kann lange diskutiert werden. Bei immersiven Ausstellungen kommt diese Frage aus einer neuen Perspektive auf. Denn anders als in Kunstmuseen werden hier keine Originalwerke vorgestellt. Stattdessen liegt hier der Fokus auf die Neuinterpretation der alten Werke und auf der Selfiekultur.

Vom Miteinander und Gegeneinander: „Die Mitbürger” am Hans-Otto-Theater

Das Hans-Otto-Theater in Potsdam zeigt mit dem Stück „Die Mitbürger“ von Annalena und Konstantin Küspert, wie sehr die Grenzen zwischen den Schauspieler*innen auf der Bühne und dem Publikum verwischt werden können. Das Publikum wird zum mitspielenden Bestandteil der Inszenierung – unerwartet und ohne definierten Anfang.

Kulturkolumne Extra: Protokoll einer Wiederbegegnung

Zwischen Auslandsstudium in Nairobi und Praktikum in Brüssel ist unser Kulturredakteur Justus Jansen für vier Wochen in Berlin – da darf natürlich auch die Kultur nicht fehlen. In einer Sonderausgabe der Kulturkolumne schildert Justus seine Erfahrungen.

Berliner Philharmoniker: Kleine Sinfonie, groß gespielt

„Meine kleine F Dur-Sinfonie“ nannte Beethoven seine Achte. In ihrem letzten Konzert klingen die Philharmoniker*innen und Kirill Petrenko mit diesem Werk allerdings gar nicht klein.

Drama, Baby: Alles für den Dackel

Der große Saal des Schauspielhauses Hamburg verwandelte sich nun wieder in das dunkle Kellerloch mit Kochniesche, in dem sich Erna, Grete und Mariedl versammeln, um über Gott und die Welt herzuziehen. Sie haben zu allem eine Meinung und regieren ihre Behausung mit Nachdruck – sie sind “Die Präsidentinnen”. 

Ausstellungsbesuch: Wildlife Photographer of the Year

Wer sich für Fotografie interessiert und eine Faszination für Naturfotografie hegt, dem wird  Photographer of the Year zusagen. Die Ausstellung zeigt seltene Schnappschüsse aus der ganzen Welt und kürt dabei jährlich einen Gewinner: In der Ausgabe 2022 setzt sich ein Bild mit dem Namen ‚Das große Summen’ durch, das Kaktusbienen bei der Paarung zeigt. 

Gefährliche Töne – „Rheingold” von Fatih Akin

Als die Kamera in den Rhein eintaucht, von Wassernixen umspielt und ein riesiger Klumpen Gold am Boden des Flusses zu erkennen ist, endet der Film „Rheingold” von Regisseur Fatih Akin. Was hier nur noch märchenhaft an Wagners Nibelungen erinnert, hat für die Handlung jedoch eine zentrale Rolle. Denn das durch den Rapper Xatar gestohlene Gold im Jahr 2009 ist bis heute verschollen. Es scheint nur eine technische Spielerei zu sein, die Titel und Ende vorgibt. Oder vielleicht auch nicht. 

Puppenspiel und Patriarchatskritik: „The Truth about Helga“

Kann das Patriarchat ohne Gewalt beendet werden? Nicht bei “The Truth about Helga”. Regisseurin Ivana Sajević inszeniert an der Schaubude Berlin eine Adaption von “Die Leiden des Fürsten Sternenhoch” und wirft mit Helga im Titel den ersten Stein.

Spiel um Teilhabe: Inklusion und das Gesellschaftsstück

Wer spielt hier eigentlich mit wem? Menschen mit Beeinträchtigung erobern die Bühnen des ersten Arbeitsmarktes. Und richten den Scheinwerfer auf ein scheinheiliges Publikum.