Die Besonderheit des Durchschnittlichen
"Stoner" ist ein außergewöhnlicher Roman – und das nicht nur, weil er ursprünglich schon 1965 veröffentlicht wurde. Autor John Williams macht aus einem durchschnittlichen Menschen einen ganz besonderen. Eine Leseempfehlung für alle, die auf der Suche nach einem Buch über das Leben sind.
Pflichtgefühl
Geschrieben von Anna Balmes, Susanne Hartl, Esra Karakaya
Berlin, 21. Oktober 2013
Das ist das Erste, was du verstehen musst: Israel ist nicht Deutschland.“ So beginnt Shir Meir das Gespräch über die Zeit bei den Israeli Defense Forces (IDF). Zuvor hat sie noch gelacht, sich einen Eiskaffee bestellt, von ihren zahlreichen Besuchen in Deutschland erzählt, bei einer Freundin in Bayern. Die 27-jährige Israelin, die gerade ihren Master im Bereich Elektrotechnik gemacht hat, hat fröhlich erklärt, warum das kleine, zentral gelegene Café nahe des Dizengoff-Centers einer ihrer liebsten Plätze in Tel Aviv sei. Jetzt, da sie über die Armee zu sprechen beginnt, klingt ihre Stimme plötzlich ernst, ihr Blick hat sich verändert, ist eindringlicher.
„Die Gefahr ist allgegenwärtig – sieh dir die Länder um uns herum an“, sagt sie. „Die Situation ist anders bei uns. Und sie ist sicherlich nicht einfach.“
Und tatsächlich: Obwohl auf den ersten Blick gerade in Tel Aviv alles in gewisser Weise vertraut und sicher erscheint – die riesigen Wolkenkratzer, die aus jeder beliebigen europäischen Großstadt bekannten Modefilialen, die modernen Autos auf frisch sanierten Straßen – es liegt eine gewisse Anspannung in der Luft, nur unterschwellig zwar, aber sie ist da. Sie ist da, wenn die eigene Handtasche beim Betreten eines gewöhnlichen Einkaufszentrums auf Waffen durchsucht wird. Sie ist da, wenn man nur nach Vorzeigen des Ausweises auf das Universitätsgelände gelangt. Und sie ist da, wenn man mit den Menschen hier spricht, die in einem Nebensatz erzählen, dass sie eigentlich mal wieder ihre Gasmaske austauschen müssten.
Liebe Profs, wir müssen reden!
Vor knapp zwei Wochen hat ein Professor der Uni Konstanz sich in der FAZ darüber ausgelassen, wie wenig er von seinen Studierenden hält. Unser Autor hat sich Gedanken dazu gemacht, die gekürzt heute auf Zeit Online erscheinen. Bei der UnAuf lest ihr die komplette Version.
Me, My Selfie and I
Ist die Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken nur narzisstisches Gebärden? Oder steckt mehr dahinter? Am Beispiel des Selfies versucht unser Autor zu verstehen, wie die...
Philipp Herder, Physikstudent und Olympionike
Ein striktes Trainingspensum von 27 Stunden in der Woche, Wettkämpfe und ein Physikstudium, das so gut wie möglich dazwischen geschoben wird. Philipp Herder ist Physikstudent an der HU und Leistungsturner.
Fragen und Antworten zu Münkler-Watch
Herfried Münkler und das Blog Münkler-Watch sind das hochschulpolitische Thema der Woche, das sogar ein bundesweites Medienecho ausgelöst hat. Die UnAufgefordert bietet eine Übersicht über den Streit und zeigt drei Theorien, wer hinter dem Blog steckt.
Mit der Gasmaske durch Charlottenburg
Was würdest du tun, wenn am Potsdamer Platz eine Atombombe explodiert? Wenn dich der Energieblitz nicht innerhalb einer Sekunde vaporisiert hat, gehörst du zu den wenigen Überlebenden. Survival-Coach Daniel Schäfer bereitet seine Schüler*innen auf solche Szenarien vor. Die UnAuf hat einen seiner Kurse besucht
Aus alt mach neu – die Ausstellung „IN THE OPEN“
Seit Anfang Juni findet im Lichthof Ost die 200. Ausstellung der Kleinen Humboldt Galerie „IN THE OPEN“ statt. Sie leistet anlässlich des Jubiläums einen Beitrag zur Zeitgenössischen Kunst, indem eingeladene KünstlerInnen ausgewählte Sammlungsstücke der Kunstsammlung der Humboldt-Universität aus einer neuen Perspektive zeigen.
Michelangelo für alle
Knapp 700.000 Werke der sogenannten „Kunst auf Papier“ beheimatet das Kupferstichkabinett in Berlin Tiergarten, so viele, dass die gesamten Ausstellungsflächen der Museumsinsel nicht ausreichen würden, um diese zu präsentieren. Wie bringt man eine solche Fülle an Kunst unter? Und wie macht man diese Werke erfahrbar?
Das Stelldichein des Literaturbetriebs
Wenn sich in Leipzig junge Nachwuchsautoren und deren potentielle Verleger treffen, finden überall in der Stadt Lesungen, Konzerte und Partys statt. Unsere Redakteurin machte sich auf den Weg, um die Literaturszene einmal näher kennenzulernen - und die Menschen, die dort Geschichten schreiben.
Das Abseits der Philosophie
Was ist eigentlich das Abseits der Philosophie?
Eine Philosophiestudentin berichtet von ihrer Odyssee zur Bachelorarbeit, während der sie sich plötzlich im Abseits wiederfindet -im Abseits der Philosophie.
Brutale Wirklichkeit – Omer Fasts Videoausstellung „Reden ist nicht immer die Lösung“
Viel Zeit und einen starken Magen. Beides muss mitbringen, wer sich auf die Ausstellung „Reden ist nicht immer die Lösung“ des israelischen Videokünstlers Omer Fast im Martin-Gropius-Bau einlassen möchte.
My new belt
The task sounded simple. Our columnist only wanted to buy a new belt. Suddenly, he was forced to ask himself very essential questions.
Die Baberowski-Affäre
Ein Professor der HU relativiert Naziverbrechen? Wer im Januar die Plakate der Gruppe IYSSE sah, stutzte. Dabei verbirgt sich hinter ihnen etwas ganz anderes. Von einem Konflikt, der alles hat, was ein guter Roman braucht: Rufmord, Verschwörungen und falsche Unterstellungen.
Sophienstraße 22
Die Humboldt-Universität besteht aus unzähligen Gebäuden und hinter jedem Einzelnen steckt eine Geschichte. An dieser Stelle wollen wir sie erzählen. Diesmal: Sophienstraße 22
Ergebnisse der StuPa-Wahl
Das vorläufige Wahlergebnis der Wahl zum Studierendenparlament (StuPa) steht fest. Stärkste Gruppe ist dieses Jahr die Liste unabhängiger Studierender mit sieben Sitzen, dahinter folgen JuSos und die Linke Liste mit jeweils sechs Sitzen. Jeweils vier der 60 Sitze des StuPa erhielten die Offene Liste Kritischer Studierender, die Linke.SDS, die Grünbolde, IYSSE, die Studierendenunion RCDS sowie die FSI von der Charité.
„Wir haben eine neue Art der Demokratie entwickelt“
Thomas Lehmann, 20, studiert an der HU Geschichte und Sozialwissenschaften und im Fernstudium Jura an der Sorbonne-Universität in Paris. Er ist Leiter von „Les jeunes avec Macron“ in Berlin, der Jugendorganisation von Emmanuel Macrons Bewegung „La République en Marche“ (LREM). Den Berliner Ableger von „En Marche“ hat er mitgegründet. UnAuf-Redakteur Morris Reinmüller bat ihn um seine Einschätzung der politischen Lage nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Frankreich.
Olbertz macht Schluss
Jan-Hendrik Olbertz, der Präsident der Humboldt-Universität Berlin, wird sich nicht zur Wiederwahl stellen. Das schrieb er heute Vormittag in einer persönlichen Nachricht, die die Pressestelle der Universität veröffentlichte.
Zwischen Mythos und Realität
Studentenverbindungen haben keinen guten Ruf. Sie gelten als rechts, männerdominiert und rückwärtsgewandt. Unsere Autorin hat sich in die Höhle des Löwen gewagt und festgestellt: Nicht alle Verbindungen bestätigen die Vorurteile.
„Bildung ist ein Menschenrecht. Punkt.“
Im Gespräch mit der FURIOS spricht Ramona Pop von den Grünen über die Exzellenzinitiative, Geflüchtete an Berliner Universitäten und die Unterstützung studentischer Beschäftigter.



















