„Bildung ist ein Menschenrecht. Punkt.“

Im Gespräch mit der FURIOS spricht Ramona Pop von den Grünen über die Exzellenzinitiative, Geflüchtete an Berliner Universitäten und die Unterstützung studentischer Beschäftigter.

#fbf: Orchideenfächer – vor 25 Jahren und heute

1887 wurde das Institut für Japanologie an der Humboldt-Universität gegründet, und ist somit die älteste Japanologie in Deutschland überhaupt. Bis 1989 gliederte sich das Studium in zwei Richtungen. Man konnte sowohl als Sprachmittler als auch als Regionalwissenschaftler, sprich Japanologe abschließen. Die Immatrikulationszahlen orientierten sich am Bedarf der DDR und waren somit sehr gering. Eine Seminargruppe umfasste im Durchschnitt 6 bis 15 Hauptfach(!)studenten. Immatrikuliert wurde nur alle zwei Jahre, Bedingung der Immatrikulation war eine bestandene Eignungsprüfung. Es wurde ein gutes, auch international anerkanntes Ausbildungsniveau erreicht.

My new belt

The task sounded simple. Our columnist only wanted to buy a new belt. Suddenly, he was forced to ask himself very essential questions.

Glosse: Heute speisen wir in der Hölle

„Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren“, schrieb Dante Alighieri in seiner Göttlichen Komödie. Wer hätte damals ahnen können, dass er eigentlich die Mensa Süd meinte?

Was ist das StudentInnenparlament?

Am 16. und 17. Januar sind alle Studierenden zur Wahl des 26. StudentInnenparlaments (StuPa) aufgerufen. Aber was ist das StuPa, welche Aufgaben hat es und wie können Studierende an seiner Arbeit teilhaben?

Eine Dosis Kinderschutz

Bestimmte Formen von Sexualität sind gefährlich, wenn man sie auslebt. In Berlin gibt es seit einigen Jahren ein Projekt, das Menschen mit pädophilen Neigungen unterstützt, ihre sexuellen Wünsche nicht in die Tat umzusetzen – auch mit Hilfe von Medikamenten.

Empört euch!

Studierende gestalten die Gesellschaft von morgen, sagt Felix Römer. Deswegen sollten sie sich schon auf dem Campus mit politischen Themen auseinandersetzen. Ein Kommentar

Paterson – eine Ode an die Poesie des Alltags

Der Regisseur Jim Jarmusch erzählt in seiner Tragikomödie „Paterson“ von dem Leben eines dichtenden Busfahrers und erinnert uns vor allem daran, dass unser Alltag auch Schönheit und Lyrik besitzt.

„Priorität haben die deutschen Studenten“

Die AfD möchte im September bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl ins Parlament einziehen. Im Gespräch mit der FURIOS spricht der Spitzenkandidat Georg Pazderski u.a. über fehlende Eliteuniversitäten, Geflüchtete und sogenannte Minderheitenstudien.

Die Legende eines stolzen Taugenichts

Am Tag sind es die Römer selbst, sie reden, ununterbrochen, wie sprudelnde Brunnen, und nachts erzählt dann die Stadt ihre Geschichten. Auch die Brunnen. Sie erzählen von Göttern, von Heiligen, von Dolce Vita. Es sind Legenden, vielleicht ist manches wahr, vielleicht ist alles erschwindelt, vielleicht wird es so oft erzählt, bis es zur Wahrheit wird.

Pflichtgefühl

Geschrieben von Anna Balmes, Susanne Hartl, Esra Karakaya Berlin, 21. Oktober 2013 Das ist das Erste, was du verstehen musst: Israel ist nicht Deutschland.“ So beginnt Shir Meir das Gespräch über die Zeit bei den Israeli Defense Forces (IDF). Zuvor hat sie noch gelacht, sich einen Eiskaffee bestellt, von ihren zahlreichen Besuchen in Deutschland erzählt, bei einer Freundin in Bayern. Die 27-jährige Israelin, die gerade ihren Master im Bereich Elektrotechnik gemacht hat, hat fröhlich erklärt, warum das kleine, zentral gelegene Café nahe des Dizengoff-Centers einer ihrer liebsten Plätze in Tel Aviv sei. Jetzt, da sie über die Armee zu sprechen beginnt, klingt ihre Stimme plötzlich ernst, ihr Blick hat sich verändert, ist eindringlicher. „Die Gefahr ist allgegenwärtig – sieh dir die Länder um uns herum an“, sagt sie. „Die Situation ist anders bei uns. Und sie ist sicherlich nicht einfach.“ Und tatsächlich: Obwohl auf den ersten Blick gerade in Tel Aviv alles in gewisser Weise vertraut und sicher erscheint – die riesigen Wolkenkratzer, die aus jeder beliebigen europäischen Großstadt bekannten Modefilialen, die modernen Autos auf frisch sanierten Straßen – es liegt eine gewisse Anspannung in der Luft, nur unterschwellig zwar, aber sie ist da. Sie ist da, wenn die eigene Handtasche beim Betreten eines gewöhnlichen Einkaufszentrums auf Waffen durchsucht wird. Sie ist da, wenn man nur nach Vorzeigen des Ausweises auf das Universitätsgelände gelangt. Und sie ist da, wenn man mit den Menschen hier spricht, die in einem Nebensatz erzählen, dass sie eigentlich mal wieder ihre Gasmaske austauschen müssten.

„Wir haben eine neue Art der Demokratie entwickelt“

Thomas Lehmann, 20, studiert an der HU Geschichte und Sozialwissenschaften und im Fernstudium Jura an der Sorbonne-Universität in Paris. Er ist Leiter von „Les jeunes avec Macron“ in Berlin, der Jugendorganisation von Emmanuel Macrons Bewegung „La République en Marche“ (LREM). Den Berliner Ableger von „En Marche“ hat er mitgegründet. UnAuf-Redakteur Morris Reinmüller bat ihn um seine Einschätzung der politischen Lage nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Frankreich.

„Bisher war Berlin so spannend, weil sich nicht alles um Geld drehte“

Auch DIE LINKE möchte erneut ins Berliner Abgeordnetenhaus einziehen. Der Spitzenkandidat Klaus Lederer und seine Partei haben große Pläne. Was neben günstigen Wohnräumen und einer "Öffi-Flatrate" noch geplant ist, hat er der UnAuf erzählt.

Unter Druck und schlecht bezahlt

Die Medienlandschaft der Ukraine ist durch private Medien geprägt, die sich meistens in den Händen von Oligarchen befinden. Unabhängiger Journalismus hat einen schweren Stand. Ein Besuch beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen und bei den Freiwilligen des Studierendenfernsehens zeigt, dass andere Strukturen möglich sind

Universalsprachen: „Can everybody hear me?“

Geschrieben von Benjamin Knödler Berlin, 23. Januar 2013 Der kleine Raum im Lichthof der Humboldt-Universität ist voll und heiß. Viele Menschen haben am Abend des 7. Januars 2013 den Weg zur Ausstellung der Kleinen Humboldt Galerie gefunden. Die Ausstellung trägt den Titel "Universalsprachen“. Es ist ein erstaunlich bunt gemischtes Publikum, das sich an diesem Abend zusammen gefunden hat: ältere und jüngere Typen von Künstlern und auch Freunde von Kunst und Künstlern.

Blind Meeting

Was passiert mit einem, wenn man 24 Stunden lang mit einem unbekannten Menschen in einem Raum verbringt, das einzige Kommunikationsmittel das Smartphone oder der Computer? Unsere Autorin berichtet vom ungewöhnlichen Experiment eines New Yorker Künstlers.

BERLINALE-KRITIK: Don’t worry, he won’t get far on foot – eine emotionale Rollstuhlfahrt

Über einen Gehsteig irgendwo in LA fährt ein Rollstuhlfahrer. Besser gesagt: er rast. Bäumen und Passanten weicht er geschickt aus, die Bordsteine nimmt er meist lässig mit. Sein Fahrstil hat etwas von Autoscooterfahren. Die Ausstrahlung des Mannes, der verschmitzt grinst, wenn er eine alte Dame mit Krückstock überholt, schwankt zwischen Lebensmüdigkeit und unaufhaltbarer Lebensfreude.

Nachtzug nach Lissabon

Geschrieben von Anna Balmes Berlin, 18. März 2013 Melancholische Klaviermusik erklingt gleich zu Beginn von "Nachtzug nach Lissabon“. Sie untermalt eine Szenerie, wie sie klischeebehafteter nicht sein könnte: Ein Mittfünfziger in einem form- und farblosen, schlecht sitzenden Sakko starrt durch die Gläser seiner klobigen Brille angestrengt auf ein Schachbrett- allein der Gegner fehlt in diesem Spiel. Als der Protagonist mit den etwas zu langen, bereits ergrauten Haarsträhnen durch sein tristes Apartment schlurft, dessen einziges herausstechendes Merkmal die zahllosen überfüllten Bücherregale sind, ist dem aufmerksamen Zuschauer längst klar: Dieser Mensch ist einsam.

Die HU ist exzellent

Geschrieben von Susanna Ott Berlin, 16. Juni 2012 Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) erhielt am 15. Juni 2012 den Titel einer Exzellenzuniversität. In der dritten und letzten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes wurde die HU von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat als eine von elf Universitäten für ihr Zukunftskonzept ausgezeichnet.

Get Well Soon – The Scarlet Beast O‘ Seven Heads

Geschrieben von Philipp Sickmann Berlin, 15. September 2012 Es kommt nicht oft vor, dass Musiker auf ihren Alben Weltuntergang, Melancholie und Klassik neben Diskomusik der achtziger Jahre, Roland Emmerich und italienische Horrorfilme stellen. Noch seltener ist es, dass sich eine solch abenteuerliche Mischung aus Pop- und Hochkultur auf nur ein Konzeptalbum komprimiert wird. Multiinstrumentalist und Komponist Konstantin Gropper hat einen solchen Versuch im neuen Album seiner Ein-Mann-Gruppe "Get Well Soon" unternommen – und wem ist dies eher zuzutrauen als jemandem, den die britische Musikzeitschrift New Musical Express einst als "German wunderkind" betitelte, der so sagenhafte Alben wie die EP "Against the Glaciation" ablieferte und der selbst einem Roxette-Song Tiefe verleihen konnte?