Der Erasmigrant
Wenn ein Palazzo seine Piazza wirklich liebt, dann sieht man das. Er umarmt sie, er schmiegt sich an sie, er sucht ihre Zuneigung oder aber er lässt sie strahlen, lässt sie lächeln, lässt sie leben.
Die Besonderheit des Durchschnittlichen
"Stoner" ist ein außergewöhnlicher Roman – und das nicht nur, weil er ursprünglich schon 1965 veröffentlicht wurde. Autor John Williams macht aus einem durchschnittlichen Menschen einen ganz besonderen. Eine Leseempfehlung für alle, die auf der Suche nach einem Buch über das Leben sind.
Das Stelldichein des Literaturbetriebs
Wenn sich in Leipzig junge Nachwuchsautoren und deren potentielle Verleger treffen, finden überall in der Stadt Lesungen, Konzerte und Partys statt. Unsere Redakteurin machte sich auf den Weg, um die Literaturszene einmal näher kennenzulernen - und die Menschen, die dort Geschichten schreiben.
Männer sind so, Frauen sind so
Über Jahrhunderte, gar Jahrtausende wird ein bestimmtes Bild von Männern und Frauen vermittelt und eines hält sich hartnäckig: Jäger und Sammler. Gedanken von Mehmet Kücük zu Geschlechterstereotypen.
Heute: Mit der U6 nach Alt-Tegel
Alle haben den Namen schon mal gehört, aber noch nie war jemand da: Für jede Ausgabe fährt ein UnAuf-Redakteur mit einer U- oder S-Bahn zu ihrer jeweiligen Endstation. Diesmal ist Ekaterina nach Alt-Tegel gefahren. Und siehe da - trotz geschlossener Minigolfanlage hat sich der Ausflug durchaus gelohnt.
Pizza, Pasta, Posta
0077 ist keine mir bekannte Telefonvorwahl. 0077 ist auch kein Doppelnullagentenstatus. 0077 steht auf einem Zettel, den mir ein gelber Automat piepend gegeben hat, als ich ihn danach gefragt habe. 0077 ist jetzt meine Lizenz zum Warten.
Nebenjob: Sexarbeit
„Ist das dein Ernst?“ Fragen wie diese hört Anna* oft, wenn sie von ihrem Nebenjob erzählt. Die Berlinerin ist 24 Jahre alt, studiert europäische Ethnologie und Gender Studies und finanziert sich das Studium als Sexarbeiterin. Diese Berufsbezeichnung sei vielen unbekannt, erzählt Anna, „ich verwende dann das Wort 'Prostituierte'.“
Die Legende eines stolzen Taugenichts
Am Tag sind es die Römer selbst, sie reden, ununterbrochen, wie sprudelnde Brunnen, und nachts erzählt dann die Stadt ihre Geschichten. Auch die Brunnen. Sie erzählen von Göttern, von Heiligen, von Dolce Vita. Es sind Legenden, vielleicht ist manches wahr, vielleicht ist alles erschwindelt, vielleicht wird es so oft erzählt, bis es zur Wahrheit wird.
Wir sind jung. Wir sind stark.
In "Wir sind jung. Wir sind stark." unter der Regie von Burhan Qurbani geht es um die gewalttätigen Ausschreitungen im Sommer 1992 im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen, die sich gegen die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber und ein Wohnheim von vietnamesischen Vertragsarbeitern richteten.
Junge Filmemacher suchen Europas Grenzen
Aufbrechen, Ankommen, Mobilität, Migration – es sind diese flüchtigen Themen, die die Kurzfilme des Europe-Unlimited-Filmfestivals zu fassen versuchen. Junge Filmemacher zeigten Mitte November in...
Quo Vadis, Claudio?
Nichts. Außer dem durch das Licht der tiefstehenden Sonne blutrot getränktem Brachland, nichts. Rote Erde, ein rot gefärbter Himmel und selbst die Pinien, Zypressen und das viele Gestrüpp leuchten rötlich. Auf einer Anhöhe bleibe ich hastig atmend stehen und blicke auf das leicht vernebelte Tal. Es raschelt. Sonst, Silenzio.
Ich laufe weiter.
Kaputt Mundi: Die Zebrastreifenhölle
„Wer ist der Nächste?“
Ich wusste, dass ich es war, traute mich aber nicht und stellte auf Durchzug. Dann zeigte der Mann auf mich, einen damals sechsjährigen Knirps in gelber Warnweste, und ich wusste, es gab kein Entkommen mehr. Er hatte eine Waffe, die Situation war also gefährlich. Allerdings ging die wahre Gefahr nicht vom Mann mit der Waffe, sondern von diesen rätselhaften Streifen auf der Straße vor mir aus.
Mahnung und Verlockung
Das Foto eines Totenkopfs, der mit Blumen versehen ist. Mit Geldscheinen beklebte Waffen und mit Fell überzogene Granaten. Und Käthe Kollwitz. Wie passt das zusammen? Die Antwort findet sich derzeit im Käthe-Kollwitz-Museum in Berlin.
Schlaaand!
Heißt Deutschland eigentlich bei jeder WM „Schland“? So lautet die Frage auf einer Titelseite der BILD - und in der Glosse unserer aktuellen Ausgabe.
Transformation zum Täter
Am 24. April begehen alljährlich weltweit Menschen den Tag des Gedenkens an den Völkermord von 1915 an den Armeniern im damaligen Osmanischen Reich. In Deutschland geschieht dies nahezu unbemerkt vom Großteil der Bevölkerung.
Lunchbox
Mit einem speziell zubereiteten Gericht will Ila (Nimrat Kaur) das Interesse ihres untreuen Ehemanns zurückgewinnen. Wie viele andere Mumbaier Ehefrauen kocht sie ihrem Mann jeden Tag ein Mittagessen, das in Lunchboxen quer durch die Stadt transportiert und an seinen Arbeitsplatz geliefert wird.
Liebesbriefe an Adolf Hitler
Die Briefe beginnen meist mit einem zärtlichen "Lieber Adili..." und enden mit einem treuen "Heil Hitler!". Ist es Wahn? Paranoia? Liebe? Viele Fragen wirft die ca. 90-minütige szenische Lesung "Liebesbriefe an Adolf Hitler. Briefe in den Tod" auf.
Humboldt Lab Dahlem Probebühne 3
Museen sind häufig langweilig. Das Ethnologische Museum in Dahlem bildet da leider keine Ausnahme. Die meisten Besucher gehen an den Ausstellungsstücken vorbei, wie man üblicherweise die BZ durchblättert: Man schaut sich die Bilder an, streift die Überschriften und wenn man fertig ist, kann man sich eigentlich an nichts erinnern. Das soll anders werden.
Hamlet
Hamlets Welt ist aus den Fugen geraten: Der Vater, König von Dänemark, ist vor Kurzem gestorben, die Mutter schon wieder neu vermählt, ausgerechnet mit Hamlets Onkel. Er selbst ist erbost über diese Heirat und vollkommen überwältigt von der Trauer um seinen Vater.
Einfach göttlich
Die Geschichte um Thebens betrogenen Feldherr Amphitryon und dessen Gemahlin Alkmene ist mindestens so alt, wie erfolgreich. Im Laufe der Zeit wurde sie vielfach adaptiert, unter anderem von Rotrou und Kleist. Sie bietet sowohl Raum für tragische, als auch komische Formen der Inszenierung.


















