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SCHLAGWORTE: Ostdeutschland

Herzsprung: Ein märchenhafter DEFA-Film über Liebe, Sehnsucht und Rassismus

Der kleine Ort Herzsprung irgendwo im Norden Ostdeutschlands, kurz nach der Wiedervereinigung. Johanna, eine junge Mutter, verwitwet und arbeitslos, ist wie alle um sie herum Opfer der allgemeinen wirtschaftlichen Auflösung. Ihr neues Liebesglück mit dem Fremden wird zu einer rassistisch motivierten Eskalation der Ereignisse führen.

Ostbewusster Aktivismus: Chemnitz und die Kamera

Noch immer spüren junge Menschen aus dem Osten Deutschlands strukturelle Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern. Sie wurden von den Biografien ihrer Eltern aus der DDR-Zeit geprägt – gleichzeitig begegnen ihnen noch immer viele Stereotype über den Osten. (K)Einheit greift genau diese Ambivalenzen der Generation Z aus dem Osten auf und verarbeitet diese in einem Dokumentarfilm. Darüber sprach die UnAufgefordert mit den beiden Initiatorinnen des Projekts - Lisa Trebs und Vanessa Beyer.

Kinder der Wende

Auch dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es immer noch Unterschiede zwischen Westdeutschland und den „Neuen Bundesländern“. Einer davon ist die Familienplanung. Über erschwerte Arbeitsbedingungen mit Kind im Westen und die Folgen der vielen Betreuungsangebote im Osten.

In der Zerrissenheit vereint

„Was ist Verrat?“, fragt der Ich-Erzähler und antwortet sich selbst: „Vielleicht, wenn du vom Pinkeln kommst, du bist mit deinem Freund an den See zum Baden gefahren. Es ist kein echter See, nur einer der vielen Tümpel hier an der Havel, es sind die letzten Tage der Sommerferien, die ersten Tage nach der Revolution, nach der Wende, nach der Wiedervereinigung, oder wie das gerade richtig heißt (…) und du hast nach einem Gebüsch gesucht, einem ohne Scheiße, es gibt Leute, die kacken einfach überall hin, und als du zurück kommst, ist dein Freund weg.“

Meine (un)geteilte Heimat

Ein Mädchen, gerade einmal fünf Jahre alt, zieht aus Thüringen zu ihrer Mutter nach Baden-Württemberg. Kurze Zeit nach der Einschulung erwähnt sie einer Mitschülerin gegenüber, woher sie ursprünglich kommt  „Iiiih, du kommst aus dem Osten?!“ erwidert sie. 

Warum Ost und West (noch) immer eine Rolle spielen

Meine Familie kommt aus dem Osten. Seit meinem Umzug von Berlin nach Greifswald ist meine ostdeutsche Herkunft für mich gegenwärtiger und relevanter geworden. Mittlerweile weiß ich, dass es vielen so geht.

„Es fehlt ein eigenständiger ostdeutscher Diskurs“

Steffen Mau, 1968 in Rostock geboren, ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität. Mit der UnAuf spricht er über die Unsichtbarkeit des „Ostdeutsch-Seins“ im gesellschaftlichen Diskurs — und ihre Folgen.