Stiftungsprofessuren, Forschungskooperationen, Sponsoring – Drittmittel sind fest in die Haushalte deutscher Universitäten einkalkuliert. Die private Wirtschaft gibt jedes Jahr über eine Milliarde Euro an deutsche Hochschulen – darunter auch die Humboldt-Universität (HU). Die Plattform Hochschulwatch.de verzeichnet die Geldflüsse zwischen Wirtschaft und Wissenschaft – und die sollen nun journalistisch ausgewertet werden.

Hochschulwatch.de ist ein Projekt von Transparency International Deutschland, der taz und dem fzs (freier zusammenschluss von studentInnenschaften). Initiatoren und Unterstützer haben nach eigenen Angaben 9000 Datensätze über Verbindungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zusammengetragen. Die jüngst neu gestaltete Plattform verzeichnet diese sowohl nach Hochschulen als auch nach Unternehmen.

Jetzt soll der kritische Blick in die Tiefe gehen: In Kooperation mit dem gemeinnützigem Recherchebüro Correct!v will Hochschulwatch.de den Einfluss der Wirtschaft auf Hochschulen journalistisch investigativ aufarbeiten. „Uns interessieren die Vertragsinhalte, die Bezahlung, die Rechte und Pflichten, die einem Unternehmen etwa mit einer Stiftungsprofessur eingeräumt werden“, sagt Arne Semsrott von Transparency International, der Hochschulwatch.de betreut.

Zur Finanzierung haben Hochschulwatch.de und Correct!v eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Innerhalb von 48 Tagen sollen 1.950 Euro eingesammelt werden. Correct!v finanziert sich durch Stiftungsgelder und Zuwendungen der Leser und Nutzer, die Recherchen erscheinen in verschiedenen Zeitungen und Magazinen und Online. Zudem veranstaltet das Recherchebüro Workshops für Blogger und Bürger, etwa zu Informationsauskunftsrechten.

Die Crowdfunding-Kampagne ist hier zu finden.

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