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Bis jetzt wurden von Miriam Lenz 11 Blogbeiträge erstellt.

„der herzerlfresser“

Von |Samstag, 25. März 2017|Leben|

„Man will doch nur, dass der andere einen will. Aber das soll der von selbst wollen. Warum will der das nicht?“, ruft Irené trotzig ins Publikum der Box des Deutschen Theaters. Die Bühne ist in grünliches Licht getaucht, in ihrer Hand hält sie einen glänzend pinken Herzluftballon, der mit Helium gefüllt gen Himmel drängt, und wirkt so verloren wie man auf der kleinen Bühne nur wirken kann und dabei doch stolz und ungebrochen. Es ist der Auftakt von Ferdinand Schmalz' Stück „der herzerlfresser“, das an diesem Abend unter der Regie von Ronny Jakubaschk aufgeführt wird.

The Unknown Known

Von |Sonntag, 23. Februar 2014|Berlinale, Rezensionen|

Es ist sein Grinsen, das einen nicht mehr loslässt. Das Grinsen eines Selbstdarstellers. So oft wie möglich unterstreicht Donald Rumsfeld seine Aussagen mit diesem Grinsen, wenn er in "The Unknown Known" selbstsicher die Fragen von Regisseur Errol Morris beantwortet.

God Help The Girl

Von |Sonntag, 23. Februar 2014|Berlinale, Rezensionen|

Eve (Emily Browning), magersüchtig und depressiv, fristet ein tristes Dasein in einer psychiatrischen Klinik. Um der Enge des Krankenhauses und ihrer eigenen Traurigkeit zu entfliehen, beginnt sie, Musik zu machen. Eines Tages reißt Eve aus der Klinik aus und zieht kurzerhand zu James (Olly Alexander) in die WG, den sie bei einem ihrer früheren heimlichen Ausflüge aus dem Krankenhaus auf einem Konzert kennengelernt hat.

Die geliebten Schwestern

Von |Montag, 10. Februar 2014|Berlinale, Rezensionen|

Charlotte von Lengefeld (Henriette Confurius), 21 Jahre alt und immer noch unverheiratet, wird im Herbst 1787 zu ihrer Patentante Charlotte von Stein (Maja Maranow) nach Weimar geschickt. Hier soll die schüchterne Charlotte in die höfische Gesellschaft eingeführt werden und möglichst einen reichen, adeligen Ehemann finden. Doch stattdessen lernt sie zufällig den zwar bekannten, aber mittellosen und zudem noch bürgerlichen Dichter Friedrich Schiller (Florian Stetter) kennen.

La voie de l’ennemi – Two Men in Town

Von |Samstag, 08. Februar 2014|Berlinale|

William Garnett (Forest Whitaker) wird nach 18 Jahren Haft auf Bewährung entlassen. Er kauft sich ein Motorrad und fährt in der Trostlosigkeit umher, er ist frei. Er hat eine zweite Chance bekommen und diesmal will er alles richtig machen. Was für ein schönes Ende. Nur ist “La voie de l’ennemi – Two Men in Town“ kein Kurzfilm, sondern ein Drama. Schon die Anfangsszene lässt nicht darauf hoffen, dass das persönliche Glücksbarometer des William Garnett wieder steigt.

Lunchbox

Von |Montag, 06. Januar 2014|Leben, Rezensionen|

Mit einem speziell zubereiteten Gericht will Ila (Nimrat Kaur) das Interesse ihres untreuen Ehemanns zurückgewinnen. Wie viele andere Mumbaier Ehefrauen kocht sie ihrem Mann jeden Tag ein Mittagessen, das in Lunchboxen quer durch die Stadt transportiert und an seinen Arbeitsplatz geliefert wird.

Only Lovers Left Alive

Von |Sonntag, 05. Januar 2014|Leben, Rezensionen|

Im Zimmer stapeln sich Bücher, Instrumente, Schallplatten, die Rollläden sind heruntergelassen, dicke Teppiche bedecken den Boden und dämpfen jeden Klang. In der Mitte dieses Durcheinanders steht Adam (Tom Hiddleston), einer der beiden Protagonisten von Jim Jarmuschs neuem Film „Only Lovers Left Alive“, mit seiner E-Gitarre.

Hamlet

Von |Montag, 25. November 2013|Leben, Rezensionen|

Hamlets Welt ist aus den Fugen geraten: Der Vater, König von Dänemark, ist vor Kurzem gestorben, die Mutter schon wieder neu vermählt, ausgerechnet mit Hamlets Onkel. Er selbst ist erbost über diese Heirat und vollkommen überwältigt von der Trauer um seinen Vater.

Die Zukunft hängt am Daumen

Von |Donnerstag, 21. November 2013|Leben, Rezensionen|

Wer ein Smartphone hat, hält seinen Kopf in seinen Händen. Kleine Däumlinge nennt der französische Philosoph Michel Serres diese neue Spezies Mensch, voller Bewunderung für ihr schnelles Tippen.

Die Jungfrau von Orleans

Von |Mittwoch, 23. Oktober 2013|Leben, Rezensionen|

Reglos steht sie da, die Arme ausgebreitet, in der rechten Hand ein Schwert, das ihr mehr Stütze als Waffe zu sein scheint. Die Bühne, ein dunkler Schlund, erleuchtet einzig von zwei Scheinwerfern, gerichtet auf sie, Johanna, die Jungfrau von Orleans. Im knielangen, weißen Kleid statt in einer Rüstung lässt Michael Thalheimer Johanna in seiner Inszenierung von Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ am Deutschen Theater auftreten, eine Lichtgestalt, der Wirklichkeit entrückt.