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Ausgabe#252

„Höher, schneller, weiter“ – das gehört längst zum guten Lebensstil. Der Begriff „Selbstoptimierung“ ist genauso gebräuchlich wie abgehandelt. Diskussionen um den optimierten Alltag sind uninteressant geworden. 2019 stellen wir uns neue Fragen: Wie werden wir zu besseren Menschen? Und wie leben wir ein achtsameres Leben? Besonders kontrovers diskutiert werden diese Fragen derzeit wohl im Rahmen der Klimakrise. Sind wir bessere Menschen, wenn wir auf Kuhmilch verzichten und freitags Seminare schwänzen? Oder nehmen uns strukturelle Lösungen sowieso die individuelle Verantwortung, zu handeln? Weniger kontrovers – dafür aber kritisch – kommentieren unsere Redakteurinnen die Fast-Fashion Industrie und die Rechtslage von Affen. Während wir auf Kosten der Umwelt und zulasten unfairer Arbeitsbedingungen T-Shirts bei H&M kaufen, werden Affen ohne jegliche Persönlichkeitsrechte hinter Gitter gesperrt. Hier ist es definitiv an der Zeit, ein besserer Mensch zu werden. Doch besser zu sein heißt nicht nur auf seine Mitmenschen zu achten, sondern auch auf sich selbst. Für Elia ist der bessere Mensch ein bewussterer Mensch. Noch arbeitet sie in einem Berliner Verlag, schon bald möchte sie sich aber als Heilerin selbstständig machen. Sie sagt: Der Mensch muss wieder zu sich selbst finden. Rolf Kasteleiner hingegen ist Theaterregisseur und wirft in seinem neuen Stück „Cyborg-City 2“ Fragen nach der Interaktion zwischen Mensch und Maschine auf. Inwieweit sind wir besser als Maschinen, die uns immer ein Stück voraus sind?

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