Wagners „Walküre“
Geschrieben von Ingeborg Morawetz
Berlin, 9. Juni 2012
Hinfort mit den Kulissen, den Kostümen, den Vorhängen und Flutlichtern! Wagners Götter und Helden sind im Bannkreis um Sir Simon Rattles Dirigentenpodest lebendiger, als es ihnen unter Taft und Tüll auf den Brettern, die die Welt bedeuten, je gestattet war. Zum dritten und letzten Mal in dieser Saison begeisterten die Berliner Philharmoniker am 27. Mai 2012mit einer konzertanten Aufführung von Richard Wagners “Walküre“.
Dieser Vater explodiert einfach nicht: Wes Andersons neuer Film „The Phoenician Scheme“
Wirtschaft, Verbrechen und Familiendrama: Wes Anderson schickt in „The Phoenician Scheme“ einen zwielichtigen Geschäftsmann und eine angehende Nonne durch sein einzigartiges Universum.
Die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin
Geschrieben von Simon Grimm
Berlin, 3. Februar 2012
Kultur, Goldener Bär, roter Teppich und natürlich Prominente: Wie auch in den vergangenen Jahren werden wir an dieser Stelle über die Berlinale berichten.
Die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 9. bis zum 19. Februar statt. Als kleinen Vorgeschmack stellten Festivaldirektor Dieter Kosslick und die Leiter der verschiedenen Filmkategorien ihr Programm im Bundespresseamt vor.
,,Gaza mon Amour“: Rom-Com im Gazastreifen
Eine zynische Liebeskomödie zwischen zwei älteren Menschen im Gazastreifen? So ungewöhnlich, dass eine solche Geschichte wahrscheinlich fehlschlagen würde. Und doch überzeugt. Aktuell in den Kinos zu sehen.
„All of Us Strangers“: So schön, so traurig
Zwischen schmerzhaften Kindheitserinnerungen und einer traurigen Gegenwart, wird die Liebesgeschichte von Adam und Harry erzählt. Warum All of Us Strangers der schönste Pain-pleasure Film seit langem ist.
Wes Andersons „Asteroid City”: Subtile Komik, verwirrende Handlungsebenen und ein grünes Alien
Pastellfarben, Symmetrie und Starbesetzung. Wes Anderson begeistert mit seinem neuen Film „Asteroid City" ausgewählte Kinosäle - aber auch neue Fans?
Willkommen in Asteroid City, eine...
Silent Sun of Russia – ein Film über die junge Generation in Russland
Silent Sun of Russia ist ein erschütternd ehrlicher Film, ein Film voller visueller Metaphern und ästhetischer Aufnahmen, die beinahe vergessen lassen, dass es sich...
Die Räuber
Geschrieben von UnAuf
Berlin, 10. September 2012
Mit Schall, Rauch und Feuer eröffnete das Maxi- Gorki-Theater am 2. September 2012 die Spielzeit 2012/13: “Die Räuber“ von Friedrich Schiller wurden von Regisseur Antú Romero Nunes nicht nur pyrotechnisch überraschend auf die Bühne gebracht.
Trennungswahn in der geteilten Stadt: Wiederaufführung von „Possession“ (1981)
Betrug in der Ehe. Ein homosexuelles Geheimdienstlerpaar auf der Jagd nach einer psychotischen Mutter. Die körperliche und seelische Erfüllung in Form eines Tentakelmonsters, welches in einem verrotteten Kreuzberger Appartement herangezüchtet wird. Das alles ist „Possession“.
Samtsessel, Neonlicht, Sudan-Afrikamera 2024: „BELIEVE“
Unter dem diesjährigen Motto „BELIEVE“ lud die Afrikamera an verschiedenen Orten in Berlin mit einer vielseitigen Auswahl an Kurzfilmen, Dokumentationen sowie Kinofilmen aus Afrika dazu ein, globale Narrative zu hinterfragen.
Das Ganze ist das Überarbeitete
Seit eineinhalb Jahren zeigt die Berliner Schaubühne „Bad Kingdom“ von Regisseur Falk Richter und füllt damit immer noch den Saal. Dabei bekommt man darin wirklich nichts anderes zu sehen als schlechte Szenen. Dass es inhaltlich um die Unmöglichkeit geht, heute gute Kunst zu machen und ein schlechtes Schauspiel nur die performative Konsequenz ist, macht es nicht automatisch gut. Statt sich wirklich an den Bruchlinien unserer Zeit abzuarbeiten, bietet das Stück nur geistloses Gejammer und statt guter Fragmente einen schlechten Aufruf zur Besinnung aufs Ganze.
Zu Gast im Gefängnis
Im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals (ILB) gab es dieses Jahr auch Lesungen in Berliner Justizvollzugsanstalten. Dort stellte unter anderem die Autorin Ronya Othmann ihren für den Deutschen Buchpreis 2024 nominierten Roman „Vierundsiebzig“ vor.
Dystopie-Theater an der Charité – Angehende Ärzt*innen prognostizieren eine kranke Zukunft
Dystopien über Gesundheit, Kontrolle und Einheit gibt es wie Sand am Meer. Am 11. Juli hat die Theater-AG der Charité ihr selbstgeschriebenes Stück „Newtopia“ uraufgeführt. Reizvoll, wenn man bedenkt, dass in dieser Dystopie 20 angehende Ärzt*innen auf der Bühne stehen.
Über den Wert der Kultur. Ein Kommentar
Durch die geplanten Kürzungen des Berliner Kulturfonds drohen der kulturellen Berliner Szene verheerende Folgen. Ein persönlicher Erfahrungsbericht, was die Kürzungen mit Individuen machen.
Stadt der Siegerinnen: Rushdie und Kehlmann beim ILB
Ein Jahr nach dem entsetzlichen Anschlag tritt Salman Rushdie (“Die satanischen Verse”) wieder bei öffentlichen Veranstaltungen auf. Die Lesung beim 23. Internationalen Literaturfestival in Berlin ist dementsprechend restlos ausverkauft. Eine vitale Diskussion über melancholischen Feminismus und rosa Affen.
Männlichkeit: konstruierte Problematik des 21. Jahrhunderts oder notwendiger Diskurs?
Kunstgalerien beschäftigen sich zurzeit häufig mit weiblichen Lebenswirklichkeiten. Klar, männliche Perspektiven auf jegliche Facetten des Lebens gibt es schließlich wie Sand am Meer…oder nicht? Fünfzehn verschiedene Künstler*innen haben sich in der Quantum-Galerie am Ku’damm dennoch mit exakt diesem teilweise sauer aufstoßenden Themenbereich befasst.
Das Beste zum Schluss
Geschrieben von Franziska Sedlbauer
Berlin, 19. Februar 2012
Am gestrigen Abend fand die feierliche Abschlussgala der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt. Anke Engelke war Gastgeberin der Veranstaltung im Berlinale Palast am Potsdamer Platz. Zum Finale der Berlinale wurden unter anderem die Gewinner des Goldenen und der Silbernen Bären in der Sektion Wettbewerb bekanntgegeben.
„RCE”: Digital-Anarchismus mit einer Prise Techno
Neues vom Schiffbauerdamm: Das Berliner Ensemble spielt derzeit das neue Stück von Sybille Berg. Hier wird eine anti-kapitalistische, digitale Revolution inszeniert, die den Zuschauenden aufnimmt, umherwirbelt und etwas bedröppelt zurücklässt.
Familiäre Hassspirale in Anatolien: Rezension zu „The Things You Kill“
Doppelgänger, vertuschte Geheimnisse und Traumata, welche tief in die Vergangenheit hineinreichen. Narrative Zutaten des Thrillers, an denen sich bereits Genre-Größen wie Brian De Palma oder Roman Polanski abgearbeitet haben. Böse Zungen könnten meinen, der „psychological thriller“ sei auserzählt. Glücklicherweise kommt ab und an ein Film wie „The Things You Kill“ um die Ecke.
Lektüre für dunkle Stunden – Die UnAufgefordert-Buchtipps für den Herbst
Wenn das Laub von den Bäumen fällt und der Regen gegen die Fensterscheiben klopft, ist es vielleicht mal wieder Zeit, ein (gutes) Buch in die Hand zu nehmen.






















