Projektbeschreibung

Bleiben, prescription Gehen, sildenafil Vorausgehen“

Wir befinden uns im Jahr 2016 n. Chr. Ganz Großbritannien verlässt die EU. Ganz Großbritannien? Ja! Auch das zum Königreich gehörende Nordirland auf der Nachbarinsel. Auf ihr befindet sich außerdem ein zweiter Staat, die Republik Irland. 
Die irische Insel erzählt eine Geschichte von politischen Konflikten, Wirtschaftskrisen und gesellschaftlicher Spaltung. In unserem diesjährigen Auslandsprojekt haben sich drei Redakteur_innen vor Ort ein Bild gemacht und die Hauptstädte der beiden Staaten auf der Insel besucht. Hier die dazugehörige Bilderreihe.


Die ersten vier Tage verbringen Lena, Vanessa und Florian in Dublin, Hauptstadt der Republik Irland. Im Stadtzentrum drängelt sich ein nicht abreißender Menschenstrom an Baustellen und Fastfood-Ketten in zerfallenen Backsteinhäusern und modernen Prachtbauten vorbei.

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Aber der pulsierenden Hauptstadt entkommen wir leicht. Nur eine Nebengasse weiter erstrahlt das Stadtbild im saftigen, satten Grün der Parks.

Foto: Vanessa Zutz

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Auf dem riesigen Campus des berühmten Trinity Collage erleben wir nicht nur die Welt der Studierenden, sondern auch die gerade stattfindenden Einführungswochen.

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Nach vier Tagen empfängt uns das weniger hektische, aber nicht minder beschauliche Belfast, Hauptstadt von Nordirland. Der Weg ins Zentrum führt zwangsläufig an dem imposanten Bau der City Hall vorbei.

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Während einer Führung durch den traditionsreichen Sitz der Stadtverwaltung vermittelt die kunstvolle Einrichtung sowohl klassische als auch moderne Vorstellungen.

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Zu Ordnung und Gehorsam mahnen die an fast jedem Zaun oder Pfahl angebrachten Alkoholverbotsschilder.

Zu Ordnung und Gehorsam mahnen die an fast jedem Zaun oder Pfahl angebrachten Alkoholverbotsschilder.

Dem Namen der „grünen Insel“ macht auch Belfast alle Ehre und bietet nicht nur im Botanischen Garten reiche Pflanzen- und Wiesenprachten.

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Um berühmte Orte wie das Belfast Castle zu besuchen, wandern wir sprichwörtlich über Stock und Stein.

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Dabei machen wir die ein oder andere Bekanntschaft mit weiteren Einheimischen.

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Neben der Naturidylle bietet die kleine Wanderung ein unvergessliches Panorama und lässt uns die ganze Stadt überblicken.

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Auch in Belfast besuchen wir die Welt der Studierenden und erkunden unter anderem den weitläufigen Campus der anmutigen Queens University.

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Zu den altehrwürdigen Bauten liefern bunte Bilder und Malereien an Hauswänden und Mauern überall in der Stadt einen modernen Kontrast.

Auch die charakteristischen Peace Walls, die während des Nordirlandkonfliktes die pro-irischen Republikaner von den pro-britischen Unionisten trennten, dokumentieren und mahnen bildhaft an die Geschichte der Insel.

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Die künstlerische Aktivität ist immer wieder stiller Ausdruck von Liberalisierung.

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Daneben finden sich zahlreiche Skulpturen und Bauten, die ebenso geschichtsträchtig wie kunstvoll das Stadtbild ergänzen.

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Interessante Nebenrecherche: Die wohl bekannteste Schiffsgeschichte hat hier ihre Wurzeln. In der Werft Harland and Wolff  wurde die R.M.S Titanic gebaut. Von hier stach das damals größte Schiff der Welt zum ersten und letzten Mal in See. Nach Jahrzehnten der Verdrängung wurde 2012 das Titanic Museum eröffnet und erinnert seitdem sowohl an die Tragödie als auch an den Stolz der Stadt.

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Soviel zu den sichtbaren und äußeren Umständen der Insel aus unserer Perspektive. Welche Blickwinkel die irische und nordirische Bevölkerung hat und wie es sich in den beiden Hauptstädten lebt, fanden wir in Interviews und Umfragen heraus. Wir fragten Studierende, Professor_innen und Passant_innen nach den Auswirkungen der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse. Ihre Antworten lest ihr im Heft #238 der UnAufgefordert.

Text: Lena Fiedler, Vanessa Zutz
Fotos: Lena Fiedler, Vanessa Zutz