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	<description>Studierendenzeitung der Humboldt-Universität zu Berlin</description>
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		<title>Frauenvollversammlung</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 18:37:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben von Angela Schuberth

Berlin, 19. März 2012

Anlässlich des Internationalen Frauentages veranstaltete das Büro der zentralen Frauenbeauftragten der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), Dr. Ursula Fuhrich-Grubert, die jährliche Frauenvollversammlung am 08.03.2012. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Frauen für Gerechtigkeit – Gerechtigkeit für Frauen". Die seit 2009 als zentrale Frauenbeauftragte tätige Fuhrich-Grubert betonte in ihren Eröffnungsworten die Wechselwirkungen zwischen Globalisierung und der Rolle der Geschlechter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1546" class="wp-caption alignleft" style="width: 590px"><a href="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/03/Frauenvollversammlung-bearbeitet.jpg"><img class="size-full wp-image-1546" title="Frauenvollversammlung bearbeitet" src="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/03/Frauenvollversammlung-bearbeitet.jpg" alt="" width="580" height="501" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration: Moritz Luka Steiauf</p></div>
<p>Geschrieben von Angela Schuberth</p>
<p>Berlin, 19. März 2012</p>
<p>Anlässlich des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Frauentag" target="_blank">Internationalen Frauentages</a> veranstaltete das Büro der zentralen Frauenbeauftragten der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), Dr. Ursula Fuhrich-Grubert, die jährliche Frauenvollversammlung am 08.03.2012. Die Veranstaltung stand unter dem Motto &#8220;Frauen für Gerechtigkeit – Gerechtigkeit für Frauen&#8221;. Die seit 2009 als zentrale Frauenbeauftragte tätige Fuhrich-Grubert betonte in ihren Eröffnungsworten die Wechselwirkungen zwischen Globalisierung und der Rolle der Geschlechter. Sie lenkte den Blick auf Ungleichheiten nicht nur zwischen Männern und Frauen, sondern auch zwischen Frauen in verschiedenen Regionen und sozialen Situationen.</p>
<p>Als Referent war unter anderen Dr. Nivedita Prasad geladen, Expertin auf dem Gebiet Gewalt gegen Migrantinnen. Sie sprach über die Verletzung von Menschenrechten der Frauen in Deutschland und machte auf zahlreiche Probleme aufmerksam, die im Alltag auftreten und die in sogenannten Schattenberichten von Nichtregierungsorganisationen thematisiert werden.</p>
<p>Abschließend sprach Prof. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der HU. Er beobachte „das Aufrücken der Frauen in das obere Mittelfeld“, was die Besetzung der universitären Arbeitsstellen anbelange, warnte aber davor, deren Potential damit als ausgeschöpft zu betrachten. Für eine Frauenquote sprach er sich nicht eindeutig aus. Er halte es für nicht verkehrt, einen ansteigenden Prozentsatz für die Einstellung von Frauen in Führungspositionen anzustreben. Er sehe sich in der Pflicht, an der HU eine Kultur des Ermöglichens zu etablieren – jeder solle die Chance haben, am akademischen Leben teilzuhaben. Konkrete Maßnahmen zur Umsetzung nannte Olbertz nicht.</p>
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		<title>Shame</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 21:55:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben von Philipp Sickmann

Berlin, 04. März 2012

In der New Yorker U-Bahn sitzt der Geschäftsmann Brandon Sullivan (Michael Fassbender) einer jungen Frau gegenüber. Er schaut ihr in die Augen, deutet ein Lächeln an. Sie blickt zurück, flirtet schüchtern, nicht aufreizend. Die Fremde schlägt ihre Beine übereinander. Schnitt. Brandon läuft nackt durch sein Apartment. Die Wände sind in kaltem Weiß gehalten, die Einrichtung spärlich. Brandons Schwester ruft an, spricht auf seinen Anrufbeantworter. Er ignoriert sie. Schnitt. Brandon bestellt sich eine Prostituierte auf sein Zimmer, diese entkleidet sich langsam vor ihm. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1531" class="wp-caption alignleft" style="width: 590px"><a href="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/03/shame1.png"><img class="size-full wp-image-1531" title="Michael Fassbender, Foto: Prokino Filmverleih" src="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/03/shame1.png" alt="" width="580" height="347" /></a><p class="wp-caption-text">Michael Fassbender, Foto: Prokino Filmverleih</p></div>
<p>Geschrieben von Philipp Sickmann</p>
<p>Berlin, 04. März 2012</p>
<p>In der New Yorker U-Bahn sitzt der Geschäftsmann Brandon Sullivan (Michael Fassbender) einer jungen Frau gegenüber. Er schaut ihr in die Augen, deutet ein Lächeln an. Sie blickt zurück, flirtet schüchtern, nicht aufreizend. Die Fremde schlägt ihre Beine übereinander. Schnitt. Brandon läuft nackt durch sein Apartment. Die Wände sind in kaltem Weiß gehalten, die Einrichtung spärlich. Brandons Schwester ruft an, spricht auf seinen Anrufbeantworter. Er ignoriert sie. Schnitt. Brandon bestellt sich eine Prostituierte auf sein Zimmer, diese entkleidet sich langsam vor ihm. Und dann wieder der Sprung zur U-Bahn, die in eine Station einfährt. Brandon platziert seine Hand am Haltegriff genau neben der der Fremden. Sie spürt ihn im Nacken. Eilig steigt sie aus dem Wagen, taucht im Getümmel der Menschen unter. Brandon läuft ihr nach, will die junge Frau nicht aus den Augen verlieren. Doch auf einmal ist sie verschwunden, außer Sichtweite. Ein kurzes Lächeln huscht über Brandons Lippen. Er macht sich auf den Heimweg.</p>
<p>Die ersten Minuten von &#8220;Shame&#8221; sind äußerst intensiv. Untermalt von Harry Escotts bedrückendem musikalischen Thema führt uns der Film in die Welt des New Yorker Singles Brandon Sullivan. Diese ist beherrscht vom Zwang, von der Sucht und dem unaufhörlichen Verlangen nach Sex. Wenn er abends mit seinen Kollegen unterwegs ist, reißt er Frauen auf. Bleibt er zu Hause, bestellt er sich Prostituierte aufs Zimmer. Oder er surft auf Porno-Seiten und besucht Sex-Chats. Selbst am Arbeitsplatz verschwindet er in den Pausen auf der Toilette. Doch Brandons heimliche Routine ist mit einem Mal gefährdet, als seine Schwester Sissy (Carey Mulligan) unverhofft in seiner Wohnung auftaucht. Die von Depressionen geplagte Sängerin dringt in Brandons abgeschottetes Privatleben ein, was ihm zunehmend psychisch zu schaffen macht.</p>
<p>Das Thema Sex ist in Beziehungsdramen und -komödien der letzten Jahre zu einer Art Dreh- und Angelpunkt geworden. &#8220;Shame&#8221; hingegen behandelt Sex als Sucht und mit einer im Kino selten gesehenen Ernsthaftigkeit. Sex gibt der Hauptfigur keine Erlösung, keinen Höhepunkt, keine Vereinigung mit der Geliebten. Er ist lediglich eine Bedürfnisbefriedigung mit für ihn bedeutungslosen Menschen. Rein. Raus. Ende. Sex als Droge, die ein Leben zerstört. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen mit den Geschwistern Brandon und Sissy zwei zutiefst gestörte Charaktere, die beide unfähig sind einander zu helfen. Dass sie es dennoch versuchen – aus familiärer Verbundenheit –, ist die Grundformel dieses Dramas.</p>
<p>Der Sex wird in &#8220;Shame&#8221; explizit, allerdings nie aufreizend oder pornographisch dargestellt. Selbst die härtesten Szenen strahlen wenig Erotisches aus – Sex verkommt zu einer Übung, einem Kraftakt, unter dem die Hauptfigur sichtbar leidet. Dass diese inneren Konflikte so unverfälscht und unmittelbar wirken, ist unter anderem das Verdienst von Steve McQueen. Der britische Regisseur hat bereits mit dem Häftlingsdrama &#8220;Hunger&#8221; eindrucksvoll und konsequent einen menschlichen Leidensweg verfolgt. &#8220;Shame&#8221; setzt McQueens Erstlingswerk nahtlos fort. Es ist auffallend, in welch bedächtigem Tempo er die Geschichte erzählt. Oft dauern die Einstellungen minutenlang und verharren erbarmungslos auf den Figuren. Selbst in den Momenten, in denen sie sich am liebsten vor der Welt verstecken möchten. Diese Technik McQueens scheint den Schauspielern viel Raum zur Entfaltung zu gewähren.</p>
<p>Denkwürdig ist die Szene zur Mitte des Films, als Brandon mit seinem Chef zusammen ein Konzert seiner Schwester in einem kleinen Nobel-Klub besucht.  Dort singt Sissy Frank Sinatras „New York, New York“ mit einer so tiefen Traurigkeit in der Stimme, als gäbe es keine Hoffnung mehr auf ein gutes Ende; New York als entzauberte Stadt der Süchtigen. Und mit jeder Minute des Liedes scheint es auch den Zuhörern immer mehr Kraft abzuverlangen. Die Gesichter der Hauptfiguren in Nahaufnahme, sind fast regungslos und spiegeln doch die menschlichen Abgründe wider. Das zeigt zugleich den zweiten Grund, warum &#8220;Shame&#8221; als Drama funktioniert:  Die Leistung der Schauspieler ist hervorragend.</p>
<p>Allen voran ist natürlich Michael Fassbender zu erwähnen. Für seine Leistung wurde der gebürtige Heidelberger bereits bei den Filmfestspielen in Venedig als bester Schauspieler geehrt. Als Brandon ist er mal ein Getriebener, mal ein Charmeur, mal ein Abhängiger, ein Verzweifelter, ein Aufreißer, ein Ruheloser, ein hoffnungslos Gefangener. Mit seinem Lächeln kann er jede Frau sofort für sich gewinnen. Doch schon in der nächsten Szene hockt er wie ein Häufchen Elend in einer Ecke seines Apartments. Fassbender zeigt alle diese Facetten seiner Figur bravourös und mit bemerkenswerter Hingabe. Ebenso seine Kollegin, Carey Mulligan, welche die verletzliche und naive Sissy äußerst lebensecht und natürlich verkörpert.</p>
<p>Der langsame und dezente Erzählstil kommt mit wenigen Spannungsmomenten aus. Innere Konflikte und intensive menschliche Begegnungen prägen den Film. Für manchen mag der Stil etwas zu dezent sein. Zudem droht dem Film am Ende die Luft auszugehen, als er sich in allzu exhibitionistischer Dramatik versucht. Das soll jedoch nicht den Gesamteindruck schmälern: &#8220;Shame&#8221; ist ein Kino-Juwel und sehr empfehlenswert für jeden, der sich auf das Thema einlassen kann und will. Die Problematik ist mutig und unverbraucht, und die Leistungen des Regisseurs und des restlichen Stabs machen das Drama zu einem ungeschönten, brutalen und eindrucksvoll emotionalen Erlebnis. &#8220;Shame&#8221; ist ein Film, der nachhallt – etwas, das man bei Leibe nicht von vielen Werken sagen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Großbritannien 2011, 100 Minuten</em><br />
<em>Regie: Steve McQueen</em><br />
<em>Darsteller: Michael Fassbender, Carey Mulligan, James Badge Dale, Nicole Beharie und andere</em><br />
<em>Seit dem 1. März in den deutschen Kinos</em></p>
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		<title>Das Beste zum Schluss</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 02:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben von Franziska Sedlbauer

Berlin, 19. Februar 2012

Am gestrigen Abend fand die feierliche Abschlussgala der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt. Anke Engelke war Gastgeberin der Veranstaltung im Berlinale Palast am Potsdamer Platz. Zum Finale der Berlinale wurden unter anderem die Gewinner des Goldenen und der Silbernen Bären in der Sektion Wettbewerb bekanntgegeben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1425" class="wp-caption alignleft" style="width: 479px"><a href="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/02/IMGP2050.jpg"><img class="size-full wp-image-1425 " title="Im Berlinale Palast fand die Abschlussgala der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt.  Foto: Caspar Schwietering" src="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/02/IMGP2050-e1329619092225.jpg" alt="" width="469" height="387" /></a><p class="wp-caption-text">Im Berlinale Palast fand die Abschlussgala der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt. Foto: Caspar Schwietering</p></div>
<p>Geschrieben von <strong></strong>Franziska Sedlbauer</p>
<p>Berlin, 19. Februar 2012</p>
<p>Am gestrigen Abend fand die feierliche Abschlussgala der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt. Anke Engelke war Gastgeberin der Veranstaltung im Berlinale Palast am Potsdamer Platz. Zum Finale der Berlinale wurden unter anderem die Gewinner des Goldenen und der Silbernen Bären in der Sektion Wettbewerb bekanntgegeben.</p>
<p>Den Goldenen Bär für den Besten Film erhielt das italienische Regisseur-Bruderpaar Paolo und Vittorio Taviani mit ihrem Film &#8220;Cesare deve morire&#8221; (Caesar Must Die). Der Spielfilm begleitet Gefängnisinsassen bei den Proben zu einer Theaterinszenierung. Diese wahre Begebenheit wurde mit Häftlingen der römischen Strafanstalt Rebibbia inszeniert und spielt auch dort.</p>
<p>Der Preisträger des Großen Preis der Jury &#8211; Silberner Bär hat ebenfalls Bezug zu realen Geschehnissen.  Bence Fliegaufs <a title="Csak a szél" href="http://www.unauf.de/2012/02/18/csak-a-szel-just-the-wind/">&#8220;Csak a szél&#8221; (Just The Wind)</a> thematisiert Rassismus in Ungarn. An ihn gingen auch der Amnesty International Filmpreis und der Friedensfilmpreis. &#8220;Wenn ich aus einem Albtraum aufwache, dann weiß ich, dass ich darüber einen Film drehen muss&#8221;, erklärt Fliegauf seine Motivation für diesen Film.</p>
<p>Christian Petzold erhielt den Silbernen Bär für die Beste Regie. Sein Wettbewerbsfilm<br />
<a title="Barbara" href="http://www.unauf.de/2012/02/15/barbara/">&#8220;Barbara&#8221; (Barbara)</a>  zeigt eine Liebesgeschichte in der DDR und reflektiert durch die Beziehungen der Bürger untereinander das Leben in der Diktatur. Petzold ist in Westdeutschland geboren, seine Eltern flüchteten aus der DDR. Er verbrachte die Sommerferien regelmäßig in Ostdeutschland. Diese Erfahrungen und die Hilfe von Experten haben dem Film zu einer realistischen Erzählweise verholfen. Auch die Leser der Berliner Morgenpost waren von &#8220;Barbara&#8221; überzeugt und wählten ihn zum Sieger ihres Leserpreises.</p>
<p>Mit Rachel Mwanza aus der Demokratischen Republik Kongo erhielt eine Laienschauspielerin den Silbernen Bär für die Beste Darstellerin. Und mit ihren 15 Jahren wohl auch die Jüngste. Sie ist als Straßenkind entdeckt worden und sah in dem Film &#8220;Rebelle&#8221; (War Witch) „die Chance meines Lebens“.</p>
<p>Der Silberne Bär für den Besten Darsteller ging an den Dänen Mikkel Boe Følsgaard  in &#8220;En Kongelig Affære&#8221; (Die Königin und der Leibarzt). Dieser Film hatte nach Meinung der Jury auch das Beste Drehbuch. So erhielten Nikolaj Arcel und Rasmus Heisterberg hierfür den Silbernen Bären.</p>
<p>Die Kameraführung von Lutz Reitemeier überzeugte in &#8220;Bai lu yuan&#8221; (White Deer Plain) und brachte ihm den Silbernen Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung ein.</p>
<p>Für Kurzentschlossene: Einige Gewinnerfilme laufen auch noch am heutigen, letzten Tag der Berlinale. Wer sein Glück an der Abendkasse versuchen will, kann den Kinosonntag um 15.30 Uhr im Haus der Berliner Festspiele beginnen. Hier wird  &#8220;Csak a szél&#8221; gezeigt. Um 18.00 Uhr geht es dann in der gleichen Spielstätte mit &#8220;Cesare deve morire&#8221; weiter. Alternativ läuft ab 19.00 Uhr im Berlinale Palast &#8220;Rebelle&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.unauf.de/category/berlinale/">Weitere Artikel zur Berlinale findest du auf unserer Projektseite &#8220;Berlinale&#8221;. </a></p>
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		<title>Bel Ami</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 02:24:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschrieben von Maximilian Nominacher

Berlin, 19. Februar 2012

Abgeschlagen und fast mittellos steht der junge Soldat Georges Duroy (Robert Pattinson) vor einem Lokal im Paris des späten 19. Jahrhunderts. Seine Kleidung ist schäbig, die Haare schmierig. Voller Neid beobachtet er die ausgelassene Stimmung im Inneren. Duroy hasst es, arm zu sein. Er geht hinein und kauft sich für seine letzten paar Francs ein Bier. Inmitten des Trubels trifft er auf Charles Forestier (Philip Glenister), einen Kameraden aus der Zeit, als er in Algerien stationiert war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1502" class="wp-caption alignleft" style="width: 590px"><a href="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/02/BelAmi.png"><img class="size-full wp-image-1502" title="Uma Thurman, Robert Pattinson, Foto: Studiocanal GmbH" src="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/02/BelAmi.png" alt="" width="580" height="387" /></a><p class="wp-caption-text">Uma Thurman, Robert Pattinson, Foto: Studiocanal GmbH</p></div>
<p>Geschrieben von Maximilian Nominacher</p>
<p>Berlin, 19. Februar 2012</p>
<p>Abgeschlagen und fast mittellos steht der junge Soldat Georges Duroy (Robert Pattinson) vor einem Lokal im Paris des späten 19. Jahrhunderts. Seine Kleidung ist schäbig, die Haare schmierig. Voller Neid beobachtet er die ausgelassene Stimmung im Inneren. Duroy hasst es, arm zu sein. Er geht hinein und kauft sich für seine letzten paar Francs ein Bier. Inmitten des Trubels trifft er auf Charles Forestier (Philip Glenister), einen Kameraden aus der Zeit, als er in Algerien stationiert war.</p>
<p>Dieser ist mittlerweile politischer Redakteur bei &#8220;La vie française&#8221;, einer Zeitung, deren Ziel es ist, die französische Regierung zu stürzen. Er schwärmt von Paris, das voller Geld und Möglichkeiten sei: „Sogar die Huren werden reich.“ Von da an ist schales Bier für Duroy passé, Champagner muss her. Von Forestier erhält er das nötige Kleingeld, um sich neu einzukleiden und eine Einladung für den nächsten Tag zum Abendessen.</p>
<p>Dort trifft sich die Pariser Oberschicht. Forestier, seine Frau Madeleine (Uma Thurman) und Monsieur Rousset (Colm Meaney), der Herausgeber von &#8220;La vie française&#8221;, diskutieren über die politische Lage in Algerien. Madeleine schlägt vor, die Zeitung solle Duroys – nicht existierendes – Tagebuch aus seiner Zeit in Algerien drucken. Sie bietet an, ihm beim Schreiben zu helfen und verfasst eine sehnsüchtige Wüstenromanze. So lernt Duroy von Madeleine die entscheidende Lektion, für den Aufstieg in die Pariser Oberschicht: „Die wichtigsten Personen in Paris sind nicht die Männer, sondern deren Ehefrauen.” Um erfolgreich zu sein, müsse er vor allem diese von sich überzeugen.</p>
<p>Da der Artikel über sein Tagebuch ein Erfolg war, stellt Rousset ihn als Redakteur ein. Als der jedoch merkt, dass Duroy jegliches Talent zum Schreiben fehlt, setzt er ihn wieder auf die Straße. Über Roussets Frau gelingt es Duroy jedoch, wieder eingestellt zu werden. Er steigt zum Leiter der Klatschspalte auf. Die Strategie Duroys, des guten Freundes (Bel Ami), wie er von da an bei den Damen bekannt ist, geht auf. Er nimmt sich skrupellos eine nach der anderen zur Geliebten und schafft es so mit eiskalter Berechnung an die Spitze der Pariser Gesellschaft. Nie wieder will er arm sein, niemals so enden wie sein Vater, ein mittelloser französischer Bauer, der auf Besseres im nächsten Leben hofft.</p>
<p>&#8220;Bel Ami&#8221; beeindruckt vor allem durch prunkvolle Kostüme und eine opulente Kulisse des Pariser Fin de siècle, einer künstlerischen Bewegung aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Robert Pattinson schafft es allerdings nicht, dem Karrieristen Duroy ein überzeugendes Gesicht zu geben. Meistens wirkt er wie ein unsicherer, naiver Schuljunge. Unwillkürlich fragt man sich, weshalb sich ihm all die Schönheiten bereitwillig zu Füßen legen. Einzig, als er im Streit Madame Rousset brutal von sich stößt, zeigt er schauspielerisches Können. Diesen Makel des Bel Ami kann die großartige Uma Thurman leider nicht ganz kaschieren.</p>
<p>Zum Schluss sieht man Duroy bei seiner Hochzeit. Jeden seiner Gäste hat er getäuscht, betrogen und missbraucht. Ohne Talent ist er ganz oben angekommen. Eigentlich eine moderne Geschichte. Schade, dass die Umsetzung so enttäuscht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Großbritannien, Frankreich, Italien 2011, 102 Minuten<br />
Sektion: Wettbewerb (außer Konkurrenz)<br />
Sprache: Englisch<br />
Regie: Declan Donnellan, Nick Ormerod<br />
Darsteller: Robert Pattinson, Uma Thurman, Kristin Scott Thomas, Christina Ricci und andere<br />
Ab dem 26. April 2012 regulär in den deutschen Kinos </em></p>
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		<title>Lernen von Chile?</title>
		<link>http://www.unauf.de/2012/02/18/lernen-von-chile/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 00:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Studieren]]></category>
		<category><![CDATA[Audimax]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben von Susanne Schwarz

Berlin, 18. Februar 2012

Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) und Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben zu einer Diskussion über mehr Gerechtigkeit im Bildungswesen eingeladen. Im Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) versammelten sich am 8. Februar Interessierte jeder Alterstufe, um studentische Aktivisten der aktuellen Aufstände in Chile zu hören. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1490" class="wp-caption alignleft" style="width: 590px"><a href="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/02/AudimaxCamilaCallejo.png"><img class="size-full wp-image-1490" title="Camila Vallejo, Foto: Zur Verfügung gestellt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung" src="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/02/AudimaxCamilaCallejo.png" alt="" width="580" height="387" /></a><p class="wp-caption-text">Camila Vallejo, Foto: Zur Verfügung gestellt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung</p></div>
<p>Geschrieben von Susanne Schwarz</p>
<p>Berlin, 18. Februar 2012</p>
<p>Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) und Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben zu einer Diskussion über mehr Gerechtigkeit im Bildungswesen eingeladen. Im Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) versammelten sich am 8. Februar Interessierte jeder Alterstufe, um studentische Aktivisten der aktuellen Aufstände in Chile zu hören. Und auch Kritiker des deutschen Bildungssystems waren als Referenten eingeladen. Die Diskussion ist Teil der Veranstaltungsreihe &#8220;Wir können die Welt verändern!&#8221; von RLS und GEW.</p>
<p>Erste Referentin war Camila Vallejo. Der Titel der Veranstaltungsreihe stammt vom gleichnamigen, in Chile erschienenen Buch Vallejos (&#8220;Podemos cambiar el mundo&#8221;). Die 23-Jährige ist Vizepräsidentin der Studentenvereinigung der Universität von Chile (Federación de Estudiantes de la Universidad de Chile), die internationalen Medien haben sie zur Galionsfigur der chilenischen Aufstände erklärt.</p>
<p>Innerhalb des vergangenen Jahres hat sich in Chile die Mehrheit der Bevölkerung gegen die rechtsliberale Regierung zusammengeschlossen. Was mit Studierenden und der Forderung nach kostenloser Bildung begonnen hatte, breitete sich im Verlauf des Jahres 2011 auch auf Gewerkschaften, links-orientierte Parteien und andere Organisationen Chiles aus.</p>
<p>Die Bewegung erhält in der Bevölkerung enormen Zuspruch. Umfragen zeigen, dass über 80 Prozent der Chilenen hinter den Protesten stehen, während die Umfragewerte für den regierenden Staatspräsidenten Sebastián Piñera stetig abnehmen.</p>
<p>Neben Vallejo sprachen im Audimax der HU auch Karol Cariola, Generalsekretärin der Kommunistischen Jugend Chiles (Juventudes Comunistas de Chile) und Jorge Murúa vom Gewerkschaftsdachverband CUT (Central Unitaria de Trabajadores de Chile). Unterstützt wurden die chilenischen Redner durch Paula Rauch, Geschäftsführerin Die Linke.Sozialistisch-demokratischer Studierendenverband und Andreas Keller (GEW).</p>
<p>Die Referenten informierten über die sozialpolitische Situation in Chile, sowie die Hintergründe der Aufstände. Cariola machte etwa begreiflich, warum nicht nur Studierende großes Interesse an der Bewegung zeigen: „Es kam der Moment, an dem wir erkannten, dass es nicht ausreicht, nur eine kostenlose Bildung zu fordern.“ Es dürften auch andere Bereiche wie das Steuersystem nicht mehr brach liegen, so die Aktivistin. Wie Solidarität innerhalb der Bevölkerung und unter verschiedenen Protestgruppen entstanden ist, kam ebenso zum Gespräch.</p>
<p>Laut Paula Rauch sind die Hintergründe der chilenischen Proteste mit dem deutschen Bildungssystem vergleichbar: „Insbesondere, wenn man sich anguckt, dass wir hier eigentlich nach der Wende auch eine komplette ideologische Hegemonie des Neoliberalismus haben, die sich natürlich auch massiv im Bildungssystem niederschlägt“.</p>
<p>Wer die Veranstaltung verpasst hat, findet eine Videoaufzeichnung der Diskussion unter: <a title="Aufzeichnung" href="http://www.youtube.com/watch?v=4UAnNFMU9CY">http://www.youtube.com/watch?v=4UAnNFMU9CY</a></p>
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		<title>Csak a szél  (Just The Wind)</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 00:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben von Peter Kraus

Berlin, 18. Februar 2012

Wieder wurde eine Roma-Familie ausgelöscht, diesmal die Lakatos. Sogar die Kinder wurden mit Schüssen aus einer Schrotflinte ermordet. Keiner weiß, wer verantwortlich ist. Keiner weiß, wen es als Nächsten treffen wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1485" class="wp-caption alignleft" style="width: 590px"><a href="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/02/ungarn.png"><img class="size-full wp-image-1485" title="Lajos Sárkány, Foto: Zur Verfügung gestellt von der Berlinale" src="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/02/ungarn.png" alt="" width="580" height="352" /></a><p class="wp-caption-text">Lajos Sárkány, Foto: Zur Verfügung gestellt von der Berlinale</p></div>
<p>Geschrieben von Peter Kraus</p>
<p>Berlin, 18. Februar 2012</p>
<p>Wieder wurde eine Roma-Familie ausgelöscht, diesmal die Lakatos. Sogar die Kinder wurden mit Schüssen aus einer Schrotflinte ermordet. Keiner weiß, wer verantwortlich ist. Keiner weiß, wen es als Nächsten treffen wird.</p>
<p>Diese Unsicherheit müssen Mari (Katalin Toldi) und ihre zwei Kinder Anna (Gyöngyi Lendvai) und Rió (Lajos Sárkány) ertragen. Die Roma-Familie lebt unter ärmlichen Bedingungen in Ungarn. Zusätzlich muss sich Mari um ihren Vater kümmern. Ihr Mann ist bereits in Kanada, wohin ihm die restliche Familie so bald wie möglich folgen soll. Bis dahin jedoch ist ihr tägliches Leben von Angst geprägt. Jeder der Drei wird auf andere Weise mir dieser konfrontiert und jeder sucht einen eigenen Weg, mir ihr zurechtzukommen. Alle bemühen sich jedoch, ihren Tagesablauf so normal wie möglich fortzuführen.</p>
<p>Die Routine des Alltags: Mari fährt zur Arbeit. Sie reinigt zuerst den Straßenrand, anschließend putzt sie in einer Schule. Anna geht in den Unterricht, malt Bilder, die sie gegen Nagellack tauscht. Am Nachmittag kümmert sie sich um die kleine Zita. Rió streunert herum, sammelt, was er nützlich findet und spielt mit anderen Kindern. Schließlich treffen sie sich wieder zu Hause und die Nacht bricht an.</p>
<p>Der ungarische Regisseur Bence Fliegauf zeigt, dass sich das Wesentliche unter der Oberfläche abspielt und konfrontiert den Zuschauer mit einer instinktiven Angst. Er macht deutlich wie unheimlich das Vertraute auf uns wirken kann, wenn wir uns unsicher fühlen. Wie triviale Dinge, etwa das Urinieren im Wald, an dessen Rand die Familie lebt, zu einem Wagnis werden. Alles wirkt verdächtig. Die äußere Anspannung überträgt sich auf das Innere, erzeugt dort neue Konflikte.</p>
<p>Im Großen und Ganzen gelingt ihm damit ein realistisches Portrait. Die Darsteller, die alle Laien sind, wirken in ihrem Handeln sehr instinktiv. Der Eindruck, den die Szenen hinterlassen, wird durch die schlicht gehaltene Musik und eine gelungene Kameraführung noch verstärkt. Fliegauf bedient sich Klischees und spiegelt sie an der Realität. Es werden verschiedene Problematiken angeschnitten, wodurch die Welt der Charaktere an Komplexität gewinnt. Einiges wird bewusst unklar dargestellt. So bleibt die Motivation für bestimmte Handlungen oft unverständlich und der Zuschauer kann sich nur schwer in die Situationen hineinversetzen. Am Ende bleibt man mit einigen Fragen zurück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Ungarn, Deutschland, Frankreich 2012, 98 Minuten<br />
Sektion: Wettbewerb<br />
Sprache: Ungarisch, mit englischen Untertiteln<br />
Regie: Bence Fliegauf<br />
Darsteller: Lajos Sárkány, Katalin Toldi, Gyöngyi Lendvai, György Toldi und andere<br />
Weitere Vorführungen: Sonntag, 19. Februar, 15.30 Uhr, Haus der Berliner Festspiele</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mommy Is Coming</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 00:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben von Annika Koch

Berlin, 17. Februar 2012

Es war einmal in Berlin – Wie ein Märchen beginnt die lesbische Komödie "Mommy Is Coming" von Cheryl Dunye. Als sich Dylan (Lil Harlow) ins Taxi setzt, liegt der Revolver an seinem Platz in der Tasche. Claudia (Papí Coxxx) steigt dazu. Sie greift nach der Waffe, hält sie Dylan an den Kopf und schnauzt die Taxifahrerin an: „Keep driving“. Die beiden beginnen sich zu küssen. Wir blicken auf Dylans rosa Schamlippen, als die Revolverspitze in sie eindringt. Die beiden Frauen stöhnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1479" class="wp-caption alignleft" style="width: 590px"><a href="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/02/20120786_2.png"><img class="size-full wp-image-1479" title="Maggie Tapert, Papí Coxxx, Foto: Jürgen Brüning Filmproduktion / Emilie Jouvet" src="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/02/20120786_2.png" alt="" width="580" height="387" /></a><p class="wp-caption-text">Maggie Tapert, Papí Coxxx, Foto: Jürgen Brüning Filmproduktion / Emilie Jouvet</p></div>
<p>Geschrieben von Annika Koch</p>
<p>Berlin, 17. Februar 2012</p>
<p>Es war einmal in Berlin – Wie ein Märchen beginnt die lesbische Komödie &#8220;Mommy Is Coming&#8221; von Cheryl Dunye. Als sich Dylan (Lil Harlow) ins Taxi setzt, liegt der Revolver an seinem Platz in der Tasche. Claudia (Papí Coxxx) steigt dazu. Sie greift nach der Waffe, hält sie Dylan an den Kopf und schnauzt die Taxifahrerin an: „Keep driving“. Die beiden beginnen sich zu küssen. Wir blicken auf Dylans rosa Schamlippen, als die Revolverspitze in sie eindringt. Die beiden Frauen stöhnen.</p>
<p>Dylan und Claudia leben ihre sexuellen Fantasien aus wo und wann sie wollen. Trotzdem bleibt ihre Beziehung für beide nicht erfüllend: Dylan möchte andere Erfahrungen machen, Claudia dagegen sehnt sich nach einer romantischen Beziehung. Kurzerhand macht Dylan mit Claudia Schluss. Von nun an sucht sie das Vergnügen mit anderen Frauen. Auch die enttäuschte Claudia nutzt die Gelegenheit, um Neues zu entdecken: Verkleidet als Mann erforscht sie unter dem Namen Claude wilde Berliner Sex-Parties. Sie beginnt eine Affäre mit Helen (Maggie Tapert), einem Gast des Hotels, in dem sie arbeitet. Helen will der Ehekrise mit ihrem Mann Hans entfliehen.</p>
<p>Nachdem sie Helen in ihrem Hotelzimmer einen Orgasmus verschafft, entdeckt Claude ein Foto auf dem Nachttisch, welches ihre neue Liebschaft neben Dylan zeigt – Helen ist ihre Mutter. Die Dreiecksgeschichte schaukelt sich immer mehr auf und findet ihren Höhepunkt in einer Nacht im Hotelzimmer. Der Ausgang des Dramas bleibt bis in die letzte Minute unvorhersehbar, doch eines ist gewiss: Das Publikum wird schmunzeln.</p>
<p>Die amerikanische Regisseurin hat sich bereits mit &#8220;My Baby’s Daddy&#8221;, &#8220;Stranger Inside&#8221; und &#8220;The Watermelon Woman&#8221; einen Namen gemacht. Dennoch war &#8220;Mommy Is Coming&#8221; eine neue Erfahrung für sie: Es ist der erste Film, für den sie derartig direkte Sexszenen gedreht hat. Nach der Premierenvorführung des Films auf der Berlinale erzählt Dunye von den Hintergründen des Skriptes. Eine der ausschlaggebenden Ideen sei es gewesen, Queer Cinema – Kino mit besonderem Fokus auf nicht heterosexuelle Thematiken – auf einer neuen Ebene zu behandeln. Man nehme als Zuschauer nur an, dass die Leute Sex hätten, sehe es aber nicht, fast sie die übliche Praxis zusammen. Dies solle sich, ihrer Meinung nach, ändern: Im Film müsse mit Sexualität gespielt und experimentiert werden dürfen. Vor allem aber sei es wichtig, dass gemeinsam darüber gelacht werde.</p>
<p>Dies ist ihr mit der Komödie &#8220;Mommy Is Coming&#8221; gelungen: Der Film ist ein fesselndes Märchen über Nähe, lesbisches Begehren, sexuelle Experimente und den jugendlichen Konflikt mit den Eltern inmitten der Kulisse eines jungen, angesagten Berlins. Schamlos, lustig, verspielt, experimentell und auf alle Fälle sehenswert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Deutschland 2012, 64 Minuten</em><em><br />
</em><em>Sektion: Panorama</em><br />
<em>Sprache: Englisch</em><br />
<em>Regie: Charyl Dunye</em><br />
<em>Darsteller: Papí Coxxx, Lil Harlow, Maggie Tapert, Stefan Kuschner und andere</em><br />
<em>Ab dem 8. März regulär im Kino</em></p>
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		<title>L’âge atomique  (Atomic Age)</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 00:48:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben von Sarah Petrick

Berlin, 17. Februar 2012

Victor (Eliott Paquet) und Rainer (Dominik Wojcik), zwei Pariser Jugendliche suchen das Vergnügen. Doch was sie finden ist eine wenig glamouröse, klebrige, stickige Welt. Sie zieht die ziellos vor sich hin Lebenden in ihren trügerischen Bann. Mit Red Bull spülen sie den Alkohol herunter. Nicht die Vorfreude auf das Außergewöhnliche scheint die beiden anzutreiben, eher das Verlangen die Leere ihres Alltags zu füllen: mit Rausch, Zigaretten und der subtilen Erotik eines schmierigen Nachtklubs, in dem alles vertraut aber feindlich wirkt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1474" class="wp-caption alignleft" style="width: 590px"><a href="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/02/20120438_2.png"><img class="size-full wp-image-1474" title="Eliott Paquet, Dominik Wojcik, Foto: Zur Verfügung gestellt von der Berlinale" src="http://www.unauf.de/wp-content/uploads/2012/02/20120438_2.png" alt="" width="580" height="326" /></a><p class="wp-caption-text">Eliott Paquet, Dominik Wojcik, Foto: Zur Verfügung gestellt von der Berlinale</p></div>
<p>Geschrieben von Sarah Petrick</p>
<p>Berlin, 17. Februar 2012</p>
<p>Victor (Eliott Paquet) und Rainer (Dominik Wojcik), zwei Pariser Jugendliche suchen das Vergnügen. Doch was sie finden ist eine wenig glamouröse, klebrige, stickige Welt. Sie zieht die ziellos vor sich hin Lebenden in ihren trügerischen Bann. Mit Red Bull spülen sie den Alkohol herunter. Nicht die Vorfreude auf das Außergewöhnliche scheint die beiden anzutreiben, eher das Verlangen die Leere ihres Alltags zu füllen: mit Rausch, Zigaretten und der subtilen Erotik eines schmierigen Nachtklubs, in dem alles vertraut aber feindlich wirkt.</p>
<p>Man schaut auf sie herab: Zwei schwermütige Verlierer, die zusammen mit all den anderen, vom Rausch betäubten Jugendlichen, wie in Trance zu den dumpfen Klängen der Synthesizer tanzen. Victor flirtet mit einem Jungen, lässt ihn jedoch nicht an sich heran. Rainer beobachtet begierig die lasziv tanzenden Mädchen und ist entschlossen diese Nacht nicht leer auszugehen. Er ist sich sicher, dass eines der Mädchen ihn will. Die Zurückweisung trifft ihn hart, ist ihm aber scheinbar vertraut. Die Beiden rauchen vor der Tür einen tröstenden Joint und werden aufmüpfig. Sie gehen noch einmal an der Schlange vor dem Klub vorbei und mokieren sich über die anderen vergnügungsdurstigen Jugendlichen.</p>
<p>Théo (Niels Schneider), wittert die Chance auf eine Auseinandersetzung. Ein wahnwitziges Wortgefecht entbrennt, indem es nur darum geht sich zu profilieren: Wer hat mehr Geld? Wer ist besser im Bett? Ein scheinbar völlig unsinniger Streit, doch er trifft den Nerv des Films: Die Last des Erwachsenwerdens, das Bedürfnis zu gefallen, sich einzugliedern und gleichzeitig das Widerstreben dagegen. Die Langeweile, die in Hass auf sich selbst und andere umschlägt. Nach einer unbeholfenen Rangelei machen sich Rainer und Victor auf den Weg. Gewonnen hat keiner, was bleibt ist die immer selbe Leere.</p>
<p>Sie trotten ziellos durch Paris, gedankenversunken und erschöpft. Scheinbar ewig sitzen sie auf einer Bank und starren an die Wand. Die Nachwirkungen des Rausches vernebeln ihre Welt. Ein Mädchen kommt aus dem Nichts, auch sie ist träge und abwesend. Nach einer Weile wendet sie sich zu Rainer, will ihn mit zu sich nehmen. Er möchte seinen Freund jedoch nicht allein lassen, der apathisch vor sich hin starrt. Es scheint, als hänge das Schicksal der beiden an nur einem Faden.</p>
<p>Sie machen sich auf den Heimweg durch einen mystisch wirkenden Wald. Beide sind in ihrer eigenen Traumwelt gefangen und verlieren sich. Victor findet Rainer an einem Teich liegend wieder. Er setzt sich dazu. Victor fragt: „Do you love me?“. „Yes“, antwortet Rainer ernst. Victor erwidert: „I love you too. I mean, I really do.“ Welche Art von Liebe sich die beiden gestehen, bleibt offen. Doch die Tiefe ihrer Bindung erscheint einem beeindruckend nah vor.</p>
<p>&#8220;L’âge atomique&#8221; scheint eine passende Bezeichnung für diese schwierige, explosive Lebensphase zu sein, durch die die beiden Hauptdarsteller kurz aber intim begleitet werden.</p>
<p>Ein emotionsgeladener Film über das Erwachsenwerden und über die Freundschaft zwischen zwei jungen Männern jenseits von Klischees. Mit eindringlichen Bildern und einer ansteckenden Melancholie vermittelt er eine eher unbehagliche Grundstimmung. Dennoch, es gibt zwischendurch immer wieder etwas zum Schmunzeln. Man fühlt sich in die eigene Pubertät zurückversetzt.</p>
<p>&nbsp;<br />
<em><br />
Frankreich 2011, 67 Minuten<br />
Sektion: Panorama<br />
Sprache: Französisch, mit englischen Untertiteln<br />
Regie: Héléna Klotz<br />
Darsteller: Eliott Paquet, Dominik Wojcik und andere<br />
Weitere Vorstellungen: Samstag, 18. Februar, 21.30 Uhr, CinemaxX </em></p>
]]></content:encoded>
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