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Josef Hader im Interview mit der UnAufgefordert

Von und |Sonntag, 19. Februar 2017|Berlinale, Leben|

„Immer wenn ich sage, was ich denke, ist schlechte Stimmung.” Der österreichische Kabarettist, Autor, Schauspieler und neuerdings auch Regisseur Josef Hader feiert im diesjährigen Berlinale Wettbewerb mit „Wilde Maus“ sein Regiedebüt. Er selbst spielt die Hauptrolle Georg Endl. Mit der UnAuf sprach Josef Hader über seine Studienzeit, Leidenschaften, die Komik und den Wahnsinn in die „Wilde Maus“.

Colo – Warten auf den Wandel

Von |Samstag, 18. Februar 2017|Berlinale, Leben|

Krisen können Menschen zusammenschweißen. Wenn etwa der Wille da ist, eine schwierige Situation zu überdauern. Eine Wende muss kommen, schließlich ist eine Krise kein Dauerzustand. Sie muss vorüber gehen. Nicht so in Portugal. Hier hat sich die Krise in den ärmlichen Wohnhaussiedlungen eingenistet. Sie geht einfach nicht weg. Die Familien, die dort leben, zerbrechen daran. Ihr Wille ist nur noch ein Warten auf die Wende.

The Party – Everybody’s Darling

Von |Samstag, 18. Februar 2017|Berlinale, Leben|

Eine politische, bitterböse Komödie in schwarz-weiß, die einen Blick hinter die Kulissen vermeintlich funktionierender und aufgeklärter Beziehungen wirft. Das alles ist Sally Potters The Party. Janet ist zur Ministerin berufen worden. Mit engen Freunden will sie ihren Erfolg feiern. Doch der Abend entwickelt sich schnell zu etwas anderem, als zu einer normalen Party. Zwischen allerhand Bekanntmachungen geht Janets Triumph schnell unter.

Kaygı – Basierend auf einem türkischen Albtraum

Von |Freitag, 17. Februar 2017|Berlinale, Leben|

Was Sie sehen ist die Wahrheit. Was Sie hören ist die Wahrheit.“ ist das Motto des türkischen Nachrichtensenders, für den die junge Hasret arbeitet. Ab dem Moment, in dem sie das moderne Bürogebäude betritt, sind Zweifel und Kritik verboten. „Wenn du kritisieren willst, dann solltest du vielleicht lieber Kolumnen schreiben“, ist die Antwort auf ihre wiederkehrende Skepsis. Aber Hasret schreibt keine Kolumnen, sie editiert und schneidet die Voiceovers der Reden der einflussreichsten Politiker des Landes und hat damit die Macht, die Wahrheit neu zu erfinden.

Viceroy’s House – Liebe im geteilten Indien

Von |Donnerstag, 16. Februar 2017|Berlinale, Leben|

1947, Delhi. Indien hat sich friedlich in die Unabhängigkeit gekämpft und doch scheint es sich nicht einen zu können. Das Vereinte Königreich entsendet einen Vizekönig, Lord Mountbatten und seine Familie, um das Land schrittweise in die Selbstherrschaft zu übergeben. Die muslimische Minderheit will jedoch nicht friedlich mit den Hindus und Sihks zusammenleben. Viele von ihnen wollen ihren eigenen Staat, Pakistan – das „Land der Reinen“.

Es war einmal in Deutschland – Humor hilft

Von |Mittwoch, 15. Februar 2017|Berlinale, Leben|

Frankfurt am Main, 1946. Hitler ist tot, aber sie leben noch. David Bermann und seine jüdischen Freunde träumen vom Leben in Amerika. Um das nötige Geld für die Überfahrt zu besorgen, brauchen sie eine gute Idee. Was benötigen die Deutschen jetzt am dringendsten? Wäsche. Zusammen wollen sie das Wäsche-Geschäft von Davids Eltern wiederbeleben. Mit sehr viel Einfallsreichtum wickeln sie ihre Kundschaft um den Finger. Das Geschäft läuft. Doch die Vergangenheit ist nicht vergessen.

Der GRIMMigste Monat des Jahres

Von |Mittwoch, 15. Februar 2017|Berlinale, Leben|

Es ist Februar. Ein Monat mit besonders großer Bedeutung für die jungen Menschen in der Fashion- und Hipster-Hauptstadt. In Berlin-Mitte ist mal wieder die Hölle los. Gestylte Menschen mit Einweg-Kaffebechern schieben sich leicht gehetzt durch die Straßen, um gleich noch einen der begehrten Plätze zu ergattern. Nein, ich rede nicht von der Berlinale. Ich rede vom Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum – the place to be.

Helsinki, die Sonne geht auf

Von |Dienstag, 14. Februar 2017|Berlinale, Leben, Rezensionen|

Ein alter Finne und ein junger Syrer sitzen in einem Sushi-Restaurant in Helsinki. Das ist nicht der Anfang eines schlechten Witzes. Das ist eine Szene aus einem Film, mehr noch, aus einem Meisterwerk. „Toivon tuolla puolen“ von Aki Kaurismäki ist der beste Film der diesjährigen Berlinale.

Final Portrait – Perfekt unzufrieden

Von |Dienstag, 14. Februar 2017|Berlinale, Leben|

Wenn der Pinsel feiner wird, ist das ein gutes Zeichen. Das hat James Lord inzwischen verstanden. Giacometti neigt sich dann zur Leinwand, tupft den Pinsel in die graue Farbe und setzt gezielte Striche. Alles sollte nur ein paar Stunden dauern, höchstens eine Woche, hat der Meister gesagt. Dann sei das Portrait fertig. Wäre da nicht der dicke Pinsel, den Lord so sehr fürchtet. Wusch! Nur die Augenpartie, die kann bleiben. Im Chaos künstlerischen Schaffens gibt es kein Ende.

  • POKOT

Pokot – Ein Schuss ins Leere

Von |Montag, 13. Februar 2017|Berlinale, Leben|

Mit welchem Recht dürfen Menschen Tiere töten? Duszejko schaut den Pfarrer eines trostlosen Bergdorfes an der polnisch-tschechischen Grenze tief in die Augen. „Gott hat sie dem Menschen untergeordnet“, lautet seine Antwort. Das ist kein Argument, nicht für Duszejko, die an Astrologie glaubt, nicht aber an Gott. Tränen schießen ihr in die Augen. Der Pfarrer ist in diesem polnischen Wettbewerbsbeitrag der Berlinale erschreckend böse zu ihr. Das hat einen Grund, auch er schießt gerne auf Tiere. Wie alle Männer im Dorf.