Am Donnerstag beginnt die 69. Berlinale. Das Wichtigste über das Rennen um den Goldenen Bären, findet ihr hier

So kommt ihr an Karten

Tickets gib es immer nur drei Tage im Voraus, das heißt, man sollte schon im Vorhinein wissen, was man will und das Programm geflissentlich lesen. Der bequemste Weg ist das Online-Ticket auf Berlinale.de  (aber auch da, muss man schnell sein), ansonsten könnt ihr auch an den Vorverkaufskassen (Potsdamer Platz Arkaden, Kino International, Haus der Berliner Festspiele, Audi City Berlin) Tickets kaufen. Die ganz Spontanen können natürlich auch zur jeweiligen Tageskasse im Kino gehen, in der Hoffnung, die letzten Plätze zu ergattern. Der Ticketvorverkauf startet am 04. Februar.

Der Eröffnungsfilm: The Kindness of Strangers 

The Kindness of Strangers © Per Arnesen

Das fast zweistündige Drama von Lone Scherfig (An Education), das im anonymen Großstadtdschungels New Yorks spielt, eröffnet die Berlinale und ist auch im Wettbewerb dabei. Die Vorführung im Berlinale Palast ist leider nicht öffentlich, dafür aber die Zusatzvorstellung eine Stunde später im Friedrichstadtpalast – inklusive Übertragung der Eröffnungsgala. Los geht es um 20:30.

Jury-Präsidentin Juliette Binoche © Fred Meilen

Die Jury

Juliette Binoche, französische Schauspielerin und Oscarpreisträgerin ist die diesjährige Jury-Präsidentin.

Rajendra Roy ist Chief Curator of Film im Museum Of Modern Art in New York.

Trudie Styler ist Schauspielerin, Produzentin und Regisseurin, bekannt durch Produktionen wie “Still Alice” und “Moon”.

Sandra Hüller ist Schauspielerin und durch Filme wie den mehrfach ausgezeichneten Film “Toni Erdmann” und “In den Gängen” bekannt.

Justin Chang kennen wahrscheinlich nur eingefleischte Kinofans: Er ist Filmkritiker bei den Los Angeles Times.

Sebastian Lelio ist Regisseur und Drehbuchautor. Für “Eine fantastische Frau” bekam er 2017 einen Silbernen Bären für das beste Drehbuch.

Der Wettbewerb

Von den 23 Filmen im “Wettbewerb”, sind sechs “außer Konkurrenz”, wie Oscar-Kandidat “Vice – der zweite Mann” mit Christian Bale, Amy Adams und Steve Carell.

Das heißt, dass nur 17 Film um den Goldenen Bären konkurrieren, darunter  Fatih Akins “Der Goldene Handschuh”, die Verfilmung von Heinz Strunks Bestseller, oder auch der Netflix-Film “Elisa & Marcella”. “Kız Kardeşler”, “Der Goldene Handschuh” und “Ich war zuhause, aber” sind die deutschen Produktionen im Wettbewerb.

Dieter Kosslick mit Künstlerschal und Bären © Pablo Ocqueteau

Das Motto

Die 69. Berlinale steht unter dem Motto “Das Private ist politisch”. Die Themen Kindheit, Familie, Gendergerechtigkeit und Ernährung (ja, Ernährung) will Dieter Kosslick in den Fokus rücken. Der Festivaldirektor ergänzt: “Dieser Slogan der 68er-Frauenbewegung erfährt neue Aktualität. Da geht es um ganz Privates und doch steht jedes dieser Themen auch für das große Ganze.”

Und sonst so: Hallo Rente 

Die Berlinale 2019 wird die letzte für Dieter Kosslick sein. Nachfolger werden Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek, die erste Doppelspitze in der Geschichte der Berlinale.