„Das Leben ist ein Fest“ handelt vom langjährigen Hochzeitsplaner Max, den wir als Zuschauer*In einen Tag und eine Nacht bei seiner Arbeit begleiten. Dabei erleben wir mit ihm eine Hochzeit voller Höhen und Tiefen, die bei vielen im Publikum für Lacher sorgen. Das Team des Hochzeitsplaners ist einzigartig und setzt sich aus herzlichen aber gleichermaßen verschrobenen Charakteren zusammen, die manchmal drohen Max den letzten Nerv zu rauben. So sehen wir uns mit einem im Alltag Pyjama-tragenden, zwanghaft besser-wissendem Kellner konfrontiert, der sich in die Braut verliebt und einem vor allem in sich selbst verschossenen Bräutigam. Wir lernen auch einen Fotografen kennen, der sich in allen Belangen völlig daneben verhält und an dem das vernünftigste sein neuer Praktikant ist. Kann die turbulente Hochzeit zum Schluss trotzdem noch ein schönes Fest werden?

Dass der Film von den Regisseuren von „Ziemlich beste Freunde“ ist, schafft bei Fans schnell eine Erwartungshaltung. In der Menschentraube, die sich nach der Premiere vor dem Kinosaal sammelte, waren sich viele der Zuschauer*Innen in der Bewertung einig: Der Film war witzig, kommt aber nicht an den berührenden und dabei zugleich lustigen Film „Ziemlich beste Freunde“ heran. Vielleicht sollte man angesichts der komplett anders gewählten, weniger anspruchsvollen Thematik aber auch von der Erwartungshaltung abrücken und den Film lieber als das sehen, was er ist: Eine leichtherzige Komödie. In dem Interview, das die Moderatorin des Abends mit den lässigen Regisseuren Eric Toledano und Olivier Nakache führte, wird klar, dass die beiden Franzosen sich bewusst von dem Erwartungsdruck nach „Ziemlich beste Freunde“ freigemacht haben. „Das Leben ist ein Fest“ ist schlichtweg ein anderer Film. In einzelnen Charakteren würde der Film auch verschiedene Züge der französischen Gesellschaft widerspiegeln, so die Regisseure.

Zum Nachdenken anregen tut „Das Leben ist ein Fest“ dennoch eher weniger. Wem allerdings nach einer Komödie ist, die etwas von diesem gewissen französischen, schlagfertigen, ein bisschen bösem, ein bisschen absurdem Humor hat, der kann sich den Film anschauen. Es sind innerhalb des Films immer wieder kleine Highlights dabei, die einen, wenn nicht sogar zum Lachen, so doch zumindest zum Schmunzeln bringen.

Deutscher Kinostart ist am 1. Februar 2018.