Vor kurzem ging ich, viagra sale von den sich ständig übertrumpfenden Höchsttemperaturen aufgescheucht, illness in ein Schuhgeschäft. Denn im Sommer gibt der Fuß sich nicht mehr damit zufrieden, site hinter schützendem Leder verborgen zu sein. Er will atmen, sonst rächt er sich fürchterlich. Gerade der modebewusste Mann hat es im Sommer jedoch schwer: Die Sandale ist – durch sich immer wieder bewahrheitende Klischees – zu recht öffentlich verschrien. Flip Flops erinnern mich immer an perfekt gebräunte Surfer mit gestählten Oberkörpern. Solche Leute sind mir unsympathisch, denn neben ihnen konnte ich bei Frauen im Sommerurlaub nie mit geistreichen Kommentaren punkten. Ich möchte mich daher nicht durch mein Schuhwerk mit ihnen gemein machen. Eigentlich fühlte ich mich gut auf den Sommer vorbereitet, denn ich habe ein Paar offene Schlappen, die zwar nicht besonders angesagt aussehen, die allerdings sehr bequem sind. Außerdem wird dem Modell seit Jahren ein Comeback nachgesagt und ich fühlte mich gut dabei, endlich mal Teil eines Trends zu sein.

Leider war meine Freundin da ganz anderer Ansicht. Sie hält nicht viel von meinen Schlappen. In den eigenen vier Wänden, sagt sie, seien meine Schuhe zweifellos tragbar, in der Öffentlichkeit allerdings (und es ging ihr nur um mein eigenes Wohl, das verrieten ihre Blicke) nicht. Sie meinte, ich solle doch wenigstens warten, bis meine Schlappen tatsächlich angesagt seien. Aber wenn es nach ihr ginge, würden meine Schlappen nie ihr Comeback machen. Meine Schlappen – und das sagte sie natürlich nicht, aber ich merkte das sofort – sollten dahin gehen, wo der Pfeffer wächst. Und zwar ohne mich. Nun bin ich eigentlich nicht der Typ, der sich in Stilfragen von seiner Freundin reinreden lässt. Ich hielt mich in Modefragen immer für unabhängig. Je länger ich darüber nachdachte, fiel mir allerdings auf, dass sie bisher noch nie irgendwelche Einwände gehabt hatte. Feinrippunterhemden trage ich in der Öffentlichkeit höchstens unter dem Hemd. Bei lustigen Mustern und Motiven halte ich mich zurück. Ich habe auch keine Piercings oder alberne Tattoos. Kein Wunder, dass ich in Berlin noch nie Teil eines Trends war.

Diese Überlegungen waren ein guter Anlass, um zu sagen: Jetzt erst recht! Ich bewundere Leute, die so etwas können. Auch ich wäre gerne so. Stattdessen fand ich mich in dem Schuhladen wieder, auf der Suche nach einem Paar, das mit dem Geschmack meiner Freundin kompatibel war. Andere Männer tragen an dieser Entscheidung offenbar nicht so schwer wie ich, denn im Schuhgeschäft sah ich keinen, der so verzweifelt wie ich durch die Regale irrte. Sie alle hatten ihre Freundin dabei, die sie zielsicher zu den richtigen Schuhen navigierte. Nach einigen Stunden fand ich schließlich ein Paar, das auch ihr gefällt. Es sind Espandrillos und ich trage sie sehr gern. Zuhause zumindest. Denn es wird Zeit, dass ich auch mal einen Trend setze. Deshalb trage ich meine Schlappen jetzt stolz auch in der Öffentlichkeit, mir doch egal, was meine Freundin dazu sagt. Zumindest, wenn sie nicht in der Stadt ist.