Senatssitzung zum Jahresabschluss

Geschrieben von Nadine Meya

Berlin, 16. Dezember 2011

 

Um neun Uhr morgens beginnt am 6. Dezember 2011 die für dieses Jahr letzte Sitzung des akademischen Senats. Er ist das oberste Gremium der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und übernimmt sowohl beratende, als auch kontrollierende Aufgaben. Den Vorsitz hält der Präsident der HU, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz.

Im Mittelpunkt der Sitzung stehen die Exzellenzinitiative und die durch ihre Mittel finanzierten Professuren – insgesamt stehen sieben Stellen zur Diskussion.

Bei der Initiative handelt es sich um ein vom Bund ausgeschriebenes Förderprogramm für Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen. Im Moment laufen an den teilnehmenden Universitäten Begutachtungen, auf deren Grundlage über die Vergabe der Fördermittel entschieden wird.

 


Illustration: Ina Soth

Zur Debatte stehen die Professuren für Diversity and Social Conflict sowie für Vergleichende Demokratieforschung und Politische Systeme Europas an der Graduiertenschule des Instituts für Sozialwissenschaften der HU. Deren Sprecher Prof. Dr. Klaus Eder ist persönlich gekommen, um sich für den Erhalt der Stellen auszusprechen.

Bereits in der Präambel des Beschlussprotokolls zur vorangegangenen Sitzung des Senats heißt es, dass die Finanzierung zukünftiger, durch die Exzellenzinitiative geschaffener neuer Professuren, “nicht deckungsgleich durch Streichung von Professuren aus Fächern kommt, die nicht an der Exzellenzinitiative teilhaben“. Sie wurde durch die Entwicklungsplanungskommission, die dem akademischen Senat vorgeschaltet ist, speziell für die im Rahmen der Exzellenzinitiative eingerichteten Professuren formuliert.

Weiter besagt die Präambel zur Einrichtung von Professuren im Rahmen der Exzellenzinitiative, dass die neuen Professuren zu 50 Prozent aus Fremd- und 50 Prozent aus Eigenmitteln finanziert werden sollen. Der Anteil der Fremd- und Eigenmittel könne dabei von Fall zu Fall schwanken, meint Olbertz. „Aber im Saldo, in der Bilanz, müsste es darauf hinauslaufen, weil wir sonst schlicht kollabieren.“

Außerdem steht die Verlängerung der Anerkennung des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen auf der Agenda. Um weitere fünf Jahre soll es als An-Institut – eine Forschungseinrichtung, die der Hochschule angegliedert ist – bestehen bleiben.

Zum Ende der Sitzung werden zwei Kollegen verabschiedet. „Ja soll ich ihm ernsthaft die Weihnachtsmannmütze aufsetzen? Das kann ich nicht!“, meint Olbertz während er den ehemaligen Vizepräsidenten für die Bereiche Haushalt, Personal und Technik, Dr. Frank Eveslage, Blumen und Wein überreicht.

Des Weiteren verlässt Prof. Oliver Günther, Dekan und Institutsleiter der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, die HU. Günther wird aber von seinem neuen Arbeitsplatz an der Universität Potsdam mit weiter mit der HU zusammenarbeiten. Auch er erhält einen Wein. Der sei, so Olbertz, „eine der wesentlichen Änderungen, die ich hier durchgesetzt habe, dass nicht irgendein Wein aus der Toskana gekauft wird.“

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